Alleine sein

Das Alleinsein hat mit Selbstvertrauen zu tun.

Es wird kaum jemand dem Alleinsein entgehen. Es verhindert auch die Erkenntnis, dass jeder im Leben ohnehin allein ist. Tatsächlich ist ein Erwachsener auch allein, wenn er soziale Kontakte, Freundschaften, Liebesbeziehungen und Familienbeziehungen eingeht. Es ist ein wichtiges Gefühl, allein sein zu wollen. Sogar Menschen, die sich freiwillig einen Stromschlag verpassen, um sich vom Alleinsein abzulenken.

Allein sein hat mit Selbstvertrauen zu tun.

Häufig aus Furcht vor Abgeschiedenheit sucht man die Gemeinde der anderen. Das Verlangen, zu Menschen oder Gruppierungen zu gehören, bringt manche Menschen jedoch dazu, ihre Lebensprinzipien zu vernachlässigen. Außerdem wird dadurch die Einsicht, dass jeder im Dasein ohnehin allein ist, vereitelt. Tatsächlich ist ein Erwachsene auch allein, wenn er Sozialkontakte, Bekanntschaften, Liebesbeziehungen und Familienbeziehungen unterhält.

Diejenigen, die sich dieser Situation öffnen und ihre Einsamkeit wegnehmen, gewinnen Selbstvertrauen. In der Übergangsphase vom kindlichen zum ausgewachsenen Menschen stößt der ausgewachsene Mensch seine Vorfahren ab. Es stimmt, dass junge Menschen immer noch kaum in der Lage sind, ihr eigenes Geld zu verdienen. Auch nach der Grundschulung sind viele dem Alltag verschlossen und die Notwendigkeit, als Mensch auf sich selbst aufzupassen.

Intern haben sie den Sprung ins Berufsleben noch nicht geschafft. Häufig sind sie noch in den Anfängen und flirten gar mit dem Kindsein. Sie wollen für immer jünger sein und dies an Ihrem Aussehen demonstrieren. Ihr ist nicht bewußt, daß sie sich in solchen Momenten wie ein kleines Mädchen verhält und dadurch nur vermeintliche Geborgenheit erlangt.

Es gibt viele ähnliche Fälle, die alle die Abneigung teilen, allein und ohne das Netz ihrer Erziehungsberechtigten zu sein. Ich lebe in Partnerschaft, gründe eine Familie, bin professionell tätig, besitze vielleicht ein eigenes Zuhause und genieße den gewohnten Wohlleben. Vor allem Menschen um das Essen herum neigen dazu, ihre Lebenslust zu mindern.

Dass man seine eigene Persönlichkeit nur dann finden kann, wenn man die Einsamkeit annimmt, ist für viele Menschen nicht ersichtlich. Außerdem kann die Furcht vor dem Alleingang als unwirklich und eingebildet angesehen werden, denn es ist ein Kindheitsgefühl. Die Furcht vor dem Alleingang ist für ein Kinde eine echte Furcht vor dem Tod, denn es kann nicht alleine durchhalten.

Aus diesem Grund tun sie alles, um die Bindung zu ihren Vätern nicht zu verlier. Der Erwachsene dagegen verhindert die nötige Trennung von seinen Erziehungsberechtigten durch sein Kind. Weil er mit einem eindeutigen Nein zu seinen Erziehungsberechtigten zugleich seine Verbindung verliert - er wäre dann allein.

Von nun an führt er nicht mehr sein richtiges Dasein, sondern ein Dasein für die anderen, für seine Väter. In seinem Inneren ist sein wahres Wesen nicht erfüllbar. Auch nach dem Umzug mit den eigenen vier beinigen Kindern und Jugendlichen, die vielleicht in einer Lebenspartnerschaft zusammenleben, führt man für andere weiter. Allerdings meiden sie es, auf ihre eigene Menschlichkeit und Einsamkeit sowie die Folgen zu achten.

Ich bin und war, sind Fragestellungen, die diesen Weg gehen und uns dazu verhelfen, unsere Nächsten so zu erwarten. Zusammengehörigkeit ist für ein Baby Geborgenheit. Es gibt mysteriöse Wege und es geht nicht um die individuellen Bedürfnisse. "wenn er lernt, was ihn führt, auch wenn es keine weltliche Macht ist, keine Familie, keine andere Person, kein Verband, kein Berufsziel, kein Wunsch, keine Glaubenslehre oder Weltsicht, die ihm mehr Unterstützung gibt, und auch er kann sich nicht mehr tragen...."

Derjenige, der sich dieser Behauptung anschließt, vermutet, dass nur etwas Großes und GÖttliches die Macht hat, den Menschen zu ertragen. Es gilt, sich der Einsamkeit bewußt zu öffnen, das Kinderparadies zu verlassen, die kindlichen Erwartungen aufzugeben und sich der unsicheren Vergangenheit ohne elterliche Sicherheitsnetze zuzuwenden. Sie setzen das Wissen und die Zustimmung des Individuums voraus, dass das menschliche Wesen dich so gewollt hat, wie du bist und nicht wie du es willst.

Mit diesem Bewußtsein und einem offenen Herz geht derjenige, der seinen Menschen begegnen will, schließlich den Weg zu einem echten und dauerhaften Selbstvertrauen.

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