Altersarmut in Deutschland

Überalterung der Armut in Deutschland

Wenn Sie Ihr ganzes Leben lang arbeiten, können Sie nicht mehr davon ausgehen, dass Ihre Rente ausreicht, um Ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Armut bei älteren Menschen gibt es in ganz Deutschland, vor allem bei Frauen. Erfahren Sie hier, wie Sie sich schützen können. Studie warnt: Deutschland lebt in Armut von Kristina Antonia Schäfer. Unbegrenzte Jobs und lange Zeit beim gleichen Arbeitgeber - für viele Deutsche normal, aber auch nicht für viele.

Alterung der Armut in Deutschland. Die sozialpolitische Aufgabe

Sieben Jahre, vier Monaten nach ihrem 65. Lebensjahr, erhält die Chemnitzerin ihre Pension. Ehemann Mathias wird seine Pension ein Jahr früher einfordern. Doch die Altersbeschränkung ändert nichts an ihrer Lage. Dies stellt für Deutschland ein großes Hindernis dar, da sich die Altersarmut in den kommenden Jahren drastisch verschärfen wird.

Beispielsweise erwartet der PARITÄTISCHE WOHNUNGSVERBAND einen Zuwachs bei den über 65-Jährigen, die im Rentenalter von heute 2,5 % auf rund 10 % im Jahr 2025 abhängig sein werden (Die Zeit, 19.05.2011). Andere Massenmedien mahnen ebenfalls eine mittel- bis langfristige Erhöhung der Altersarmut an. Aber was sind die Gründe für die zu erwartende zukünftige Erhöhung der Altersarmut in Deutschland?

Meiner Ansicht nach ist die Frage der Altersarmut für die Sozialarbeit besonders wichtig. In den letzten Jahren hat die Altersarmut in Bezug auf die Altersarmut nur eine untergeordnete Bedeutung. Es wird daher gehofft, dass diese Arbeiten zu einem verbesserten Bild der Entwicklung der Altersarmut beitragen: Es wird davon ausgegangen, dass die Hauptgründe für die zu erwartende Zunahme der Altersarmut in Deutschland auf dem demographischer Entwicklung, veränderten Erwerbsbiographien und Strukturreformen, insbesondere im Sozialversicherungsbereich, beruhen.

Zur Klärung der Frage wird zunächst erklärt, was unter Armutsbekämpfung zu verstehen ist. Zur Erfassung des Entstehens von Altersarmut ist der nächste Arbeitsschritt die Erklärung der Altersvorsorge in Deutschland. Zunächst wird der Bezug zwischen Soziales und Altersvorsorge diskutiert. Anschließend wird das Altersvorsorgemodell präsentiert.

Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht die obligatorische Altersvorsorge (GRV), da diese die Haupteinnahmequelle im hohen Lebensalter ist. Reicht die Leistung des Rentenversicherungsträgers nicht mehr aus, um die erforderlichen Lebenshaltungskosten zu decken, haben die Betroffenen Ansprüche auf einfache Alters- und Erwerbsunfähigkeitsleistungen. Das dritte Teil stellt die derzeitige Einkommenslage im hohen Lebensalter dar.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, in welchem Ausmaß die Altersarmut bereits heute ein Problem ist und ob es erste Anzeichen für eine Zunahme gibt. Anschließend wird die Veränderung der Erwerbsbiographien untersucht, da die Altersarmut in der Beschäftigungsphase nahezu immer verursacht wird. Darüber hinaus werden Lösungsansätze zur Armutsvermeidung bei älteren Menschen vorgestellt. Es gibt viele Begriffsdefinitionen von Verarmung in der Fachliteratur.

Jeder Ansatz, den Armutsbegriff umzuschreiben, soll ein Unterscheidungskriterium zwischen Arm und Reich darstellen. Besonders oft basiert diese Abgrenzung auf dem Selbstversorgungskonzept. Zusätzlich zur Ausrichtung auf das physische Subsistenzminimum (absolute Armut) sind Definitionen von Armutsgefährdung üblich, die sich an sozio-kulturellen Mindestanforderungen (relative Armut) ausrichten (' vgl. dazu im Folgenden unter der Überschrift ³aGebauer 2007', S. 137).

Man unterscheidet prinzipiell zwischen der absoluten und der relativen Armutsgefährdung. Äußerste Not tritt auf, wenn eine lebensnotwendige Ware wie Lebensmittel, Bekleidung und Unterkunft fehlt und das Leben in Gefahr ist. Vor allem in Schwellenländern ist diese Art von Verarmung weit verbreitet. Um eine ungefähre Einschätzung des Ausmaßes der extremen absoluten Armutsgefährdung zu erhalten, haben die Weltbank und die UNO das Mass von einem US-Dollar pro Tag als Standardeinkommensgrenze festgelegt (vgl. dazu auch die Ausführungen von Dr. Peter H. K. Hauser, S. 134).

In den Industrieländern wird in der Regel das Mass der Armut des Einkommens herangezogen. Bei relativer Verarmung wird ein bestimmter gesellschaftlicher Standard gemessen. Damit wird die Armutsgefährdung im Verhältnis zum vorhandenen Wohlstand einer Bevölkerung bestimmt. Diejenigen, deren Einnahmen unterhalb der Grenzen liegen, gelten als minderwertig. In der Europäischen Union gibt es eine gemeinsame Begriffsbestimmung des Begriffs der Armutsgefährdung, die in erster Linie durch den Ausdruck Armutsgefährdungsquote repräsentiert wird.

Das Armutsrisiko ist als Quote des Anteils der Haushalte mit einem bedarfsgewichteten Äquivalenzeinkommen1 von weniger als 60% des Durchschnitts aller Haushalte zu verstehen (vgl. BRD 2008, S. 37). Beziehungsarmut ist in der Regel kein dauerhafter Zustand, sondern durch eine hohe Schwankungsbreite charakterisiert. Zwischen 1998 und 2003 konnte mehr als die Hälfe der von relativer Armut bedrohten Menschen ihre Lage bessern (vgl. BRD 2004, S. 32).

Die Armutsrate für die BRD betrug 2005 auf Basis des EU-SILC 26%. Einschließlich der Sozialleistungen beträgt die Armutsgefährdungsquote 13 % (ebd., S. 16). Ein weiterer Weg zur Ermittlung des Armutsniveaus basiert auf dem sozio-kulturellen Existenzminimum. Die Höhe der Grundversorgung ist daher die niedrigste Einkommensgrenze und sollte ein angemessenes Einkommensgarantie sein.

Wenn die Einkommensgrenze unterschritten wird, entsteht Armutsgefährdung. Es handelt sich in erster Linie um Menschen, die keine soziale Hilfe oder Grundeinkommensunterstützung erhalten, obwohl sie darauf Anrecht haben. Dies wird als die Zahl der nicht gemeldeten Fälle von Armutsgefährdung bezeichnet (ebd., S. 358).

Der derzeitige monatliche Grundpreis für Einzelpersonen beträgt 364 , zuzüglich der entsprechenden Unterbringungskosten. Vergleicht man die Armutsgrenze der Europäischen Union, die 2010 für Deutschland bei rund 935 Euro gelegen hat, so zeigt sich der Unterschied sehr anschaulich (vgl. dazu auch: Bund, S. 16f.).

Es ist daher kontrovers, ob Sozialhilfeempfänger als einkommensschwach eingestuft werden sollten oder ob vor allem die soziale Unterstützung die Armutsbekämpfung durchgesetzt hat. Das folgende Kapital stellt den Bezug zwischen Soziales und Altersvorsorge vor. Im Besonderen werden die Begriffsbestimmung und die Grundlagen der Gesellschaftspolitik vorgestellt. Zum Verständnis der Altersarmut ist es notwendig, sich mit dem grössten Teil des Einkommens im hohen Lebensalter auseinanderzusetzen.

Im Folgenden werden daher die Grundzüge des Rentenversicherungssystems und die ergänzenden Altersvorsorgemodelle erklärt. Das Wort Gesellschaftspolitik tauchte zu Anfang der industriellen Entwicklung auf und hat sich im Lauf der Zeit stark verändert. Deshalb gibt es keine allgemeingültige Begriffsbestimmung in der Fachliteratur. Zur Verdeutlichung des Begriffs wird in der Regel zwischen Gesellschaftspolitik im weiteren Sinn differenziert.

Soziale Sicherheit (Renten-, Gesundheits-, Arbeitslosigkeits- und Unfallversicherung), 3. soziale Sicherheit (Sozialhilfe). Es wäre jedoch verfehlt, die sozialpolitische Ausrichtung auf diese Gebiete zu begrenzen, da große Anteile der Auswirkungen der Sozialpolitik ausbleiben. Infolge des sozialen Umbruchs und der sich daraus ergebenden veränderten Problematik rücken immer mehr Gebiete in den Fokus der Geselligkeit.

In diesem Zusammenhang bedeutet Gesellschaftspolitik im weiteren Sinn nicht nur die oben genannten Bereiche, sondern auch Handlungsfelder wie KMU-Politik, Wettbewerbs- und Konsumentenschutzpolitik sowie Wirtschafts- und Strukturpolitik. Sozialpolitisch besteht die Politik, wie oben dargestellt, aus einer Reihe von Massnahmen, Dienstleistungen und Vorteilen. Das Spektrum der sozialen Gefahren und Problematiken ist groß: Erwerbslosigkeit, Krankheiten, Pflege, Elend - das sind nur einige wenige Fälle - der Gesetzgeber bestimmt, in welchem Umfang und in welchem Umfang der Mensch für die Deckung der Gefahren aufkommt.

Der Leistungsumfang umfasst nicht nur die einzelnen Berufszweige, sondern alle Staatsbürger, z.B. soziale Unterstützung oder Grundversorgung für die Alters- und Erwerbsfähigkeit (ebd., S. 163f.). Prinzipiell kann zwischen dem gesellschaftspolitischen Zweck der Einkommenssicherung im hohen Lebensalter und der Verhinderung von Altersarmut unterschieden werden. Darüber hinaus kann zwischen dem Zweck der Armutsprävention im hohen Lebensalter unterschieden werden, der durch die Bezahlung eines Mindestmaßes an Sicherheit zu erreichen ist und eine Nebenleistung ist (' vgl. dazu auch die Ausführungen in Abschnitt VII.

Das Rentensystem ist eine Kombination aus verschiedenen Systemen, Einrichtungen und Leistungsgrundsätzen. Die einzelnen Anlagen können zur Verbesserung der Übersichtlichkeit den drei Stufen der beruflichen Vorsorge und der beruflichen und privatwirtschaftlichen Altersvorsorge zugeordnet werden (vgl. dazu auch die Ausführungen von Herrn Dr. med. Bäcker u. a. 2010 b, S. 389f.). Ziel ist es, einen Einblick in die Struktur der Altersvorsorge zu geben.

In Deutschland wird der sogenannte Grüne Versicherungsvertrag (GRV) als erste Stufe der Altersvorsorge angesehen. Dementsprechend zahlt diese Einrichtung neben der Altersversorgung auch Rente wegen Berufsunfähigkeit oder Invalidität sowie Hinterbliebenenrenten (ebd., S. 23). Im Jahr 1889 führt die Firma die Pensionsversicherung ein mit dem Zweck, Altersarmut zu verhindern und damit die Ursachen für soziale Unruhe zu dämpfen.

Der Lebensversicherung ist ein spezifisches Versicherungsziel zu Grunde gelegt, das die Versicherten nach Verlassen des Arbeitsmarktes als Lohnausgleich erhalten sollen. Zur Erreichung dieses Ziels wurden gewisse Kernbestandteile in das Pensionssystem eingeführt: das Umlagesystem, das Gleichwertigkeitsprinzip und die Dynamisierung der Renten (vgl. dazu die Ausführungen in der Zeitschrift Heygelich 2006, S. 64). Für die Berechnung der Basisformel werden persönliche Entgeltpunkte verwendet sowie der Zugriffsfaktor und der Pensionsfaktor und der aktuelle Pensionswert (vgl. u. a. 2010 b, S. 415).

Als Pensionsfaktor gilt ein Betrag, der die Art der Pension (z.B. Pension wegen verminderter Erwerbsfähigkeit) und das zu erreichende Hedgingziel mitberücksichtigt. Für die volle Alterspension gibt es ein Sicherheitsziel von 1,0, z.B. für die kleine Hinterbliebenenpension oder für die Invalidenrente. Maßgeblich ist der Beginn der Alterspension.

Die derzeitige Tätigkeit ist auf die Altersrente mit dem Sicherheitsziel 1,0 ausgerichtet. Die Voraussetzungen für den Erhalt einer Altersrente seit 1916 sind das Erreichen von 65 Jahren. Für die ab 1947 geborenen Kohorten wurde eine schrittweise Erhöhung der Altersbegrenzung um 1 bzw. 2 Monaten von Anfang 2012 bis 2029 auf 67 Jahre festgesetzt.

Bei einigen Gruppen ist es möglich, nach langen Versicherungsperioden, z.B. 35 oder 45 Jahren, eine vorzeitige Pensionierung zu erwirken. Das betrifft vor allem die Altersversorgung für Langzeitversicherte, für schwer behinderte Menschen, wegen Erwerbslosigkeit und nach der Teilrente im Alter von 60 Jahren. Mit diesen Rentenformen gibt es eine Kürzung um 0,03 Gehaltspunkte pro angefangenem Kalendermonat, d.h. die Pension wird um 0,3% pro angefangenem Kalendermonat gekürzt (ebd., S. 421f.).

Als aktueller Pensionswert wird der Betrag einer Zahlstelle in der jeweiligen Periode bezeichnet. Die Höhe der Pension berücksichtigt die gegenwärtige Lohn- und Gehaltslage aller pflichtversicherten Mitarbeiter. Die Rentenwertermittlung erfolgt einmal im Jahr zum 01.07. und macht damit die Pension dynamischer, da der Pensionswert der laufenden Lohn- und Gehaltsentwicklung folgt. Mit der Renten-Dynamik soll sichergestellt werden, dass die einmal festgesetzte Altersrente an die generelle Lebenssituation der Menschen angeglichen wird.

In 2011 lag der Pensionswert bei 24,37 ? (Ost) und 27,47 ? (West). Das niedrigere Rentenniveau in den neuen Bundesländern ist auf die noch geringeren Löhne und Gehälter zurückzuführen (ebd.). Lediglich für Vollzeitbeschäftigte während ihres gesamten Arbeitslebens sollte die Pension wesentlich höher sein als die Sozialhilfeanforderung. Sie vergleicht die tarifliche Altersrente mit dem Durchschnittsgehalt aller aktiven Versicherungsnehmer, wobei die steuerliche Belastung des Lohnes und der Pension nicht in Betracht gezogen wird.

Er erhält im Okt. 2011 eine vorzeitige Pensionierung im Alter von 60 Jahren. Weil die Alterspension jedoch bereits im Alter von 60, d.h. um 60 Monaten früher (60 Monaten mal 0,03) in Anspruch genommen wird, reduziert sich der Zugriffsfaktor auf 0,82. Da es sich um eine altersbedingte Alterspension handelt, ist der Pensionsfaktor 1,0. Die Einkommenspunkte (48) werden mit dem Zugriffsfaktor (0,82), dem Pensionsfaktor (1,0) und dem Pensionswert vervielfacht.

Diese wird bis 2020 um 2% pro Jahr und ab 2020 bis 2040 um 1% gesteigert, so dass jeder Rentner im Jahr 2040 100% Steuern auf sein Alterseinkommen zahlen muss (vgl. dazu auch die Ausführungen von Frau Dr. med. Bäcker u. a. 2010b S. 380). Einkommenssteueranteil für 2011 = 62 % der Rente = ? 670,22/Monat oder ? 8042/Jahr.

Die Steuerfreiheit des Existenzminimums beträgt 7664 , was bedeutet, dass ca. 378 der Pension zu versteuern sind. Dieses, oft auch analog als Erzeugungsvertrag bezeichnete Vorgehen beruht auf dem Grundsatz, dass die arbeitende Generation durch ihre Beiträge zur Pensionsversicherung im Grunde die Pension der pensionierten Erzeugung finanzieren soll (vgl. dazu auch die Ausführungen von Güßler 2002, S. 65).

Die Pensionsreform von 1957 führte das System in seiner heutigen Ausprägung mit einer dynamischen, lohnorientierten, umlagefinanzierten und beitragsorientierten Altersversorgung ein. Es galt, das Massenarmutproblem der Senioren zu lösen, von denen die meisten vom wirtschaftlichen Wunder ausgegrenzt waren. Im Mittelpunkt stand die Schaffung einer Mindesteinkommensrente zur Verhinderung von Altersarmut, vor allem für die Versicherten im Niedriglohnbereich.

Die Bruttolöhne reduzieren sich jedoch um die Beiträge der Mitarbeiter und Arbeitgeber zum BRV und die Ausgaben für die private Vorsorge (vgl. dazu auch die Ausführungen von Herrn Dr. med. Bäcker u. a. 2008 b, S. 15). Langfristig wird eine Verknüpfung mit der Entwicklung der Bruttolöhne zu einer Senkung der Pensionen führen, da sich Steuererleichterungen, die sich noch günstig auf die Entwicklung der Nettolöhne auswirken, nicht mehr auswirken werden.

Durch die Pensionsreform 2004 tritt am 1. Jänner 2005 das Renteneinkommensgesetz in Kraft, das die schrittweise Umwandlung von Beitrags- und Pensionszahlungen in eine nachgeordnete Steuerregelung innerhalb einer Übergangszeit bis 2050 vorsieht. Im Zuge der Wende hat sich die Deutsche Demokratische Republik verpflichtet, ihre Altersstruktur nach dem Muster der BRD zu harmonisieren.

Als arbeitslos gelten alle Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die während des Berichtszeitraums nicht berufstätig waren und in den vier der Erhebung vorausgegangenen Woche eine Beschäftigung anstrebten.

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