Pflege zu Hause

24 Stunden Betreuung in den eigenen 4 Wänden

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, sind die meisten Familien mit der Situation ohne fremde Hilfe zunächst überfordert. Ursachen sind tägliche Verpflichtungen, die Notwendigkeit immer vor Ort präsent zu sein, sowie ein Mangel an fachgerechter Schulung und im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen. Ein ambulanter Pflegedienst ist meist keine ausreichende Lösung. Eine Alternative zum Pflegeheim ist die 24 Stunden Pflege zu Hause, also die Betreuung der Pflegebedürftigen im eigenen Zuhause.

Wohnen im Alter

Wegen der Arbeitsmarktverhältnisse in einigen osteuropäischen Ländern ist es für viele Menschen dieser Länder interessant, in Deutschland, Österreich oder der Schweiz als Pflegekraft zu arbeiten. Diese Kräfte sind meist sehr engagiert und haben entsprechende Erfahrung.

Haushaltshilfe und Pflegekräfte teilen

Teilen sich zwei oder mehr Pflegebedürftige eine Pflegekraft, werden auch die Kosten geteilt. Haben Sie also bspw. Bekannte und Verwandte oder Freunde, welche auch auf eine Pflege zu Hause angewiesen sind, können Sie sich unter Umständen eine 24 Stunden Pflege- oder Betreuungskraft und damit auch die anfallenden Kosten teilen. Diese Variante ist geeignet für hilfsbedürftige Personen, die keine ständige Hilfe brauchen und so eine günstige Alternative zur alleinigen Betreuung erhalten.

Pflegekräfte von Agenturen im Ausland

Verschiedene Agenturen im osteuropäischen Ausland entsenden angestellte Pflegekräfte und Haushaltshilfen nach Deutschland. Als Auftraggeber bezahlen Sie dann die Agentur für die Betreuung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen. Die Pflegerin oder der Pfleger ist dann bei der jeweiligen Agentur im Ausland angestellt. Durch die EU-Dienstleistungsfreiheit ist dieses Modell völlig legal.

Ein Nachteil ist, dass eine Überprüfung der ausländischen Agenturen sehr schwierig sein kann. So gibt es in der Branche auch einige schwarze Schafe, die den Pflegekräften nur wenige hundert Euro Gehalt pro Monat bezahlen. Ehemalige Angestellte berichten auch davon, dass das Gehalt regelmäßig zu spät ausgezahlt wurde. Besonderes Augenmerk sollte daher auf der Auswahl eine seriösen Agentur liegen.

Wichtig ist für Sie als Auftraggeber, dass die Betreuungskraft, die die Agentur zu Ihnen schickt, in ihrem Heimatland sozialversicherungspflichtig angestellt ist und im Namen der Agentur entsendet wird. Die Kosten ergeben sich neben dem Gehalt für die Pflegekraft aus der Sozialversicherungspflicht der Pflegekräfte im Heimatland der Agentur, sowie aus dem bürokratischen Aufwand. Bitte beachten Sie, dass es gerade im Bereich der Agenturen auch einige schwarze Schafe gibt, die z. T. mit Dumping-Preisen weit unter 2.000 Euro pro Monat werben. Die größte Gefahr besteht bei unseriösen Agenturen darin, dass die vermittelten Pflegekräfte eine sehr schlechte Bezahlung erhalten und z. T. monatelang auf ihr Gehalt warten, obwohl die Kunden dieses regelmäßig an die Agentur überweisen.

Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit

Eine weitere Möglichkeit, eine osteuropäische Haushaltshilfe zu beschäftigen, ist die Vermittlung durch die Zentrale Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Sie werden bei dieser Variante Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten. Die wöchentliche Arbeitszeit richtet sich nach der tariflichen oder der üblichen Vollstundenzahl.

Bei einem Nettoeinkommen der angestellten Haushaltshilfe von 1.000,00 bis 1.200,00 EUR entsteht für Sie aufgrund der Lohnnebenkosten ein deutlich höherer monatlicher Aufwand pro Haushaltshilfe, wobei für eine rund-um-die-Uhr Betreuung mehrere Haushaltshilfen notwendig sind. Diese Variante kommt aufgrund der sehr hohen Kosten für die meisten Betroffenen nur in Betracht, wenn diese eine private Altersvorsorge oder Pflegekostenversicherung abgeschlossen haben bzw. eine Pflegerente oder ein Pflegetagegeld erhalten. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt die Kosten leider nicht in vollem Umfang.

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