Demenz Krankheitsverlauf

Fortschreiten der Demenzkrankheit

Dies bedeutet, dass der typische Krankheitsverlauf und typische Menschen mit Demenz nicht existieren. Die Demenz ist ein Oberbegriff für Symptome, die in der Regel als Folge einer chronisch fortschreitenden Erkrankung des Gehirns auftreten. Welche Ursachen das sind, hängt von der Art der Demenz ab. Was ist Demenz? Wichtige Fakten über Demenz.

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Sie ist eine progressive Krankheit. Es kommt zu einem wachsenden Rückgang der mentalen Leistungsfähigkeit und der Gehirnfunktionen. In den Spätstadien der Krankheit kommt es neben dem psychischen Zusammenbruch zu körperlichen Störungen, die die Betroffenen bettlägrig und empfänglich für altersbedingte Krankheiten und Infektionen wie Lungenentzündungen oder Harnwegsinfektionen machen. Auch heute noch ist trotz großer naturwissenschaftlicher Bemühungen die Alzheimer-Krankheit nicht heilbar.

Eine Demenz wird von vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren beeinflusst, so dass der einzelne Krankheitsverlauf nicht sicher vorhergesagt werden kann. Hinzu kommen gute "normale" Erkrankungsphasen. Der Krankheitsverlauf ist zwar einzeln anders und wird auch in der Fachliteratur sehr differenziert dargestellt, kann aber dennoch in drei große Abschnitte unterteilt werden.

Die Grundkenntnisse darüber können Verwandten und Betreuern bei der Bewältigung der zu erwarteten Änderungen im Alltag mit der kranken Frau behilflich sein - einige Beschwerden können jedoch gar nicht auftreten. Im ersten Stadium (leichte Demenz) zeigt sich das Vergessen als das offensichtlichste Anzeichen. Die ersten Mängel zeigen sich auch in der lokalen und temporären Orientierung.

Der Betreffende wird immer verunsicherter in seinem Benehmen, was sich auch in einem Mangel an Antrieb, Entzug, Schamlosigkeit, Depression oder Wut äußern kann. Im zweiten Stadium (moderate Demenz) kommt es zu Gedächtnislücken und motorischen Nachteilen. Anziehen, Essen und Zubereiten, Fahren oder Körperpflege werden immer schwerer. Sprachausdrücke werden immer simpler, und das Sprachverstehen nimmt ab.

Aggressives Handeln kann auftreten, aber auch vermehrtes Zurückziehen und Ablehnen von Nothilfe. Im dritten Stadium (schwere Demenz) sind Menschen mit Demenz auf langfristige, begleitende Unterstützung, Versorgung und Krankenpflege angewiesen. 2. Anfälle können auftreten. Die Dauer der Krankheit kann im konkreten Fall nicht vorhersehbar sein.

Besonders für Pflegepraxen und Verwandte ist das "7-Stufen-Modell" von Herrn Dr. med. Barry Reißberg (New Yorker Universität für Medizinisches Zentrum für Alters- und Demenzforschung) bemerkenswert. Sie teilt den Krankheitsverlauf in sieben Phasen ein: Im ersten Schritt sind keine erkennbaren Beschwerden im Sinn eines Verlustes der kognitiven Leistungsfähigkeit vorzufinden.

Der Betreffende ist in seinem Benehmen unscheinbar und im Alltag sind keine Mängel erkennbar. Auch die klinischen Gedächtnistests würden keine Hinweise auf eine Krankheit aufzeigen. Zunächst kommt es zu leichten Erinnerungsstörungen, die jedoch vergleichsweise unscheinbar und oft auf die normale Altersvergessenheit zurückzuführen sind. Gerade bei komplexer, anspruchsvoller Arbeit werden Irrtümer sichtbar.

Die Betroffenen haben immer häufiger Schwierigkeiten, Wörter und Bezeichnungen zu finden, verlieren und verschieben Objekte und haben immer häufiger Schwierigkeiten, sich neue Bezeichnungen zu merken oder organisatorische Tätigkeiten zu organisieren. Neben dem bereits offenkundigen Mangel an Zurückhaltung bei neuen Ereignissen, Menschen oder Orten entstehen erstmals Gedächtnislücken über frühere und weit zurückliegende Vorfälle.

Neben der zunehmenden lokalen Orientierungslosigkeit gibt es gelegentlich Schwierigkeiten bei der zeitlichen Orientierung. Kognitive Mängel werden entweder mit Leugnung (dominanter Abwehrmechanismus) oder mit gesellschaftlichem Entzug (Lustlosigkeit, Desinteresse) behandelt. Die betreffende Person ist weiterhin in der Position, Informationen über sich selbst oder direkt verwandte Personengruppen zur Verfügung zu stellen. Noch sind keine motorischen Fehler aufgetreten, aber der Betreffende ist nicht mehr in der Position, eigenverantwortlich zu handeln.

Pflegebedürftige im mittelschweren Stadium der Demenz sind lokal, temporär und personell unterschiedlich stark deorientiert. Seine Krankheit auch. Im Stadium der Demenz sind die Persönlichkeitsveränderungen zumeist massiv. Wahn, Angst, Rastlosigkeit, zwanghafte Wiederholung von Satz und Handlung (Zecken) oder aggressive Verhaltensweisen sind möglich. Betroffene Menschen haben die meisten ihrer Möglichkeiten eingebüßt. Das verbale und motorische Geschick kommt völlig zum Stillstand.

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