Arbeiten im Betreuten Wohnen

Unterstütztes Wohnen

Carsten Misamer und sein Team begleiten acht bis zehn junge Erwachsene gleichzeitig im betreuten Wohnen. "In einem ersten Gespräch zeigen wir den Jugendlichen, wie wir arbeiten und ob jemand bereit ist, von diesem Angebot, das stark auf Selbstständigkeit basiert, Gebrauch zu machen. Spaß an der Arbeit für Sozialpädagogen oder HEP. Begleitetes Wohnen mit Herz gemeinnützig UG (haftungsbeschränkt). Beiz Büttenhardt - BWA Betreutes Wohnen und Arbeiten - Pferde Paradies.

Betreute Wohnungen

Diese Angebote richten sich an Menschen mit kognitiver Behinderung, die sehr unabhängig sind und es wagen, allein oder in kleinen WGs in einer dezentralen Ferienwohnung zu wohnen. Es werden im Kontext der persönlichen Förderung Mittel und Mittel zur Stärkung der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins auf der Grundlage vorhandener Mittel und Handlungsfähigkeiten erprobt.

Dieser Wohntyp ermöglicht auf der einen Seite viel Eigenständigkeit und Autonomie, auf der anderen Seite aber auch die Sicherung einer kompetenten Betreuung.

Projektarbeiten im Bereich Betreutes Wohnen. Freizeitgruppenentwicklung

Mit dem Aufbau von Erholungsgruppen am Beispiel des "offenen Treffens" zu Beginn der 1970er Jahre besteht Aktionsbedarf, um die Beherbergung von Patientinnen und Patienten in der Psychiatrie zu verbessern. Pflegebedürftige, die keine medizinische Versorgung mehr brauchten, wurden zunächst zu Hause untergestellt. Weil diese Unterkünfte den damaligen Patientinnen und Patienten keinen ausreichenden Wohnraum bieten, wurden Ende der 1970er Jahre immer mehr Formen der ambulanten Versorgung geschaffen.

Mein betreutes Wohnen, in dem ich mein Praktikum absolviert habe, ist in der Westfälische Landesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik u. Neurologe in Gütern. Das Betreutes Wohnen hatte bis Ende 2002 seinen Sitz in der Nähe des Klinikgeländes in der Hermannschen Simonstraße. Anfangs Nov. sind wir in die Dorotheenstrasse 44 umgezogen, die ca. 6 Kilometer von der Praxis enfernt ist.

Das neue Haus ist nun als stationäres Heim gedacht, das direkt mit dem betreuten Wohnen in dem ich mein Referendariat absolviert habe, verknüpft ist. Mit der neuen Anlage hat der "Grundstücksverein für Gemeinschaftspsychiatrie ", der in der Vergangenheit die Appartements für die Kunden des Betreuten Wohnen vermietet hat, seinen Firmennamen umbenannt. Bei dem Betreuten Wohnen, in dem ich mein Projektspraktikum absolviert habe, handelt es sich um ein langjährig angelegtes und bindend abgestimmtes Ambulanzangebot, basierend auf den Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BSHG) 39/40 der Integrationshilfe u.a. Hilfe zum Selbstbewohnen.

Dabei ist das Leistungsangebot stets auf die Bedürfnisse des Kunden ausgerichtet. Zusammen mit dem betreuten Wohnen und dem Kunden wird ein individuelles Hilfskonzept erarbeitet. Die Belegschaft des Betreuten Wohnen besteht aus: einer Pflegekraft einer Pflegekraft, 4 Sozialarbeitern und Sozialpädagoginnen und einem einjährigen Praktikanten. Neben dem einjährigen Auszubildenden haben sie durchschnittlich ca. 12 Kunden zu versorgen.

Sie arbeiten tagtäglich im Verhältnis 1:3 und sind darüber hinaus abwechselnd für den Nachtdienst verantwortlich. Hilfestellung bei Auseinandersetzungen im Wohnumfeld, bei der Arbeit, mit Verwandten und Bekannten uvm. Der Kundenkreis des Betreuten Wohnen umfasst Menschen mit einer Vielzahl von Psychiatrie-Erkrankungen (Psychosen, Personenstörungen, schwere Neurosen, seelische Erkrankungen mit Sekundärabhängigkeit, Verhaltensstörungen) und Menschen mit schweren seelischen und/oder seelischen Beeinträchtigungen.

Der zu betreuende Klient lebt meist selbstständig in Ein- oder Zweizimmerwohnungen, in einer Gastfamilie oder in einer Mehrfamilienwohnung. Vor Beginn meines Projektes im Betreuten Wohnen und dem Kennenlernen des Arbeitsfeldes und der Kunden in den ersten 2 Wochen habe ich immer wieder festgestellt, dass es ein großes Manko im Freizeitbereich gibt.

Das liegt zum Teil an den Kunden, die nicht wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen und die schwierig zu begeistern sind, aber auch an der kurzen Zeit, die den Supervisoren zur VerfÃ?gung steht. Wie sich herausstellt, haben viele der Kunden den Tag damit verbracht, allein zu Haus zu sein und nichts zu tun.

Allerdings haben einige der Kunden angegeben, dass sie ihre freie Zeit mit Freizeitaktivitäten ausfüllen möchten. Aber da ich die Kunden kaum kenne und noch weniger in der Lage war, in dieser knappen Zeit eine Geschäftsbeziehung zu ihnen aufzubauen, war es mir ein Anliegen, ein solches Vorhaben mit einem versierten Angestellten durchzuziehen.

Im Ambulatorium der Westfalenklinik, mit der das Assistierte Wohnen in enger Zusammenarbeit steht, lernte ich dann von einer Krankenschwester Herr Ober. Er hatte mehrmals probiert, Freizeitreisen zu veranstalten, aber seine Mitarbeiter waren zu beschäftigt und hatten keine Kapazität mehr, so dass die Vorstellung zerbrach. So entstand die Vorstellung, einen "offenen Treffpunkt" vorzuschlagen.

Es war unser Ziel, den Patientinnen und Patienten einmal pro Woche 1-2 Std. Zeit zu geben. In gemütlicher Atmosphäre sollten sie die Chance haben, über alles, was ihnen am Herzen liegt, zu sprechen oder eine Tasse Kaffe in Begleitung zu haben.

Die Freizeitausflüge sollten dann einmal im Monat durchgeführt werden. Alle Patientinnen und Patienten konnten an diesen Reisen, aber auch an der "offenen Sitzung" teilhaben, unabhängig davon, ob sie stationär/stationär oder stationär behandelt wurden. Für uns war es uns ein Anliegen, keine Patientinnen und Patienten auszusondern. Das " Open Meeting " und die Freizeitreisen wurden so gut angenommen, dass ich zusammen mit dem Auszubildenden ein zweites Teamangebot entwickelt habe.

Dabei hatten die Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen und Fertigkeiten im Bastel- und Spielbereich einfließen zu lassen und zu nutzen. Zusätzlich zu diesen beiden Gruppen habe ich einen Angestellten aus dem betreuten Wohnen in der individuellen Betreuung eines Kunden unterstützt. Bei diesem Kunden ging ich einmal pro Woche shoppen, habe ihn zu Büros, Arztpraxen etc. begleitet.

Während meines gesamten Praxissemesters habe ich ihn betreut, er nahm auch an den Ausflügen teil. Die Entwicklung einer Erholungsgruppe im Psychiatriebereich und die damit verbundenen Etappen schildere ich auf der Grundlage der "offenen Begegnung" unter Ziffer 4.

Die freie Zeit ist deutlich anders als die Arbeitszeit, die mit einer bestimmten Pflicht einhergeht und als unerfreulich wahrgenommen wird. "Anders als bei der Arbeit kann jeder in seiner freien Zeit machen, was er will." Aus diesem Freizeitklischee werden Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen, unangenehme Zustände verbannt "Freizeitaktivitäten werden nach dem Vergnügungsprinzip gestaltet, und zwar ganz unwillkürlich und leidenschaftlich" (Eck 1996, S. 26).

Wir alle kennen jedoch die Grenzen unserer Zeit. Das alltägliche Leben eines jeden von uns birgt also seine Pflichten, die wir in unserer freien Zeit erfüllen müssen, wie Einkaufen, Essen, Wäschewaschen, Hausreinigung und dergleichen. Doch auch die Anforderungen der Gesellschafter oder die familiären und sozialen Pflichten (Geburtstage, Partys, etc.) verringern die freie Zeit jedes Individuums.

Die Freizeitgestaltung ist sehr vielfältig und kann ganz persönlich gestaltet und wahrgenommen werden, wodurch die Entfaltung und Qualität des Lebens jedes Menschen gefördert wird. Einige andere Patientinnen haben schlichtweg keine Wünsche und haben wenig Lust auf mehr. Mit der strukturellen Armut, die die Erholung mit sich bringen kann, ist für sie oft eine schwierige Zeit, die sie als Belastung und Leerheit empfinden.

Somit kann die freie Zeit zu einer Problem-, Erfahrungs- und Erinnerungszeit für eigene Ausfälle werden. Zugleich empfinden viele Patientinnen und Patienten aber auch den Willen zu zufriedenstellenden Erfahrungen, die sie unter anderem in ihrer freien Zeit erleben können. Der Freizeitbereich kann jedoch bei den Betroffenen oft lebensverlängernde Ausmaße annehmen. Ich beobachtete während meines Projekts, dass einige Patientinnen und Patienten, nachdem sie für eine freie Zeit angeregt worden waren, später den Willen zur Mitarbeit hatten und auch ihre eigenen Vorstellungen und Vorstellungen für die kommende Erholungsgruppe erarbeiteten.

Dadurch können die alten Erlebnisse und auch die individuellen Kompetenzen der Betroffenen wieder angeregt werden. Mit dem " Open Meeting " startete die Entstehung der Freizeit-Gruppe am Beispiel des " Open Meeting " Mein Freizeit-Projekt im Betreuten Wohnen. Ich habe, wie bereits erwähnt, das "offene Treffen" zusammen mit der Krankenschwester Herr A. aus der Ambulanz der Klinik organisiert.

Wir haben uns bei unserem ersten Gespräch gefragt, was wir mit unserem Vorschlag bewirken wollen und an wen dieses Vorhaben gerichtet werden soll. Es war unser Wunsch, Kunden zu finden, die wenig sozialen Kontakt hatten und nicht wußten, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen sollten. Selbstverständlich konnten auch alle anderen Patientinnen und Patienten mitmachen.

Unserer Ansicht nach sollte die Arbeitsgruppe die Patientenkontakte untereinander stärken oder sogar anregen. Eine weitere wichtige Hürde war die Organisation von Freizeitausflügen aus dieser Reisegruppe. Es war uns ein Anliegen, dass die Patientinnen und Patienten dies möglichst selbst tun. Wir haben an die Freizeitreisen gedacht, um die Patientinnen und Patienten aus ihrem Krankenhausalltag zu "entführen".

Sie waren die meisten Zeit ihres Bestehens von der Praxis und ihrem Alltagsleben umringt.

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