Das Altenheim

Seniorenheim

Die Hamburger Firma "Pflegen und Wohnen" wirbt mit angeblichen Spitzenleistungen. Die Seniorenresidenz - immer noch eine "totale Einrichtung"? Untersuchung des Innenlebens von zwei Altenheimen. Eine Menge Geld für das Pflegeheim. Ausgehend von diesem Bezugsrahmen untersucht Heinzelmann die Gültigkeit des Konzepts der "Gesamtinstitution" für die heutigen Altenheime.

Sehr viel für das Altersheim - Landkreis-Nachrichten

Die Renovierung des Seniorenheims Mintraching wird nach Schätzung rund zehn Mio. EUR kosten. Vor der Verabschiedung des Beschlusses erklärte er explizit, dass er nicht gegen den Etat als solchen sei, sondern dass ihn das Thema Altenheime zu diesem Punkt führen würde. Mit einer geschÃ?tzten Reorganisationssumme von 8,5 Mio. EUR geht man nun schon jetzt davon aus, dass die Gesamtsumme voraussichtlich auf gut zehn Mio. EUR anwachsen wird.

Größter Punkt, der auf rund zehn Mio. EUR geschätzt wird, ist das Altersheim. In der Finanzplanungsperiode würden die Reserven auf die Mindestreserve reduziert und Darlehen in der Größenordnung von rund 5,7 Mio. EUR benötigt. Auch für Finanzierungszwecke war keine Rücklagenentnahme erforderlich. Das Gesamtvolumen des Budgets soll 17,3 Mio. EUR betragen.

Das entspricht einer Steigerung von rund vier Mio. EUR gegenüber dem VJ. Das Verwaltungsbudget beträgt nach Schätzung des Schatzmeisters 8,8 Mio. EUR und das Kapitalbudget 8,5 Mio. EUR. Der Hebesatz für die Boden- und Gewerbeertragsteuer beträgt 320 Punkte. Der Ertrag des Verwaltungshaushaltes ergibt sich aus 3,4 Mio. EUR Einkommensteuer, 1,6 Mio. EUR Gewerbeertragsteuer, 1,2 Mio. EUR Rückerstattungen, 700000 EUR Zuschüsse und 570000 EUR Vermögenssteuer.

Größte Ausgabenposten im administrativen Haushalt sind Personalaufwendungen von 2,5 Mio. EUR, der Bezirksbeitrag von rund 2 Mio. EUR, Subventionen an Sozialeinrichtungen von 900.000 EUR und 500.000 EUR für die Schadensübernahme des Pflegeheims. Zur Finanzierung der in bauliche Maßnahmen oder die Anschaffung von Vermögenswerten fließenden Investitionsvorhaben stehen der Grundstücksveräußerung 4,4 Mio. EUR, Beiträgen von 2,3 Mio. EUR und Zuschüssen von 1,1 Mio. EUR gegenüber.

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Das Seniorenheim - immer noch eine "totale Einrichtung"?]? Ermittlungen über das Innenleben von zwei Seniorenheimen. Im Jahr 2004 wurde die Diplomarbeit von Herrn Dr. med. Martin Heinzelmann als Doktorarbeit der Sozialwissenschaften an der Philosophischen Fakultät für Sozialwissenschaften der Uni Göttingen eingereich. Basis der Arbeiten ist eine 1996 von Herrn Dr. med. Heinzelmann in zwei Pflegeheimen durchgeführt worden.

Erhebungen bei 60 nicht betreuungsbedürftigen Heimbewohnern und Observationen in den Räumlichkeiten wurden als Methode eingesetzt. In 2002 wurde das Informationsmaterial um zwei Experteninterviews mit dem Heimleiter ergänzt, um den Änderungen in der ambulanten Pflege und Altenbetreuung seit Beginn der Krankenpflegeversicherung Rechnung zu tragen.

Heinzelmanns Bezugssystem ist das des Amerikaners und Sozialwissenschaftlers Eric Goffmann von 1961 in seinem Buch "Asyle. Zur sozialen Lage von Psychiatriepatienten und anderen Häftlingen". Am Beispiel der Psychiatrie stellt Goffmann die grundlegende Übertragbarkeit des damit zusammenhängenden Begriffs auf unterschiedliche Anstalten wie KZ, Häftlingslager, Kasernen, Spitäler, Klöster, Pensionen, Arbeitszentren und sogar Anstalten, die für die Betreuung von Menschen eingerichtet wurden, wie z. B. Kinderheime, armenische Häuser und Seniorenheime, in Frage.

Ausschlaggebend für alle "Gesamtinstitutionen" ist die Abschaffung der räumlichen Abgrenzung von Schlaf-, Spiel- und Arbeitsstätten für ihre Teilnehmenden. Betroffene müssen sich streng an die Vorschriften der Organe halten. Das Bestehen solcher Institute ist durch ihre gesellschaftlichen Zielsetzungen legitim. Ausgehend von diesem Bezugsrahmen untersucht er die Stichhaltigkeit des Konzeptes der "Gesamtinstitution" für die heutige Seniorenresidenz.

Entsprechend betrafen die Fragestellungen des teilweise offenen Führers den Aufenthaltsort der Bewohner, ihre Zeitnutzung, ihre Tätigkeiten und gesellschaftlichen Bindungen. Empirisch wurde ein Haus in West- und Ostdeutschland ausgewählt, um die allgemeine Untersuchung der Einrichtung von Pflegeheimen um einen regionalen Vergleich zu ergänzen. Der Verfasser betrachtet die Validität der erhobenen und ausgewerteten Werte nur für die beiden konkret isierten Fälle, aber die Resultate erlauben seiner Meinung nach eine Beurteilung der Gesamtsituation von Pflegeheimen in Deuschland.

Die Autorin antwortet auf die Fragen des Buchtitels mit den Ergebnissen der Erfahrungsbericht:? Die Charakteristika von Seniorenheimen, die dem Begriff "Totalinstitutionen" entgegenstehen, sehen sie in der für den einzelnen Alltag zur Verfügung stehenden Zeit, in der Ausstiegsmöglichkeit, in der grundsätzlichen Schliessungsmöglichkeit der Räume, im geringen Anpassdruck, dem Rechtsstatus, der Privatkleidung, dem Fehlen von Zukunftschancen und der Präsenz von strukturellen und subtilen Kräften im Kontrast zur Ausübung der offenen Macht.

Die umfangreichste Zustimmung zum Begriff ist an der Stelle zu finden, an der alle Etappen des Alltags der Teilnehmer an einem Platz ablaufen. Nach Ansicht des Autors liegen die Ursachen jedoch im gesundheitlichen Zustand der Bewohner und nicht in den Zielen der Einrichtung. Das Wesen einer "Gesamtinstitution" liegt in der Gestaltung des Alltags, im Fehlen von Intimsphäre, in der Arbeitskleidung der Mitarbeiter und in der Hierarchie der Mitarbeiter.

Zusammenfassend fasst er zusammen, dass der Ausdruck "Gesamtinstitutionen" für die heutigen Häuser nicht mehr gilt. Laut seiner Untersuchung gelten die Eigenschaften einer klassisch "totalen Institution" nur teilweise und meist nur in geschwächter Ausprägung. Keine der Zielgruppen wird vom Verfasser selbst genannt. Dabei sind alle Mitarbeiter eines Altenpflegeheims als Zielgruppen zu nennen.

Dazu gehören die Altenpfleger, das Sozialdienstpersonal, die Mitarbeiter im Hauswirtschaftsbereich, die Mitarbeiter der Führungsebene eines Seniorenheims, aber auch das Management. Erstere und letztere können durch grundlegende Entscheidungen dazu beizutragen, die Beschwerden des "Total" im Berufsalltag zu mindern. Eine weitere Zielpublikumsgruppe sind ältere Menschen, die über einen Umzug ins Heim oder bereits in einem Altenheim wohnen, sowie deren Verwandte.

Die Arbeit kann auch die Motivierung der Bewohner oder ihrer Vertreter zur Ausübung ihrer Rechte auf Teilnahme an den Häusern befördern und über den Hausbeirat auf Beschwerden hinweisen oder Vorschläge zur Verbesserung machen. Auch Sozialforscher, die sich mit dem Themenbereich "Gesamtinstitutionen" beschäftigen, können als Zielgruppen genannt werden. Das Buch trägt zur Untersuchung des Begriffs der "Gesamtinstitution" in Bezug auf eine Art von Einrichtung bei.

Das Buch ist auf 280 Blatt in zehn Kapiteln gegliedert. Dabei ist zu beachten, dass der Verfasser den Ausdruck "Abschnitt" für "Kapitel" benutzt (siehe S. 8) und vice versa (siehe S. 6). Der erste Teil ist eine Einführung. In den Kapiteln 2 und 3 werden der theoretische Rahmen und die Untersuchungen vorgestellt.

Das Hauptwerk gliedert sich in fünf Abschnitte (IV - IX). Den Lebensumständen älterer Menschen vor dem Umzug steht die Situation zu Hause gegenüber. Man unterscheidet die Tätigkeiten außerhalb des Gebäudes von denen in den geöffneten Räumlichkeiten und in den Privaträumen. Originale Aussagen der Bewohner, Tagebucheinträge, die im Zusammenhang mit der beteiligten Beobachtungen entstehen und Teile aus den Experteninterviews werden eingewebt.

Im Anschluss an den Hauptbestandteil folgt nun die abschließende Betrachtung des Kapitels A. Der erste Teil beschreibt den historischen Entwicklungsprozess von Altersheimen. In den 60er Jahren wurden Nachkriegsgefängnisse zu krankenhausähnlichen Anlagen, die in den 80er Jahren durch heutige Häuser ersetzt wurden, die als Wohnraum und Habitat verstanden werden.

Als" Talsohle der westlichen Seniorenpolitik" wird auch das "Euthanasieprogramm" des "Dritten Reiches" genannt (S. 23). Der 2. Teil beschreibt die gegenwärtige Lage von Altenheimen und Altenheimen in Sachsen. Die Autorin beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen der Organisation, von Seniorengemeinschaften bis hin zu den Hospize. Es werden die soziale Struktur der älteren Menschen und die Randbedingungen der heutigen Altersheime dargestellt.

Darüber hinaus weist der Verfasser darauf hin, dass er sich bei der Wahl der beiden betrachteten Häuser an der sozialen Struktur des durchschnittlichen Statistikhauses von 1994 orientierte. Darüber hinaus wird der innovative Aspekt der Seniorenpflege diskutiert. Mittlerweile wurde das Prinzip der "aktivierenden Pflege" (S. 37) verabschiedet, das darauf abzielt, die Unabhängigkeit wiederherzustellen oder die Eigenständigkeit zu erhalten.

Laut Aussage des Sozialgesetzbuches Nr. 1 hat er die Häuser endlich aus dem Wohltätigkeitsbereich entlassen und den marktwirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten unterstellt. Er bemerkte auch eine Neigung weg von Pflegeheimen hin zu exklusiven Pflegeheimen als Folge der Krankenversicherun. In der 3. Sektion wird das Erscheinungsbild der Einrichtung des Pflegeheims und der Senioren vorgestellt.

Der Kreis der "jungen Ältesten" (S. 46) ist zwischen 60 und 80 Jahre alt. 60-81. Laut dem Verfasser werden die schlechten Eigenschaften des Alterns noch immer den sehr älteren Menschen über 80 Jahre zugerechnet. Nach öffentlicher Meinung ist dies eine Phase des Lebens, die mit kostenintensiver Pflege verbunden ist. Ähnlich ist die Medienberichterstattung über Altersheime.

Vor allem die keinesfalls repräsentative Berichterstattung über Affären und Beschwerden wird von den Massenmedien aufgriffen. Aber auch die unverhältnismäßige Natur der Institutionen, die mit euphemistischen Eigendarstellungen in ihren Infobroschüren auf sich aufmerksam machen und damit an Vertrauen einbüßen. Allerdings, so der Verfasser, sind die Auswirkungen dieser Prospekte und der auf die lokalen Teile der regionalen Zeitungen ausgerichteten Öffentlichkeitsarbeit beschränkt.

Zusammenfassend fasst er zusammen, dass die Institutionen für ältere Menschen zunehmend als Ort der Stigmatisierung sehr alter Menschen verstand. Die Autorin diskutiert im vierten Kapitel das Gesamtkonzept der "Total Institution", definiert den Terminus genauer und präsentiert den Stand der Forschung im Allgemeinen und den Stand der Forschung in Bezug auf Pflegeheime im Besonderen.

Das bereits erwähnte Klassikkonzept von Gustav Goffmann wird als Einführung erörtert. Die Autorin geht weiter zu Anton Giddens' Arbeit "The Constitution of Society" (1995), die das Prinzip der "Total Institution" mit dem der disziplinären Gesellschaften von Michael Fioucault verbindet. Die " Machtausübung " (S. 56) ist laut Gustav H. F. Giddens der dominante Punkt in jeder "Gesamtinstitution".

Inwieweit Pflegeeinrichtungen in den vergangenen Jahrzehnten als "Gesamtinstitution" der gesellschaftswissenschaftlichen Forschungen angesehen wurden, soll nun endgültig geklärt werden. Unter Berufung auf unterschiedliche Informationsquellen stellt der Verfasser Folgendes fest: "Die Häuser der zweiten Generationen (siehe oben).... waren " in engem Zusammenhang mit diesem Begriff " (Prahl/Schroeter 1996; S. 59), jedoch sind in den aktuellen Hausordnungen keine restriktiven Regelungen mehr zu erkennen.

Die Forschungsstruktur und die Studiendurchführung werden in Abschnitt 3 dargestellt. Zusätzlich werden in diesem Abschnitt die demografischen Informationen zu den Bewohnern zusammengetragen. Die Autorin führt in die Forschungsstruktur ein. Seine ersten Betrachtungen und Planungen werden vorgestellt, die Besuche bei diversen Institutionen, das ausgewählte Forschungsthema und die Instrumente erörtert.

Darüber hinaus gibt der Verfasser Auskunft über die durchgeführten Feldforschungen und die Erhebungsmethode. Die Lebensumstände der Bewohner vor und nach dem Ortswechsel werden in Abschnitt IV dargestellt. Am Anfang steht bei Herrn Dr. H. Heinzelmann die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Gründen für den Zuzug. Das Betreten des Altersheims kann auf freiwilliger oder erzwungener Basis erfolgen, der Eintritt kann schlagartig erfolgen oder lange zuvor festgelegt werden.

Die Autorin untersucht, dass die Lebensbedingungen, die zum Einzug führten, von entscheidender Wichtigkeit für das anschließende Wohlergehen in der neuen Umwelt sind. Nach den gesammelten Angaben ist die Mehrzahl der Einwohner Frauen, Witwen und hat nur begrenzte finanzielle Mittel. Laut Gebrüder H. B. H. S. N. H. sieht die Mehrzahl der Bewohner den Einzug als Besserung der Lebenssituation, da sie aus einem ungenügenden Raumklima kommen.

Lediglich 10% der untersuchten Bewohner würden nicht wieder in ein Altersheim umziehen. Ältere Menschen erwarten vom häuslichen Leben sowohl Sicherheit, soziale Sicherheit als auch ärztliche und generelle Betreuung. Nur drei Bewohner (!) nennen zu wenige Mitarbeiter und nur fünf das Fehlen von Anlässen. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass sich viele ältere Menschen mit der neuen Lage auseinandersetzen, die für das Benehmen in "Gesamtinstitutionen" kennzeichnend ist (vgl. S. 106).

Die räumlichen Strukturen der Anlagen werden in Abschnitt V behandelt. Das Umfeld der Seniorenheime, die teilweise öffentlichen Räume der Einrichtung, wie der Empfangssaal, die Kantine, der Speiseraum, die Sitzbereiche, die Lounge und die Flure sowie die Räume der Bewohner werden untersucht. Die Autorin erklärt zunächst, dass die Architektur der Anlagen für den Referenzrahmen "Gesamtinstitution" von ausschlaggebender Wichtigkeit ist und die Art des Standortes eine wesentliche Bedeutung im Wechselwirkungsprozess hat (vgl. S. 108 f.).

Auf der Grundlage der Wohnung in den neuen Ländern beweist er dann, dass die geografische Verteilung der Anlage zu einer Ausgrenzung der Bewohnerinnen und Bewohner führt. Seiner Einschätzung nach sind die Institute jedoch aufgeschlossener als "Gesamtinstitutionen" und auch als die Altersheime der Vorfahren. Laut Gebrüder Weiss entspricht der Empfang dem von Hotelbetrieben.

Wýhrend der Ablauf einer Kantine dem Begriff der "Gesamtinstitution" entgegensteht, sind die Korridore in den zu untersuchenden Anlagen einheitlich und lang, in Anlehnung an den Bezug. In den beiden Altenheimen gibt es Einbettzimmer, so dass an dieser Stelle ein Wechsel zu den Klassikern zu beobachten ist. Allerdings stellt der Verfasser ein Problem mit der Zugriffsregelung dar, die er etablieren konnte:

Die gesamte Zeit, die die Angehörigen zu Hause verbringen, wird in Abschnitt 6 auf der Grundlage individueller Zeiträume erörtert. Die " Total Institutions " haben zum Zweck, den Neulingen die Omnipotenz der Institution aufzuzeigen (vgl. S. 148). Ein Neuankömmling in einem Altenheim muss auch Übergangsrituale durchmachen, da er auf eine Personengruppe mit einem anderen Sozialstatus trifft, die ihm ebenfalls nicht bekannt ist.

Nach Heinzelmanns Worten besteht der wesentliche Vorteil jedoch darin, dass der "Aufnahmeschock" (S. 152) eine der Nebenwirkungen des Umzugs in eine Einrichtung für ältere Menschen ist, während er für einige andere "Gesamtinstitutionen" wünschenswert ist. Die Alterung in Altenheimen weicht in drei Aspekten von der in anderen "Gesamtinstitutionen" ab: Erstens fehlen den Bewohnern im Vergleich zu anderen " Gesamtinstitutionen " die Perspektiven für die Zukunft.

In der Regel verbringt der Bewohner seine Dämmerungsjahre in den Häusern, die nicht befristet sind, während die Zugehörigkeit zu anderen "Gesamteinrichtungen" durch eine bestimmte Laufzeit beschränkt ist. Die Tagesroutine sowie die in den betrachteten Anlagen und die Tätigkeiten der Bewohner werden in Abschnitt VI untersucht. Charakteristisch für jede "Gesamtinstitution" ist die vorgeschriebene Tagesstruktur, die den Angehörigen keinen Spielraum für Entscheidungen läßt (vgl. S. 159).

Im Unterschied zu anderen "Gesamtinstitutionen" ist es eines der Hauptziele der Einrichtung, die Bewohner von den Problemen des Alltags zu befreien. Die Bewohner müssen daher auf die jeweiligen Traktanden abwarten. Damit ist die Gestaltung des Hauses nach Gebr. Heinzelstein mit der strukturellen Kraft verknüpft. Allerdings weisen die Autoren darauf hin, dass die festgelegten Tageszeiten auch als Orientierung und Garant für gesellschaftliche Begegnungen sind.

Die Ergebnisse der Studie lassen zudem vermuten, dass die meisten Bewohnerinnen und Bewohner große Schwierigkeiten haben, die Zeitlücken zwischen den einzelnen Sitzungen mit eigenen Maßnahmen zu schliessen. Durch das Angebot der betrachteten Anlagen wird die Problematik der sinnvoll gestalteten Freiflächen nicht gänzlich beseitigt (vgl. S. 187). Laut der Autorin selektieren die Bewohner nur Ereignisse, die für sie von besonderem Interesse sind, so dass immer nur ein klar definierter Kundenkreis anspricht.

Die Sozialbeziehungen der Bewohner zu externen Menschen, zu Mitbewohnern im eigenen Wohnbereich und zu denen im Pflegebereich sowie zum Mitarbeiter. Ein Charakteristikum von "Totalinstitutionen" ist, dass Menschen ihrer bisherigen gesellschaftlichen Verhältnisse beraubt und durch neue abgelöst werden (vgl. S. 189).

Seniorenheime hingegen zählen zu den Einrichtungen, die keine soziale Kontakte zwischen den Mitgliedern und der Aussenwelt verhindern. Hauptkontaktpersonen für die Bewohner sind nach den Studienergebnissen ihre Angehörigen. Doch je kleiner die Auslandskontakte der älteren Menschen sind, desto stärker greifen sie in die Altersheime ein. Allerdings sind die Verhältnisse zwischen den Bewohnern vorwiegend vordergründig, auch wenn sie regelmässig sind.

einer " Zwangsvergesellschaftung wie in anderen " Gesamtinstitutionen ". In den betrachteten Häusern kann daher nicht diskutiert werden (S. 207). Nach Heinzelmanns Worten haben wenigstens einige der älteren Menschen einen starken Groll gegen ihre Mitbewohner entwickelt, so dass man von einer "gewissen Misstrauensstimmung" sprechen kann (S. 203).

Laut dem Verfasser ist der Kontakt mit Bewohnern mit körperlichen Beeinträchtigungen problemlos, während psychische und psychische Erkrankungen bei älteren Menschen eine negative Ausprägung haben. Es gibt keine eindeutige "Frontposition" (S. 217) gegenüber dem Bediensteten in den betrachteten Instituten, wie in anderen "Gesamtinstitutionen".

Nach Heinzelmanns Worten kann nicht von einer permanenten Überwachung der Mitarbeiter die Rede sein. Im zweiten Teil werden die Lage der älteren Menschen in der Bundesrepublik und die besonderen Merkmale der Altersheime diskutiert und ein anderer sozialer Kontext geschaffen. In Heinzelmanns eigener Ferienwohnung wird das Alter vorgestellt.

Dies unterscheide sich nach Ansicht des Autors in den meisten Aspekten nicht wesentlich vom Alltag der Bewohner des Altenheims. Die Autorin schliesst das Buch mit einer Auseinandersetzung mit der sozialen Situation im 20. Jahrhunderts. Durch den Sprung von der Modernität zur Nachmoderne habe es einen gravierenden gesamtgesellschaftlichen Umbruch gegeben, in dessen Rahmen er die neuere Gestaltung der Altersheime begreifen wolle.

Die abschließende Analyse, in der ein Ost-West-Vergleich vorgenommen, die Validität des Referenzrahmens geprüft und die künftige Weiterentwicklung der Pflegeheimeinrichtung erwartet wird, ist in Abschnitt I enthalten. Der Alltag in den neuen und neuen Ländern ist laut Heinrich H. B. H. B. H. B. im Verhältnis zu 1996 im Grunde gleich. Er antwortet auf die grundlegende Fragestellung dieser Arbeiten, ob das Pflegeheim noch eine "Gesamtinstitution" ist, mit "Nein" (vgl. S. 246 und "Quintessenz").

Er hält jedoch das von Goffmann entworfene Gesamtkonzept der Institution für grundsätzlich diskutierbar, da er glaubt, dass einige der Einrichtungen im Laufe der Modernisierung in den 70er Jahren tiefgreifende Veränderungen erfahren haben. Zukünftig besteht die Möglichkeit, dass eine Lage entsteht, die der Einteilung in Klöster (für die Reichen) und Krankenhäuser (für die Armen) im Mittelalter entspräche.

Nach Heinzelmanns Worten werden "junge alte Menschen" und Wohlstand von der Marktinnovation und der Profilierung der Anlagen begünstigt, während Pflegebedürftige und Sozialschwache von der gesellschaftlichen Weiterentwicklung in einer immer stärker an ökonomischen Überlegungen ausgerichteten Welt abkoppelt werden. Zur Verhinderung der Wiedergeburt der " Gesamtinstitutionen " verlangt er einen rechtlichen und ökonomischen Rahmen, der es älteren Menschen erlaubt, in Würde zu wohnen.

Der gewählte Forschungsbereich stellt nur eine kleine Gruppe von Einrichtungen für ältere Menschen dar. Während der Prozentsatz der klassischen Pflegeheimplätze 1995 noch bei 31% lag, ging er in nur fünf Jahren auf 6% zurück (siehe S. 9). Im Jahr 2002 stellte sich die Fragestellung an den Direktor des Altenheims in Westdeutschland: "Die Bewohner des Hauses, wie ich sie damals gefragt habe, werden es in absehbarer Zeit nicht mehr gibt?

Im Jahr der Datenerfassung (1996) wurde die Betreuungsversicherung mit schwerwiegenden Folgen für die ortsfeste Altenpflege eingeleitet, wie der Verfasser auch offen zugibt, kann die Untersuchung entweder als ein historisches Ereignis der jüngsten Zeit oder als nicht mehr zeitgemä? Zur Berücksichtigung der Veränderungen in der Versorgungslandschaft in den vergangenen Jahren hat er zwei Interviews mit Experten geführt, aus denen er "Passagen in die Arbeiten einfügt" (S. 11).

Das Werk hätte einige wenige Blätter kleiner sein können, da der Verfasser Einzelaussagen und ganze Auszüge wiedergibt. So erklärt zum Beispiel Herr Dr. med. Heinzelmann ähnlich auf den S. 6, 7, 12, 24, 30, 49, 57, 222, 233 und 237, dass der "gesamtgesellschaftliche Kontext" bei der Beurteilung einer Einrichtung nicht ausgeschlossen werden darf.

Durch die Einheitlichkeit der Größe und Struktur der Überschrift ist es für den Betrachter schwierig, auf einen Schlag zu verstehen, ob ein bestimmtes Thema, ein bestimmtes Thema oder ein bestimmter Bereich neu ist. In der Evaluation sind Methoden der Quantitäts- und Qualitätsforschung enthalten, so dass nicht nur quantitative Informationen, sondern auch die konkreten Angaben der Bewohner das Image des Betrachters prägen.

In den Tagebucheinträgen wird der Betrachter in die Einzelheiten der geprüften Seniorenresidenzen als entspannender Zusatz im profanen Sinne eingeführt. Vor der Bewertung der thematischen Einzelkomponenten werden die entsprechenden Elemente des Referenzrahmens ("Gesamtinstitution") für einen unmittelbaren Abgleich vorgestellt. Die vorliegende Untersuchung über den Wesenszug der Altersheime, die einen modernen Wesenszug haben und sich als Wohn- und Lebensraum sehen, kann dazu dienen, den Groll gegen die Einrichtung von Altersheimen zu verringern und den Überblick über das bestehende Bedürfnis nach Veränderung zu schärfen.

Wer sich für die Themenbereiche der Überwachungsgesellschaft interessiert oder für ältere Menschen arbeitet, sollte diese Veröffentlichung empfehlen (wenn der Kurs nicht zu stark ansteigt). Die Seniorenresidenz - immer noch eine "totale Einrichtung"? Ermittlungen über das Innenleben von zwei Seniorenheimen.

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