Barrierefreie Schwelle nach Din 18025

Sperrschwelle nach DIN 18025

Die zweite Auflage ihres Buches "Barrierefrei - Bauen mit Zukunft" ist vor kurzem erschienen - pünktlich zur Entscheidung der DIN-Kommission, die überholte DIN 18025 zum barrierefreien Bauen zu überarbeiten. Die DIN 18195 "Bauwerksabdichtung" regelt seit 2000/2004 Türschwellen auf gleichem Niveau. Dennoch bieten die meisten Türzargenprofile auch 2009 noch keine konstruktiven Vorrichtungen, um die Abdichtung nach den Regeln der DIN 18195 zuverlässig abzudichten. Einbaufähige Wohnungen, Wohnungen für Rollstuhlfahrer; Planungsgrundlagen.

Schwellen werden nicht nur im Alt- und Behindertenbau sowie in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden eingesetzt.

Straffung der DIN-Norm für barrierefreies Arbeiten

Bei den schwellenlosen Übergängen sind zwei freiliegende Permanentmagneten und die entsprechenden Pendants im Fußboden an der Türunterseite eingelassen. Bisher galt es, "barrierefreie" Bauten für behinderte und ältere Menschen zugänglich zu machen und ihnen so wenig wie möglich Steine in den Weg zu legen - eine vergleichsweise unklare Leitlinie.

Durch die Änderung der DIN 18040 für den öffentlichen und seit neuestem auch für den privaten Bereich werden die Anforderungen verschärft: So sollen alle Hauptzugänge stufenlos und ohne Schwelle zugänglich sein und die unteren Türbänder sind nicht mehr zulässig. Lediglich in Sonderfällen dürfen die Schwellenwerte höchstens zwei cm hoch sein. Das sind keine idealen Lösungsansätze, sind sich Fachleute wie die Architektin Ulrich Raus und der Architekt Professor Dr. med. Lothar M. March einig.

5 mm - für Menschen im Rollstuhl und Senioren kann schon eine so kleine Schwelle zum Stolperstein oder gar zum unüberwindlichen Hemmnis werden. "Barrierefreiheit heißt für alle bauen", sagt Bauherrin Ulrich Rau. Die zweite Ausgabe ihres Buchs "Barrierefrei - Bauen ist gerade rechtzeitig zur Entscheidung der DIN-Kommission, die überholte DIN 18025 zum Thema Barrierefreiheit zu revidieren, veröffentlicht worden.

Das bedeutet, dass niedrigere Türscharniere und Türschwellen mit einer Bauhöhe von zwei Zentimeter nur noch erlaubt sind, wenn dies aus technischer Sicht unvermeidbar ist. Die starke demographische Entwicklung in Westeuropa ist laut Prof. Dr. Lothar Márx, Vorstandsmitglied des Normungsausschusses für das barrierefreie und betreute Leben in München, ein wesentlicher Anlass für die Änderung der Richtlinie.

Sie können davon ausgehen, dass mehr als 90 prozentig zu Haus versorgt werden", sagt er. "Barrierefreies Konstruieren wird daher in den nächsten Jahren zu einer wesentlichen gestalterischen Herausforderung. "In nichtprivaten Bereichen ist der Zugang zum Boden zur Norm geworden, zum Beispiel in den Bereichen öffentlicher Verkehr und Flughafengebäude. "Im Privatwohnungsbau wird das Objekt aber nach wie vor von vielen Betreuern als Geist und unlösbar angesehen", so Martin Becker.

"Gute konstruktive Lösungsansätze werden immer noch gemieden, obwohl ihre Funktionalität seit langem bewiesen ist, sagt er. Dabei werden zwei freiliegende Dauermagnete in das Aluminium-Bodenprofil und die entsprechenden Pendants an der Türunterseite eingebaut. Bei geschlossener Türe werden die Bodenmagneten nach oben geschoben, um die Lücke auch ohne Schwelle vollständig zu schliessen.

"Wichtig ist auch, dass das Oberflächenwasser und das Fassadewasser so rasch wie möglich und ohne Stauwasser aus dem Eingang abgeleitet wird", erläutert der Architekt Raus. "Besonders bei Matsch durch Tauwasser oder plötzliche Regenfälle empfiehlt sich bei Abdichtungen unter fünf Zentimeter Höhe eine Ablaufrinne gemäß Flachdachverordnung. Grobschmutz wird bei geschlossener Türe nach aussen abgewischt.

Unter der Türinnenseite verhindert eine Versiegelung aus EPDM-Material den Durchzug. Für Spezialkonstruktionen auf gleicher Höhe, die je nach Montagesituation und Position der Türen auch von Schreinereien gefertigt werden, sind immer weitere Massnahmen zum Schutz der Schwellenenden vor Wasserverschmutzung vonnöten. "Verantwortungsvolles Konstruieren heißt, für alle Menschen gleich zu bauen", sagt er.

Anstelle von speziellen, separaten Lösungsansätzen für Menschen mit Behinderung oder anderen Restriktionen wird das Themenfeld "integratives Bauen" zunehmend zum selbstverständlichen Teil der Gebäudeplanung. "Zum Beispiel können im Vorfeld gemiedene Grenzwerte helfen, Stürze zu vermeiden", erläutert er. Ungeachtet der nach wie vor vorhandenen Bedenken ist sich der Architekt zudem bewusst, dass die ebenerdigen Durchgänge und Eingänge auch im Privatwohnungsbau bald zur Norm werden, sowohl für Wohnraumtüren als auch für Aufzüge, Balkone, Terassen, Logen und Duschräume.

"Aber nicht nur für Menschen mit Rollstuhl fehlen Hindernisse", sagt er. Aber auch für Ältere mit Seh- und Wahrnehmungsstörungen oder eingeschränkter Wahrnehmung bedeutet eine Verbesserung der Gebäudequalität mehr Unabhängigkeit und Entlastung im Alltag: "Schwellenfreier Zugang kann den Lebenskomfort der Benutzer deutlich steigern - egal, zu welchem Personenkreis sie gehören.

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