Behandlungspflege

Therapiebehandlung

Behandlungsgebühren werden von den Krankenkassen übernommen. Der Pflegedienst der Caritas kann mit der Behandlung beauftragt werden. Die Behandlungspflege umfasst medizinische Leistungen, die der Arzt nicht selbst erbringt, z.B. Verbandwechsel, Wundversorgung, Injektionen und Blutzuckermessung.

Vorraussetzung: Die Leistung muss vom behandelnden Arzt verordnet und von der Krankenkasse genehmigt werden. Unter Behandlungspflege versteht man medizinische Aufgaben, die der Arzt an den Pflegedienst delegiert.

Häufige Fragestellungen und Anworten

Schlagwort "Behandlungspflege" Ist eine zusätzliche Bescheinigung des Hausarztes vonnöten? Schickt der behandelnde Arzt einen Behandlungsauftrag per Telefax (mit ärztlicher Unterschrift) an die Einrichtung, ist keine zusätzliche Bescheinigung des betreuenden Arztes zu erteilen. Was ist die rechtliche Grundlage für die Behandlung? In § 37 Abs. 6 ZGB V und in der gemäß 37 Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 Nr. 1 Nr. 1 SGB II herausgegebenen CPM-Richtlinie ist die Umsetzung von Behandlungsmaßnahmen für die ambulante Pflege festgelegt.

Bei ambulanter Pflege kann der behandelnde Arzt ein Rezept für die häusliche Pflege z. B. für die Verabreichung von Medikamenten erteilen ( (für weitere Massnahmen siehe CPM-Richtlinien), falls medizinisch notwendig. Dies sind " medizinische Behandlungsmaßnahmen, die darauf abzielen, Erkrankungen zu behandeln, ihre Verschlechterung zu verhindern oder Symptome zu mildern, und die in der Regel an Krankenschwestern und Krankenpfleger übertragen werden können (....)".

Behandlungsmassnahmen (Heimpflege nach 37 Abs. 2 ZGB V) sichern die Behandlungsziele. Das Delegieren von Behandlungsmaßnahmen (nach GKP RL) erfordert den Auftrag des betreuenden Arztes. Mit einer so genannten HKP-Verordnung wird die Umsetzung der Behandlungsmaßnahme an einen pflegerischen Dienst übertragen.

Die Pflege zu Hause soll in der Regel im Haus des Versicherungsnehmers oder seiner Angehörigen erfolgen (Ausnahmen sind in der CPM-Richtlinie aufgeführt). Für ambulante Versorgungseinrichtungen gilt ein Recht auf Versorgung durch die Versorgungseinrichtungen nach den Rechtsvorschriften (SGB XI). Dies bedeutet, dass ambulante Pflegemaßnahmen, wie z.B. die Verabreichung von Medikamenten, verpflichtend sind.

Das Erfordernis der ärztlichen Verschreibung betrifft auch die Übertragung von Behandlungsmaßnahmen auf das Pflegepersonal in Pflegeheimen und Teilstationen. Von wem kann man sich behandeln lassen? Pflegeleistungen müssen grundsätzlich von qualifiziertem Pflegepersonal durchgeführt werden. Allerdings bestehen einige Vertragsvereinbarungen zwischen Leistungsträgern und Versicherern im Bereich der Ambulanz, wonach die Bereitstellung von Behandlungsmaßnahmen in der Servicegruppe 1 (einfache Behandlungspflege) auch durch Pflegepersonal unter gewissen Bedingungen (Ausbildung, praktische Beratung und regelmässige Überprüfung) erfolgen kann.

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