Betreuung zu Hause

Trotz Pflegebedürftigkeit zu Hause wohnen

Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Dieser Gedanke sollte auch bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit nicht in den Hintergrund gerückt werden. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, eine weitere Statistik zu erwähnen, welche vom Gfk Marktforschungsinstitut erhoben wurde und laut welcher 49,50 % aller Deutschen im Falle einer Pflegebedürftigkeit zu Hause wohnen möchten. Da stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Die Möglichkeiten zur Betreuung zu Hause bestehen heutzutage problemlos, wobei unterschiedliche Lösungen gewählt werden können.

Wohnen im Alter

Die Betreuung in den eigenen vier Wänden wäre beispielsweise durch Familienangehörige möglich. Zu diesen braucht kein Vertrauen aufgebaut werden, da es bereits vorhanden ist. Ferner herrscht ein liebevolles Verhältnis untereinander. Allerdings wären gerade einmal 48,70% der Deutschen bereit, die Pflege durch einen Angehörigen in Anspruch zu nehmen. 54,10% würden sich hingegen die Betreuung durch eine entsprechende Fachkraft wünschen. Kein Wunder, denn viele Senioren haben Angst, ihren Angehörigen zur Last zu fallen. Darüber hinaus sind auch nicht alle Angehörigen dazu in der Lage, die Pflege zu übernehmen, da beispielsweise eine eigene Familie umsorgt werden muss oder aber berufliche Tätigkeiten ausgeübt werden.

Betreuung durch eine Pflegekraft in den eigenen vier Wänden

Pflegekräfte können die Betreuung zu Hause ganz unterschiedlich und den Bedürfnissen entsprechend durchführen. Ein ambulanter Pflegedienst käme etwa in Frage, wenn die Pflegebedürftigkeit nur eine geringe Unterstützung verlangt und große Teile des Alltages weiterhin selbstständig durchgeführt werden können. Anders sieht es hingegen aus, wenn eine Ganztags-Betreuung notwendig wird. In diesem Fall empfiehlt sich die 24 Stunden Pflege, welche meist durch polnische Pflegekräfte durchgeführt wird. Hierbei wohnen die Pflegerinnen oder Pfleger im Haushalt des Betroffenen und sind somit ganztags anwesend. Alle drei Monate erfolgt ein Wechsel der Fachkraft, damit auch diese zu ihrer Familie kann.

Die Haushaltshilfe aus Polen ist in der Regel aber keine ganzheitliche Lösung. Sie kümmert sich meist um die grundpflegerischen Tätigkeiten, den Haushalt, die Mahlzeiten sowie um die Freizeit, die Einkäufe oder die Begleitung. Ferner wirkt sie motivierend auf den Pflegebedürftigen ein und übernimmt auch die anfallen Tätigkeiten im Bereich der Körperhygiene. Nicht übernommen werden medizinischen Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Gabe von Medikamenten. Hierfür ist ein zusätzlicher ambulanter Pflegedienst angeraten, der über entsprechende Berechtigungen verfügt.

Vorteile der Betreuung zu Hause

Die Vorteile der Betreuung zu Hause liegen dennoch klar auf der Hand, auch wenn einige Aufgaben nicht übernommen werden dürfen. Denn dank der Pflege in den eigenen vier Wänden ist kein Umzug in eine neue Wohnform notwendig. Der Pflegebedürftige kann also weiterhin in seinem gewohnten Umfeld wohnen und muss keinerlei Einschränkungen in Kauf nehmen. Ferner bleibt der Betroffene weitestgehend selbstständig, jedenfalls insofern, wie es der Gesundheitszustand zulässt.

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