Bedeutung Wohnen für menschen

Die Bedeutung des Lebens für die Menschen

Diese reichen vom Aufenthalt in der alten Wohnung bis hin zum Einzug in eine Wohnanlage speziell für ältere Menschen. Das Wohnen ist generell von zentraler Bedeutung für das körperliche und geistige Wohlbefinden. Wohlbefinden und für die soziale Integration der Menschen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung zu. Für ältere Menschen ist das Wohnumfeld besonders wichtig, da die Mobilität mit dem Alter abnimmt und die "Umweltabhängigkeit" zunimmt.

Einflüsse der Wohnungssituation auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen

7.3. 1 Beurteilung der Wohnungssituation 1 durch M. 7.3. 2 Beurteilung der Wohnungssituation 2 durch D. 7.3. 3 Beurteilung der Wohnungssituation 3 durch K. 7.3. 4 Beurteilung der Wohnungssituation 4 durch M. K. 7.3. 4 Die Wohnungssituation von Menschen mit geistigen Behinderungen hat sich in den vergangenen 100 Jahren fortlaufend gewandelt.

Durch das in den 1960er Jahren in den skandinavischen Ländern formulierte und praktizierte Normalisierungsprinzip wurden auch in der Bundesrepublik kleine Wohnanlagen mit regionaler Bezugnahme geschaffen. Dieser Trend setzte sich in den 1980er Jahren mit den Integrationsanstrengungen der Elternvereinigungen fort und ermöglichte insbesondere den verhältnismäßig selbstständigen Bewohnern[1] den Einstieg in gemeinschaftsintegrierte Formen des Wohnens, die mehr Spielraum für eine selbstbestimmtere Lebensweise bieten.

Das hat sich positiv auf das Lebensumfeld psychisch kranker Menschen ausgewirkt. Neben den allgemeingültigen Leitsätzen hat sich seit den frühen 1990er Jahren eine neue Leitlinie etabliert: das Leitbild der Wohnqualität. Das Konzept der Wohnqualität ist inzwischen von entscheidender Bedeutung in der Auseinandersetzung mit Entwürfen und Zielen der sozialen Dienste.

Sozialhilfegesetz ist die Lebens- und Arbeitsqualität im Rahmen des Qualitätsmanagement als Zielwert für die sonderpädagogische Förderung definiert. Experten sind sich einig, dass die Qualität des Lebens aus einer sachlichen und einer persönlichen Dimension besteht. Wenn man die Qualität des Lebens in unterschiedlichen Lebensformen angemessen bewerten will, braucht man neben den Angaben der Benutzerinnen und Benutzer zusätzlich subjektive Standards, die die subjektive Sichtweise untermauern.

So kann man Wohnqualität als den Bezug zwischen objektiver Lebenssituation und subjektiver Befindlichkeit deuten. Das Design der Hilfe im Lebensbereich hat einen noch größeren Einfluss auf das Wohnen von Menschen mit geistigen Behinderungen, je mehr sie davon abhängig sind. Ein direkter Bezug zwischen der Wohnungssituation bzw. der Wohnqualität von Dienstleistungen und Angeboten und der Wohnqualität der Anwohner kann daher vorausgesetzt werden.

Inwiefern beeinflusst die Lebenssituation von Menschen mit geistigen Behinderungen ihre Umwelt? Im zweiten Teil wird die Bedeutung des Wohnens für die Menschen untersucht. Basierend auf dem Umweltmodell von Bronzebrenner (1981) werden biologisch-physiologische, psychologische und gesellschaftliche Bedürfnisse entwickelt, deren Erfüllung für das menschenwürdige Leben von Menschen ohne und mit Behinderungen ebenso entscheidend ist.

Das dritte Teil behandelt die Begriffsbestimmung und Begrenzung der Gruppe der Menschen mit so genannten psychischen Behinderungen, die aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas " psychische Behinderungen " nicht ohne Probleme ist. Die Präsentation des ärztlichen, seelischen, pädagogischen und rechtlichen Vorgehens zeigt, dass sich das Image von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung verändert hat.

Das 4. Teil gibt einen historischen Abriss über die Leitgedanken und Grundsätze des Lebens für Menschen mit geistigen Behinderungen. Das neue Paradigma der Wohnqualität wird in Abschnitt 5 diskutiert. Lebensfreude wird als Resultat objektiver Lebensverhältnisse und subjektiven Wohlbefindens begriffen. Basierend auf unterschiedlichen Konzepten der Wohnqualität aus der Literatur wird ein 4-stufiges Lebensqualitätsmodell entwickelt, das für diese Arbeiten gelten soll.

Darüber hinaus werden Qualitätsnormen, Qualitätskontrolle und die spezielle Bedeutung der Benutzerkontrolle diskutiert. Wie sich unterschiedliche Lebenssituationen auf die Qualität des Lebens auswirkt, darüber gibt Ihnen das 6. und 6. Anschließend erfolgt eine externe Bewertung, in welchem Umfang die jeweils sachlichen Voraussetzungen für eine hohe Wohnqualität sorgen. Das 4-stufige Lebensqualitätsmodell, das in Kap. 5.9 entwickelt wurde, bildet den Referenzbestand.

Es geht darum, die Qualität des Lebens in den gewählten Lebenssituationen aus der Perspektive der Benutzer zu bestimmen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, welche Lebensbedingungen Menschen mit geistigen Behinderungen besonders berücksichtigen. Aus diesen Erkenntnissen können Handlungsempfehlungen für die praktische Anwendung abgeleitet werden. "Nach Sacks Worten repräsentiert das Leben eine spezielle menschliche Dimension" (Sack 1997, 193).

Wie wichtig die soziale Bedeutung ist, zeigt die Tatsache, dass der eigene Hausbesitz für viele Menschen von besonderem Nutzen ist. Wohneigentum und Wohnort sind ein Indikator für den gesellschaftlichen Stand. Leben heißt, einen Ort zu haben, von dem aus die alltäglichen Pfade beginnen und zurück führen. Das Leben ist mit den Gefühlen der Heimat und damit mit den Wurzeln des Menschen in der Erde verbunden" (Weinwurm-Krause 1999, 15).

In diesem Sinn ist das Zuhause der zentrale Bereich des menschlichen Lebens. Das Wohnen stellt sich als ausschlaggebender Baustein in der Fragen der Wohnqualität dar. Zusammengefasst gibt es einen engen Zusammenhang zwischen den Lebensbedingungen und der Qualität des Lebens. In der Lebenspsychologie geht es um die Wechselwirkungen des Menschen mit seiner Umgebung. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass "Wohnen.... so vielschichtig verstanden werden kann wie Zuhause sein, das in der ständigen Anspannung und dem Zusammenspiel von Wohnen und gesellschaftlicher Mitsprache liegt.

Das schließt Selbstrespekt, Selbstbewusstsein, den Willen zur Selbständigkeit und Befreiung und den Respekt anderer Menschen ein. Das Ausdrücken und Entwickeln der eigenen Kräfte ist menschlich (vgl. dazu auch: Maschlow 1978 in der Ausgabe 1998, 33). Wenn man die Ergebnisse von Max M. W. auf das Leben überträgt, kann man die verschiedenen Bedarfe in drei Gruppen unterteilen, die sich wechselseitig beeinflussen, d.h. nicht separat betrachtet werden können (vgl. Weinwurm-Krause 1999).

Das Appartement gibt den Menschen Stabilität und Geborgenheit, es ist der Platz, an den sie immer wiederkehren. Ändern sich Lebensraum und Lebensumfeld ständig, so hat dies negative Auswirkungen auf die "psychologische Lage, das betrifft sowohl den Wandel des Raumes als auch den Wandel der Betreuer" (Thesing 1998, 37).

Eine Heimat ist dann gegeben, wenn die Umwelt, wie die Menschen, an die man sich angebunden sieht, beständig bleibt. Wird nach einigen Tagen / Woche die Unterkunft nach eigenen Wünschen ausgestattet und man lernt Mensch und Umwelt besser kennen, steigt das Wohlergehen und entwickelt Solidarität und Heimatgefühle. Das Appartement ist daher eine Möglichkeit, sich zu präsentieren und Freunde, Bekannte, Nachbarn und andere Menschen zu präsentieren, wer Sie sind oder wie Sie gern wahrgenommen werden möchten.

Im Spannungsfeld zwischen Schirmung, d.h. Privatsphäre und Kommunikationsbedarf, ergibt sich ein Zusammenspiel, das den Menschen die Chance gibt, sich selbst als soziale Lebewesen zu erleben[2]. Dies hat Auswirkungen auf den Lebensraum und seine Teilung. Als " intimer Raum oder privater Raum, individueller Raum " (Räume für persönliche Hygiene und persönlichen Lebensraum), "gemeinsamer Raum" (Wohnzimmer, Speisezimmer, zum Teil auch Sanitärbereich) und "halböffentlicher Raum" (Eingang, Flure) (ebd. 1998, 41).

Der halbstaatliche Sektor hat bei Weinwurm-Krause (1999, 22) einen hohen Stellenwert, insbesondere für Menschen, die überwiegend zu Haus sind, wie z.B. Senioren und Heimbewohner. In den vorangegangenen Bemerkungen wird klargestellt, dass die Befriedigung der Wohnbedürfnisse zu einer deutlichen Steigerung der Wohnqualität führt. Leben ist ein grundlegendes Bedürfnis aller Menschen, aber die einzelnen Befriedigungsmöglichkeiten sind unterschiedlich.

Je nach Typ und Schweregrad der Beeinträchtigung benötigt das Zusammenleben von Menschen mit geistigen Behinderungen Hilfe und Unterstützung. Der Wohnbedarf ist gleich, ob eine Person nun körperlich oder geistig Behinderter ist oder nicht. Wenn man sich die gegenwärtige Wohnungssituation von Menschen mit geistigen Behinderungen anschaut, erkennt man, dass ausländische Kontrolle eine essentielle Bedeutung hat.

Darüber hinaus gibt es beträchtliche Restriktionen durch die Verankerung von Wohnraum. Darüber hinaus haben Menschen mit Behinderungen kaum die Gelegenheit und Gelegenheit, ihre Anliegen selbständig und souverän zu formulieren und umzusetzen. Sie sind immer wieder mit anderen Menschen in Kontakt, wie zum Beispiel mit dem Miteinanderleben?

Zur Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung: - Können die Nutzer ihre eigene Umwelt entwerfen, z.B. Fotos einhängen, Tapete wählen und Mobiliar kaufen? Ist es möglich, mit einem Lebenspartner zusammenzuleben? Eine davon ist der Wille zur Darstellung und zum Nachweis des gesellschaftlichen Status: - Ist das Heim von aussen als Institution für Menschen mit Behinderung erkennbar?

Und was sagt das über das entsprechende Bild des Menschen aus? Diese Fragestellungen sind ein Leitfaden für die Verwirklichung eines menschenwürdigen Lebens für Menschen mit Behinderungen. Mit ihrer ehrlichen Antwort könnte ein erster Baustein sein, um den Prozeß der Bedarfsorientierung voranzutreiben und damit die "Zielperspektive Lebensqualität" (Seifert 1997a, 78) in den Fokus zu stellen.

Mit den Lebensbedingungen von Menschen mit geistigen Behinderungen beschäftigt sich der Künstler in einem differenzierteren Essay (1982). Sie basiert auf der philosophischen Ethnologie, die keine besonderen Kategorien von Menschen kennen, nach denen eine Invalidität nichts anderes ist als eine Standardvariante der menschlichen Lebensweise, die nur verstärkter Hilfe bedarf. Er schlussfolgert daraus, dass das Leben von Menschen mit geistigen Behinderungen unter den Aspekten eines menschenwürdigen Lebens zu erwägen ist.

Da Menschen mit psychischen Behinderungen laut ?peck "extrem psychologisch empfindlich auf abnormale Lebens- und Wohnverhältnisse reagieren und daher besonders gefährdet sind" (ebd., 1982, 9), ist es erforderlich, dass Familienmitglieder und Pflegerinnen und Pfleger Eigenverantwortung wahrnehmen und damit den Mangel an Selbsthilfekapazität aufgrund von Behinderungen ausgleichen. Das Leben von Behinderten kann für ihn nur dann erfolgreich sein, wenn eine Normalisierung[6] des Lebens aufrechterhalten wird.

Normiertes Wohnen heisst für ihn "in die Gemeinschaft integriert leben" (a.a.O., 13). Normales Wohnen heisst auch, dass es kein Wohnungskonzept für Menschen mit geistigen Behinderungen gibt. Kein Standard wird jedem Menschen gerecht, denn der Mensch ist von Haus aus einmalig. Sie können zum Beispiel mit Ihrer Gastfamilie, in einer ambulanten Lebensform, in einer Gruppe von betreutem Wohnen, einer Herberge oder einer dörflichen Gemeinschaft leben.

Die Erfahrung der Vergangenheit[8] hat ergeben, dass die gemeinsame Aufnahme aller Menschen mit Behinderungen in großen Einrichtungen mit dem Wesen einer "Pflegefabrik" eine Missachtung ihrer menschlichen Würde bedeutet. Dabei ist es von Bedeutung, dass die Beteiligten in die Entscheidung einbezogen werden, dass sie gefragt werden, wie und wo sie leben wollen und dass ihnen kein vorgefertigter Begriff auferlegt wird.

Die Grundproblematik des normalisierten Lebens für Menschen mit geistigen Behinderungen erkennt er in der Differenz zwischen eigenen Ansprüchen und Systembeschränkungen. Zur Lösung dieses Konflikts ist eine offene Auseinandersetzung erforderlich, in der alle einschlägigen Belange ausreichend Berücksichtigung finden (vgl. dazu auch die Ausführungen von Herrn Dr. med. Speck 1982, 14). Wenn der Begriff "geistige Behinderung" untersucht wird, treten die semantischen Nachteile auf.

Zudem ist "Geist" kein Ausdruck, der auf wissenschaftlicher Ebene operationalisiert werden kann, da es dafür viele verschiedene Ausprägungen gibt. Nichtsdestotrotz hat sich der Ausdruck "geistige Behinderung" in der Berufswelt etabliert, weil er werteneutraler ist als seine Vorläufer " Dummheit ", " Dummheit " und " Unsinn ". Und das nicht nur, weil es auf die Begründer des Vereins " Lebensshilfe für das geistliche Behindern der Menschen mit geistlicher Behinderung ( "Lebenshilfe für Menschen mit geistlicher Behinderung") zurück geht.

Wenn man über die Lebens- und Wohnqualität von Menschen mit geistigen Behinderungen nachdenkt, stellt sich die Fragestellung nach der Begriffsbestimmung dieser Gruppe von Menschen. Wie ist eine psychische Beeinträchtigung und was sind Menschen, die als psychisch Behinderte beschrieben werden? "Der Gebrauch von Bezeichnungen wie'behindert' und'behindert' in der Alltagssprache deutet auf eine Deutlichkeit der Bedeutungen hin, die - wie sich bei genauerer Prüfung bald herausstellt - in dieser Gestalt keinesfalls vorhanden ist" (Häußler 1996, 21).

Er ist im Alltag sehr unabhängig, macht viel mit seiner Frau. Seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet er im Kindergarten einer Behindertenwerkstatt (WfB) selbst. Er wurde von seinen MitbewohnerInnen in den Heimatbeirat berufen, wo er die Interessen der Vereinigung vertritt.

Er wird als psychisch Behinderter beschrieben. Er wird auch als psychisch Behinderter angesehen. Die oben genannten Beispiele zeigen, dass Menschen, die als psychisch Behinderte beschrieben werden, sehr unterschiedlich sind. Es gibt keine Person mit einer geistigen Beeinträchtigung. Er wird für eine Gruppe von Menschen benutzt, die sich in der Realität als sehr unterschiedlich darstellt.

Der Begriff Invalidität besteht für ihn ( "Speck", 1997, 40) aus drei Komponenten: organischen Schädigungen des zentralen Nervensystems, persönlichen Faktoren und sozialen Interaktionen. Mentale Retardierung kann daher nie als statisch angesehen werden. "Psychische Beeinträchtigung ist als Vorgang im persönlichen Curriculum Vitae zu verstehen" (Speck 1997, 39). In der Vergangenheit hatten die Menschen ein anderes Bild von einer geistigen Beeinträchtigung als heute.

Nichtsdestotrotz hat er sich dem Begriff der Behinderung zu nähern versucht: "Menschen werden dann als Behinderte betrachtet, wenn ihre körperliche, geistige oder spirituelle Funktion so stark eingeschränkt ist, dass ihre unmittelbare Lebensleistung oder ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen schwieriger wird" (ebd. 1999, 15). Ähnlich wie er ( "Speck", 1997, 39) betrachtet er organische/funktionale Schäden, persönliche Faktoren und gesellschaftliche Interaktionen als Einflußfaktoren.

Muss man überhaupt eine psychische Beeinträchtigung festlegen und diesen Ausdruck dann einer Gruppe von Menschen zuordnen? Verständlich, dass gerade beim Konzept der psychischen Beeinträchtigung Zurückhaltung, Abstand und kritische Haltung entstehen, weil die im Ausdruck enthaltenen Bewertungen (Abwertungen) nicht rückgängig gemacht werden können" (Speck 1997, 41). Anhand dieser Eigenschaft (z.B. einer psychischen Behinderung) werden dem Einzelnen weitere Negativmerkmale zugeordnet, die aufgrund seiner Zuordnung zu einer gewissen Gruppe von Personen (Menschen mit psychischen Behinderungen) angenommen werden.

Daraus ergibt sich die Gefährdung, den Menschen auf das Schandfleck zu reduzieren, seine anderen Persönlichkeitseigenschaften und Begabungen werden weitestgehend ignoriert und der ganze Mensch wird entwertet (vgl. Goffmann 1975). Ein Verbot des Begriffs "geistige Behinderung" würde die Benachteiligung der Betreffenden nicht vereiteln. Ebenso wichtig ist der Umgang mit solchen Klassifizierungsbegriffen.

Die " Inhalte, die Festlegung eines Begriffs der Klassifizierung und Abweichung (ist) entscheidend für das Ausmass und die Strenge der Stigma. In der Vergangenheit führte'Schwachsinn' als'erbliche Bürde' zur erzwungenen Sterilisation, als'lebensunwertes Leben' zum Töten, als'Unfähigkeit zur Erziehung' zum Wegfall des Rechts auf Bildung, zur'Schulbefreiung'" (Speck 1997, 42). Abhängig von der Disziplin gibt es verschiedene Herangehensweisen, um das Problem der geistigen Beeinträchtigung zu behandeln und zu schildern.

Psychische Beeinträchtigungen sind nahezu immer auf Organschäden zurückzuführen. Es geht der Mediziner darum, die Ursache (Ätiologie) und die Geschichte (Pathogenese) bestehender funktioneller Störungen aufzuklären. Pränatale Schäden können genetische Mutationen (Stoffwechselstörungen), Missbildungs-/Verzögerungssyndrome, Missbildungen des vegetativen Systems (Makro-/Mikrozephalie), chromosomale Anomalien, exogene Störungen der Entwicklung und idiopathische[10] psychische Beeinträchtigungen umfassen.

Die perinatalen Folgen als Folge einer geistigen Beeinträchtigung können Geburtstrauma (Verletzungen), Luftmangel, Frühgeburten und Krankheiten des Kindes sein. Weil die Einzelsyndrome in dieser Publikation nicht weiter behandelt werden können, sei auf die Artikel von Neurohäuser / Steinerhausen (1999) und die seit 1985 in der Zeitschrift Mental Disability erschienenen Artikel verwiesen (siehe Überblick über die Fornefelder 2000, 175 f.).

Geistige Behinderungen können von psychischen Erkrankungen wie z. B. Selbstmord, Psychose, Aufmerksamkeitsstörungen, Stereotypen, Automutilitationen, Enuresis/Ausscheidung etc. begleitet sein. Mit diesen Nebenwirkungen ist nicht immer klar, ob sie auf Körperverletzung oder auf ungünstige soziale Verhältnisse wie unzureichende Wohnverhältnisse, Verwahrlosung oder Benachteiligung zurückzuführen sind.

Für die Entwicklung von psychischen Beeinträchtigungen spielt die Biologie eine große Bedeutung (vgl. dazu den Abschnitt über die Entwicklung des Fornefelds 2000, 55), einige der Krankheitsbilder sind auch erbliche. Die biologischen Vorraussetzungen " zeigen Chancen und Risiken auf, sind für eine realitätsnahe Einschätzung der Entwicklungschancen und Zukunftsaussichten wichtig" (Neuhäuser 1999, 214). Psychische und soziopädagogische Gesichtspunkte werden in der Analyse zunehmend berücksichtigt, um das Verstehen von psychischer Beeinträchtigung als komplexes Problem zu berücksichtigen.

Die 1999 überarbeitete Klassifizierung "Internationaler Klassifizierungsschema für Wertminderungen, Tätigkeiten und Beteiligungen: Ein Leitfaden für Dimension und Funktion ICIDH-2" wurde gegenüber dem Vorgängermodell von 1980 "Internationaler Klassifizierungsschema für Wertminderungen, Behinderungen und Behinderungen ICIDH" grundlegend geändert.

"Die 1980er Klassifizierung.... konzentrierte sich auf die unterschiedlichen Schäden, Erkrankungen und Behinderung, während die neue Version die gesellschaftlichen Folgen für die Menschen sieht, die sich aus den Schäden ergaben. Entscheidend sind nicht mehr die Mängel der genannten Personen mit negativen Bezeichnungen, sondern die persönlichen Chancen und die gesellschaftliche Mitbestimmung.

Obgleich ICIDH-2 tatsächlich ein Katalog von Kriterien zur Klassifizierung von Gesundheitsproblemen ist, wird Invalidität nicht mehr als Erkrankung betrachtet. Bisher konzentrierte sich die psychologische Sichtweise von psychischen Behinderungen auf die Reduzierung der Intelligenz. Psychische Beeinträchtigung besteht, wenn "deutlich unter dem Durchschnitt liegende allgemeine Intelligenz" (Speck 1997, 47) aufgedeckt wird. Als psychische Beeinträchtigung definiert der ICD-10 einen Intelligenzquotienten von 69, die amerikanische Vereinigung für psychische Defizite (AAMD) geht von deutlich geringeren Zahlen aus (IQ 52) (vgl. dazu den Bericht Fort Nefeld 2000, 58).

Ein Mensch kann nicht nur wegen seiner Intelligenz als psychisch Behinderter eingestuft werden. Darüber hinaus ignoriert die Intelligenzdiagnose, die den Intelligenzquotienten zu einem gewissen Grad mißt, einen wesentlichen Aspekt: den Prozeßcharakter der Menschen. Auch die psychische Empfindung von psychischen Behinderungen hat sich in Analogie zur ärztlichen entwickelt. Der psychisch Behinderte erhält Kompetenzen und Entwicklungschancen, die von gesellschaftlichen Gegebenheiten und Umweltbedingungen abhängt.

Für die unterschiedlichen Gebiete (Kognition, Emotionen, Verhaltensweisen, Sprach-, Interaktions-, sensorische und motorische Funktionen) werden besondere Prüfverfahren eingesetzt, um Entwicklungsstörungen und Entwicklungsfortschritte zu messen. Für die Erziehungswissenschaft sind die Resultate und Befunde der Sozialpsychologie nützlich, da sie daraus bedarfsgerechte Unterstützungsprogramme ableiten können (vgl. dazu die Zeitschrift Forum 2000, 60).

Pädagogisch versteht man unter geistiger Beeinträchtigung das Zusammenwirken von organischer Hirnschädigung, Lernschwäche, persönlicher Lebensumstände und sozialpädagogischen Normen. Sie sind in ständiger Interaktion und für den Entstehungsprozess mitverantwortlich. Dieser Vorgang hat bei Menschen mit Behinderungen oft Unregelmässigkeiten und Brüche zur Folge, die zu Verzögerungen und Verzögerungen in der Entwicklung führen. Daraus leiten sich die folgenden pädagogischen Ausrichtungen ab: "Das ist ein integrativer Ansatz:

Psychische Behinderungen gelten als eine gewöhnliche (normale) Form der menschlichen Existenz. Die Ausbildung von Menschen mit geistigen Behinderungen basiert auf den allgemeinen Bildungsanforderungen, Wertvorstellungen und Standards. Die Festlegung des Didaktischen richtet sich nach den speziellen persönlichen Wünschen und Wegen sowie nach den gesellschaftlichen Verhältnissen und Anforderungen im Sinn einer effektiven Optimierung der allgemeinen Lebenssituation" (Speck 1997, 60).

Bildung soll als "Hilfe zur Selbsterkenntnis, d.h. zur Verwirklichung des eigenen Daseins, soweit es der Mensch braucht" fungieren (Speck 1997, 57). Bildung ist Unterstützung bei der Erarbeitung und Behauptung eigener Ideen und Nöte, ist Unterstützung bei der Gestaltung eines selbst bestimmten Lebensstils (vgl. Vornefeld 2000, 67-76; Spiegel 1997, 56-62). Für den Bezug von Leistungen in den Bereichen Rehabilitation, Partizipation und Integration muss klargestellt werden, ob ein Schwerbehinderter zu dem gesetzlich definierten Kreis von Personen gehört.

Wie ist der Begriff "Behinderung" im Gesetz zur sozialen Sicherheit (SGB IX) und im Bundesgesetz über die Sozialhilfe (BSHG) zu verstehen? Der Begriff "Behinderung" wird in der Schweiz verwendet. Danach sind Menschen "behindert, wenn ihre physische Leistungsfähigkeit, ihre psychische Leistungsfähigkeit oder ihre psychische Verfassung höchstwahrscheinlich über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten von dem für ihr Alter charakteristischen Gesundheitszustand abweicht und ihre Teilnahme an der Gemeinschaft dadurch eingeschränkt ist".

Es besteht ein Invaliditätsrisiko, wenn die Wertminderung zu befürchten ist. Damit folgt der Gesetzgeber der von der Weltgesundheitsorganisation ausgearbeiteten Internationalen Klassifizierung von Funktion, Invalidität und Krankheit ILK (Internationaler Klassifizierungsstandard für Funktion, Invalidität und Gesundheit), die im März 2001 verabschiedet wurde und bisher unter dem Titel ICIDH-2[12] erörtert wurde ( "Internationaler Klassifizierungsstandard ") (siehe auch " KNITTLE 2001).

Dabei wird davon ausgegangen, dass eine behinderte Person eine Einschränkung hat, die zu einer Invalidität und zu einer Verschlechterung des Lebensstils führen kann (Handicap). Dieser Begriff wurde für den Begriff der Invalidität in 3 des Gesetzes über die Invalidität verwendet (vgl. dazu auch die Definition des Begriffs Invalidität (Lachwitz u. a. 2001, 17).

Der IKIDH wurde vor allem von Stakeholdern und Behindertenverbänden heftig beanstandet, weil er auf einem fehlenden Blick auf behinderte Menschen beruht und weil bestehende Qualifikationen und Mittel mißachtet werden. IKF oder ICIDH-2 ist nicht mehr auf Defizite ausgerichtet, sondern begreift eine Invalidität als Folge persönlicher und umweltbezogener Einflüsse, die eine Einschränkung der physischen, psychischen oder spirituellen Funktion oder Fähigkeit verursachen und als Teilnahmestörung wirken.

Nach § 2 Abs. 1 Satz 1 BGB ist eine Person jedoch nur dann körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt, wenn ihre physische, psychische oder geistliche Verfassung "höchstwahrscheinlich mehr als sechs Monaten von dem für ihr Alter charakteristischen Gesundheitszustand abweicht". F. beschreibt eine Invalidität als "nicht nur vorübergehend" im Sinne des 39 Abs. 1 BGB, die "länger als 6 Monaten dauert" (Lachwitz u. a. 2001, 18).

Der " alterstypische Gesundheitszustand " bezieht sich auf die physischen, mentalen und spirituellen Aufgaben und Fertigkeiten, die bei Menschen in diesem Zeitalter üblicherweise auftreten (vgl. dazu auch die Ausführungen von Dr. med. Knittel 2001). Der Rehabilitationsanbieter bestimmt nach den Gegebenheiten des Einzelfalles, ob eine Invalidität oder eine bevorstehende Invalidität im Sinn von 2 Abs. 1 S. 2 S. 2 S. G. A. liegt.

Das Unternehmen wollte sich nicht wesentlich ändern. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei einer geistigen Beeinträchtigung um ein vielschichtiges Problem handelt. Die Behinderten entstehen im Spannungsgebiet zwischen einzelnen Einflussfaktoren und Umgebungsbedingungen. Psychische Behinderungen können daher nie starr sein, sondern ändern sich mit den Zeitabschnitten. Unabhängig von allen Anstrengungen der Fachbereiche, therapeutische und fördernde Maßnahmen zu erarbeiten, darf nicht übersehen werden, dass Behinderungen Teil der menschlichen Natur sind und nicht wegbehandelt werden können.

Mit anderen Worten: Anstatt behinderte Menschen als Gegenstand professioneller Anstrengungen zu betrachten, müssen sie als Subjekte achtet werden. Respekt bedeutet, die Beteiligten zu Wort kommen zu lassen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern und an der Entscheidungsfindung mitzuwirken, und ihnen die nötige Hilfestellung und Begleitung zu geben, um ein selbst bestimmtes Dasein zu führen. Mit den unterschiedlichen beruflichen Ansätzen kann die Gruppe der Menschen mit geistigen Behinderungen trotz der grauen Zone bestimmt werden.

Jahrhunderts wurden Menschen mit Behinderungen ausschliesslich in ihren eigenen vier Wänden betreut. Das Leben wurde von der großen Familie der Bauern oder Handwerker übernommen, der Schwerbehinderte gehört "zum Bauernhof" oder "zum Handwerksbetrieb" (vgl. dazu auch Kapitel 7). Nach dem Tod ihrer Mütter und Väter kümmerten sich ihre Kinder natürlich um ihre schwerbehinderten oder hilfsbedürftigen Mitmenschen.

Mit der zunehmenden Internationalisierung und der damit verbundenen Auflösung der früheren Familienstrukturen wurde die familienfremde Versorgung immer wichtiger. Die behinderten Menschen wurden in Betreuungs-, Zucht- und Sorgerechtseinrichtungen aufgenommen, die als Treffpunkt für all jene diente, die aus verschiedenen Beweggründen nicht in der Lage waren, in die Gemeinschaft einzugliedern.

Durch die beginnende Gesellschaftspolitik entstehen seit der Hälfte des neunzehnten Jahrhundert besondere Institutionen für den "Schwachsinnigen". Medizinal ausgerichtete Institutionen betrachteten Behinderungen als Krankheiten; der Fokus des Forschungsinteresses lag auf der Ursachenforschung und der Therapie in die Richtung "Heilung". Bildungs- und Sozialeinrichtungen konzentrierten sich auf Bildung und Werbung, während religiöse und gemeinnützige Institutionen Menschen mit geistiger Beeinträchtigung auf der Grundlage von christlichen Ideen erhielten.

Aus der Sicht der Christenliebe war die Betreuung von armen, kranken und behinderten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Außerdem wurde hinter einer Invalidität ein "Werk des Teufels" vermutet, das Segregation und Sorgerecht rechtfertigt, mit dem Verweis, dass die übrige Population vor Gefahr geschützt sei (vgl. S. 1997a, 23). Das geschichtliche Geschehen des späten 19. und frühen 20. Jh. ist durch ein gesteigertes Bewusstsein für Menschen mit geistigen Behinderungen gekennzeichnet.

Diese gesellschaftspolitische Neigung wurde durch die entsprechenden Gesetze und die daraus resultierende Legitimierung von Institutionen als behindertengerechte Wohnorte reflektiert (vgl. dazu auch die Ausführungen von Peter Pfeiffer / Schultheiß 1990, 14). Mit der Machtübernahme der Nazis 1933 wurden die früheren Konzepte zum Aufbau eines Betreuungssystems für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen zerstört.

Naturwissenschaftliche Rassenhygiene zeigt, dass es möglich ist, durch eine sorgfältige Wahl der Ehepartner über mehrere Jahrhunderte hinweg eine hoch begabte menschliche Spezies zu schaffen. Der Sozialdarwinist hatte die Lehre von der Entwicklung der Spezies durch Naturselektion und Selektierung in der Tier- und Pflanzenwelt auf den Menschen überführt. Das behinderte Menschenleben galt als unterlegen, da es nur ein Hindernis auf dem Weg zur "Optimierung" der bundesdeutschen Abstammung war.

Die wichtigsten Theorien, mit denen z.B. Hitlers Buch'Der Kampf'.... die'Ausrottung' der Erkrankten, Invaliden und Marginalisierten auslöschte. Das bereits vor 1933 praktizierte Aussondern von Bildung und Unterkunft von Menschen mit Behinderungen, Kranke und Marginalisiertem muss als Voraussetzung für die anschließende Sterilisation und "Euthanasie"-Kampagne im Dritten Weltreich gesehen werden" (Rudnick 1985, 13).

Die Institutionalisierung des 19. und 20. Jh. betrachtet er auch als eine Tatsache, die den Zugang der Nazis zu allen behinderten Menschen und deren spätere Ausrottung erleichtert hat. 8 ] Die geschichtliche Bedeutung des Lebens für Menschen mit geistigen Behinderungen wird in Abschnitt 4 ausführlich erörtert.

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