Alternatives Leben im Bauwagen

Das alternative Leben im Bauwagen

"Insofern machen wir ein alternatives Modell, keine Aussteiger, sondern voll von Newcomern zu alternativen Lebensstilen". Wenn ich an ein bewusstes, konsequentes Leben nach ökologischen Gesichtspunkten denke, dann denke ich sofort an den Bau von Wagenhöfen und ihren Bewohnern. Mitten in der Stadt leben sie in der Natur und bilden kleine grüne Oasen. Ein Traum von einem autarken, freien Leben: Wohnen im Bauwagen. In diesen sogenannten Parkhäusern werden die Fahrzeuge nach individuellen Regeln geduldet, wobei die Formen des Zusammenlebens sehr unterschiedlich sein können.

Das Leben im Bauwagen: Der Anreiz der Einfachheit

An der Pforte seines Wagens im Kleinzschocherviertel in Leipzig steht er. Auf einem Weg entlang einer Bahnlinie - zu einem Ort, an dem einige Lastwagen und Bauwagen standen. Florenz geht auf einen gelb-blauen LKW zu, macht die Türe der Ladezone auf und kommt rein. Der Herd erhitzt sich hier drin und man fühlt die Hitze nicht.

Er muss das Klima so wie es ist mitnehmen. "Ich bin im Truck und denke: Oh, es ist schlimmes Regenwetter draußen." Doch wenn ich es einmal überstanden habe, die richtige Kleidung anzulegen, ist es nicht mehr so schlimm", sagt er. Er tauschte vor zehn Jahren seine Wohngemeinschaft gegen einen Bauwagen ein.

Es war für mich aufregend, im Freien zu leben, meinen eigenen Lebensraum zu entwerfen und mit so vielen Menschen zusammenzuleben. Der Pferdetransporter, der vor drei Jahren den Bauwagen ersetzte, ist gerade mal 2,5 mal 6 m groß. "An diesem Lkw gefällt mir besonders, dass er eine Auffahrrampe an der Stelle hat, wo früher die Rosse eingelaufen sind", sagt er.

Regelmässig gibt er es heraus, um zu sehen, was und wie viel er eigentlich zum Leben brauch. Nichtsdestotrotz werden immer mehr neue Werke hinzugefügt, und ich habe mich gefragt, ob ich die alten Werke, die mir am Herzen lagen, sortieren würde, um den neuen Ort zu schaffen. Im Scherbelburger Haus lebt er mit seinem 8-jährigen Jungen, 13 weiteren Großen und einigen Kinder in einer Gemeinde in diversen umgebauten Lastwagen und Baufahrzeugen.

Wer sich für ein Leben in einer Reisegruppe entschließt, sollte eine bestimmte Kompromißbereitschaft haben, man kann hier nicht einfach reinziehen und damit rechnen, daß es allen gefällt. Trotzdem: Die Wagenplatzstadt in der Bundesrepublik gilt als das Zentrum von Berlin. Über 200 Menschen leben hier auf etwa 16 Stadtplätzen.

Aber auf einem Parkplatz zu leben ist nur halbwegs legal. Auch wenn die Gemeinde den Marktplatz nicht besetzte, sondern - wie die Bewohner von Scherbelburg und Florenz - kaufte. Das legale Parkhaus - ein Vorzeigeprojekt? Dass dies anders möglich sein muss, meinen die beiden anderen. Auch wenn sich die Landeshauptstadt als recht geduldig erwiesen hat und einigen Waggonwerften Mietverträge gewährt hat, arbeiten sie in einer kleinen Arbeitsgemeinschaft für die baugesetzliche Zulassung von Waggonwerften.

Ein ganzjähriges Leben im Auto ist nicht erlaubt. Dies bedeutet, dass sie jetzt ein Stück Land erwerben und dort einen Bauwagen aufstellen können und das wäre auch verbieten. Als Kontaktperson für die Interessen der alternativen Lebensformen im Haushalt und Auto lebt er seit vielen Jahren in einem LKW.

Die beiden wollen ein Vorzeigeprojekt für den Standort Liechtenstein, ein legalisiertes Parkhaus, das ein Beispiel für die vielen anderen sein könnte. "Für solche Fragestellungen muss sie zunächst eine Öffnung schaffen, denn es ist auch ein Gewinn für die Hansestadt, wenn sie so unterschiedliche Bereiche hat und nicht alles kaufmännisch organisiert", sagt sie. Wir sollten uns stärker offensiv an die Verwaltung wenden und die Bevölkerung dazu ermuntern, sich für das Parken zu engagieren.

Wir leben nicht in einer Ferienwohnung, sondern auf einem Vierrad.

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