Altersstatistik Schweiz

Die Altersstatistik Schweiz

Eine typische Altersstruktur in der Schweiz ist heute die der Generation "Babyboom". Die Schweiz und wie viele Menschen wurden getötet und verletzt? In der Broschüre "Gleichberechtigung im Alter - Ein Katalog der Grundrechte für ältere Menschen in der Schweiz" werden die für ältere Menschen besonders relevanten Grund- und Menschenrechte zusammengestellt. Inwieweit sind die Schweizer Kernkraftwerke alt? Die" Statistik der Schweizer Städte" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundesamtes für Statistik und des Städtetages, das im ersten Quartal eines jeden Jahres veröffentlicht wird.

Abhängigkeit im hohen Lebensalter

Suchtkrankheiten treten auch bei Älteren auf, das Problem der Sucht ist jedoch oft noch tabu. Die Auseinandersetzung mit Süchtigen und Süchtigen, hier geht es vor allem um Alkohol- und Drogenabhängigkeit, in Alten- und Pflegeeinrichtungen ist eine große Herausforderun. Mit dem vorliegenden Dossier soll das Pflegepersonal der Senioreneinrichtungen im Bereich des Umgangs mit bedrohten Menschen unterstützt werden.

Sind Suchtprobleme im hohen Lebensalter ein Thema? Aufgrund der demografischen Entwicklungen gehen Fachleute davon aus, dass sich die Zahl der über 65-Jährigen mit Suchtproblemen bis 2020 verdoppelt. Es ist daher davon auszugehen, dass die Zahl der Einwohner in Alten- und Pflegeheimen mit Suchtproblemen im selben Zeitabschnitt deutlich ansteigen wird.

Wissen wir, dass Ältere ohne Suchtprobleme lange unabhängig sind, dann spielt nicht nur die Versorgung von Süchtigen eine große Bedeutung, sondern auch die Vorbeugung und frühzeitige Intervention. In der Schweiz konsumieren zwischen einem Quartal und einem Drittel der Einwohner (ab 60 Jahren) pro Tag alkoholische Getränke (Delgrande & Notari 2011). In Senioren- und Pflegeeinrichtungen werden oft jeden Tag zahlreiche Arzneimittel verabreicht.

Dazu gehören Drogen mit hohem Suchtpotential, insbesondere bezodiazepines (Schlafmittel und Beruhigungsmittel). Viele Menschen genießen den Luxus des Alkohols und trinken ihn in Maßen. Mäßige Mittel für Männer, max. 3 Alkoholika pro Tag (sog. Standarddrinks, z.B. 1 Stück Weißbier, max. 30g reiner Alkohol) und für Damen max. 2 Alkoholika pro Tag (max. 20g reiner Alkohol).

Chronischer Alkoholkonsum kann angenommen werden, wenn regelmäßig, d.h. mehr als dreimal pro Tag und mehr als die oben genannte Menge pro Tag getrunken wird. Bei älteren Menschen sollten die Werte tiefer angesetzt werden, da die Verträglichkeit und Degradierung von Alkoholika geringer ist. Ältere Menschen sollten daher nicht mehr als 5dBier, 2dBier und 4cl Branntwein - für Herren - und 3dBier, 1dl und 3cl Branntwein - für Damen - pro Tag einnehmen.

Das Risiko steigt, vor allem, wenn Drogen hinzugefügt werden. Die Übergänge vom Vergnügen zur Abhängigkeit sind kriechend. Ältere Menschen mit Suchtproblemen seit dem frühem oder mittlerem Erwachsensein sprechen von einem "frühen Beginn". Ältere Menschen, die erst im hohen Lebensalter Suchtprobleme bekommen, werden deshalb als "late onset" bezeichnet.

Die neuen Lebenslagen durch den Ruhestand oder das Verschwinden beruflicher und sozialer Kontakte und von Rollenverlusten, die negativen Bilder des Alters mit eventuellen narzißtischen Vergehen, der Einstieg in eine Alters- und Pflegeeinrichtung, die Furcht vor Betreuungsbedürftigkeit, der Autonomie- und Todesverlust, die Konfrontation mit der Begrenztheit, die Perspektivlosigkeit des Lebens und der Wegfall des gesellschaftlichen Netzwerks sind ein Suchtfaktor.

Manche Einwohner haben bereits beim Betreten der Einrichtung Suchtprobleme, andere werden allmählich süchtig. Oft werden einige dieser Anomalien irrtümlich dem Lebensalter zuerkannt. Suchtprobleme werden daher nicht oder zu früh wahrgenommen. Fakt ist, dass der Körper auf den Konsum von Medikamenten und alkoholischen Getränken anders reagiert als bei anderen.

Der langsamere Metabolismus hat ab dem 60. Lebensjahr größere kumulative Auswirkungen. Erhöhtes Wirkungsniveau durch verminderte Enzymtätigkeit, Erhöhung des Fettspektrums durch Lagerung, verminderte Leberblutung, gesteigerte Belastung der Haut, langsamerer Substanzverlust, gesteigerte Empfindlichkeit vor allem im Zentralnervensystem, Wechselwirkungen bei Polypharmazeutika (somatische Drogen) und Alkoholmißbrauch sowie gesteigerte Mortalität bei früh einsetzenden Süchtigen werden beobachte.

Ein entsprechendes Feingefühl der pflegenden und begleitende Person sowie Kenntnisse über Beschwerden, Wahrnehmungen und Handlungskompetenz bei der gezielten und fachgerechten Erfassung erlauben es, frühzeitig die notwendigen Maßnahmen einleiten. Eine frühzeitige Erkennung und Intervention bei Älteren ist sowohl als Zugewinn an Wohnqualität als auch aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll, da sie Kosten im Gesundheitswesen einsparen kann.

Früherkennungs- und Pflegekonzepte für pflegebedürftige Senioren sowie geeignete Arbeitsmittel helfen Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege, zielgerichtet vorbeugend zu wirken oder Süchtigen eine gute Behandlung, Versorgung und Unterstützung zu bieten. Die OnlineRichtlinie des Zentrums zur Vorbeugung von Alkoholexzessen und Medikamentenmissbrauch dient dazu, problematische Alkohole und Arzneimittelkonsum bei Älteren früh zu identifizieren und - wo notwendig - Maßnahmen einleiten.

Senioren wissen oft nicht einmal, dass sie eine Möglichkeit haben, ihr suchterzeugendes Verhalten in ihrem Lebensalter zu ändern. Die Angehörigen sollten auch informiert werden, da sie eine bedeutende Rolle bei der Vorbeugung und frühzeitigen Erkennung von Suchtkrankheiten, aber auch bei der Therapie spielen und den Bewohnern und dem Pflegepersonal helfen können.

Zu wissen, was Suchtprobleme sind und was nicht, die Gefahr des Alkoholkonsums und der Einnahme von Medikamenten und dass Sucht zu behandeln ist, wirkt sich günstig auf die Älteren aus. Laut Untersuchungen ist die Therapie von Suchtkrankheiten im Alter besser oder zumindest genauso gut wie bei Menschen im Erwachsenenalter. Die folgenden Punkte bei der Therapie von Senioren mit Abhängigkeitsproblemen sind oft wenig bekannt:

Die Beherrschung im hohen Lebensalter (niedrige Dosierung) erscheint einfacher. Eine versteckte Reduzierung des Medikaments (mit seiner Zustimmung) ist für den Arzt oft Sinn. Die Verlangsamung des Stoffwechsels (und damit eine höhere Dosisabhängigkeit ), Abstinenz durch Krankheit, weniger sozialer Zwang zum Trinken usw. fördern einen Rückgang des Konsums im hohen Lebensalter, aber die Mortalität ist deutlich ausgeprägt.

Ähnlich sieht es bei Arzneimitteln aus: Das Benzodiazepinrisiko erhöht sich mit zunehmendem Lebensalter merklich. Obwohl der Konsum unter anderem aufgrund der erhöhten Begleiterscheinungen abnimmt, leidet etwa die HÃ?lfte der Benzodiazepin-SÃ?chtigen unter einer geringen DosisabhÃ?ngigkeit (indirekte Dosiszunahme aufgrund des langsameren Abbaus). Oft kann man im hohen Lebensalter eine Verharmlosung (oder Ablehnung der Abhängigkeit) miterleben.

Aber nicht nur bei Älteren ist dies der Fall. Bislang widmet das Magazin drei Themen dem Themenkomplex Abhängigkeit im Alter: Leitlinien für Mitarbeiter und Führungskräfte aus Senioreneinrichtungen. Frühzeitige Intervention in Einrichtungen für ältere Menschen.

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