Demenz Depression

Erste depressive, dann verrückte: eine Verbindung mit schwerwiegenden Folgen

Auch in der Altenpflege sind Demenz und Depressionen leicht zu verwechseln. Wesentliche psychologische Merkmale für die Unterscheidung zwischen Demenz und Depression sind Wertlosigkeits- oder Schuldgefühle sowie Selbstmordgedanken. Bei einer depressiven Demenz sind sie sehr selten. Gerade in frühen Stadien der Demenz kann es sehr schwierig sein, von einer Depression zu unterscheiden. Bewegungsmangel, Interessenverlust und sozialer Rückzug sind typische Symptome einer Demenz, können aber auch Ausdruck einer Depression sein.

Erste depressive, dann verrückte: eine Verbindung mit schwerwiegenden Folgen

In Südtirol sind bis zu 25.000 Menschen von einer Depression betroffen, viele davon sind ältere Menschen. Eine Depression kann der erste Auslöser für eine Demenz sein. Unterdrückung und Demenz: zwei Krankheiten - ein Zusammenhang: Was wäre das? Dr. med. Ivano Simoni, Spezialist für psychiatrische Betreuung Bruneck: Depression und Demenz sind zwei Krankheiten. Ein Verlust kognitiver Kompetenzen, wie die Erinnerungsfähigkeit, die Möglichkeit, den Weg zu verfolgen, und so weiter, ist eine Last, eine Erfahrung des Verlustes der Autonomie, und so weiter, die auch zu deprimieren.

Dr. Simioni: Depressionen beeinflussen die Datenverarbeitung im Hirn, wie z.B. die Gedächtnisleistungen, und können daher die Symptomatik der Demenz verschlimmern. Dr. Simioni: Menschen mit emotionalen Krankheiten haben ein erhöhtes Demenzrisiko. Depressionen können jedoch als Krankheitssymptom im Frühstadium der Demenz auftauchen.

Dr. Simioni: Bei alten Menschen, die das Älterwerden sowieso sehr oft als eine Art Schaden empfinden - Autonomieverlust, Fähigkeitsverlust, Bedeutungsverlust, Beziehungsverlust, wachsende Abhängigkeiten von anderen, können oft Depressionen entstehen. Ist die Demenz zugleich auch vorhanden, geht das einher. Menschen, die das Älterwerden günstig beeinflussen können, haben auch mehr Schutz vor Demenz.

Eine korrekte Diagnostik von Depression und Therapie ist deshalb von Bedeutung, weil eine Depression eine Demenz auslösen kann, die als Depression bezeichnet wird, oder die Krankheitssymptome der Demenz verschlimmern kann. Bei vielen Patientinnen und Patienten kommt es zu einer Fehldiagnostik der Demenz, obwohl sie keine solche haben. Dr. Simioni: Depression ist sehr verbreitet, man muss davon ausgehen, dass 20.000 bis 25.000 Menschen an einer Depression erkrankt sind, ein bedeutender Teil davon sind ältere Menschen.

Dr. Simioni: Das Entstehen von depressiven Beschwerden bei Demenz kann eine große Zusatzbelastung für die Erkrankten und auch für die Menschen, die sie begleitet haben, sein. Die Angehörigen sind dementsprechend stärker beladen und oft machtlos vor dem Leid ihrer Angehörigen. Dr. Simioni: Neurologe beauftragen Psychiater mit der Behandlung der psychischen Erkrankung.

Pflegebedürftige Personen selbst haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

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