Demenz Lebenserwartung

Lebenserwartung der Demenz

In der Alltagssprache werden die Begriffe "Alzheimer" und "Demenz" oft gleichermaßen verwendet. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz und macht rund zwei Drittel aller Fälle aus. Durch die steigende Lebenserwartung wird auch die Zahl der Demenzen weiter steigen. Demenz beginnt oft mit Anzeichen einer Gedächtnisstörung. Die Demenz ist eine Krankheit, bei der geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis und Denkfähigkeit stark eingeschränkt sind.

Als der Halter ein Fremder für den Rüden wird.

Auch die Lebenserwartung unserer Haustiere ist in den vergangenen Dekaden stark angestiegen. Das liegt unter anderem an der immer besseren tierärztlichen Betreuung und der qualitativ hochstehenden und individuellen Fütterung der Zuchthunde. Bei dieser zunehmenden Lebenserwartung beobachten wir zunehmend nicht nur die durch das so genannte "gesunde Altern" verursachten Verhaltens- und Funktionsänderungen, sondern auch die zunehmende Häufigkeit von Geriatrie.

Dazu gehört das Syndrom der kognitiven Dysfunktion, auch bekannt als Altersdemenz oder "Hunde-Alzheimer-Krankheit". Die Krankheit wird oft erst verspätet erkannt und kann für die betroffenen Eigentümer eine große Belastung darstellen. Falls die folgenden Befehle nicht so gut funktionieren wie üblich, kann dies für einen älteren Rüden völlig normal sein.

Die so genannten Altersvorsorgeuntersuchungen, die die Halter alter Hunde zumindest einmal im Jahr von ihrem Familientierarzt vornehmen sollten, haben sich ohnehin bewiesen. Doch ab wann gelten Hunde als "alt"? In der Fachliteratur wird immer wieder darauf verwiesen, dass ein Rüde sieben Jahre ist. Allerdings sind diese Informationen zu allgemein, da die Lebenserwartung der verschiedenen Hunderassen sehr unterschiedlich ist.

Grössere Hunderassen haben in der Regel eine geringere Lebenserwartung als kleinere Zuchtrassen. In der Regel muss ein Rüde daher als alter oder geriatrischer Rüde eingestuft werden, wenn zwei Dritteln seiner Lebenserwartung überschritten sind. Das ist zum Beispiel bei der Dänin bereits im Alter von vier bis fünf Jahren der Fall, denn sie hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich nur sechs bis acht Jahren.

In diesem Zusammenhang ist es dann auch nützlich, immer ein Screeningtest auf das Cognitive Dysfunction Syndrom durchzufÃ?hren. Die Inzidenz von kognitivem Funktionssyndrom und seniler Demenz wurde unabhängig von der Rasse erforscht, und ein bis zwei Dritteln der über sieben Jahre alten Tiere haben Hinweise auf diese Krankheit festgestellt.

Man kann daher davon ausgehen, dass es sich um eine verhältnismäßig häufige Erkrankung mit den ersten Zeichen zu einem Zeitpunkt des beginnenden Geriatriealters handeln wird. Also, was ist ein kognitives Syndrom? Wie bei der Alzheimer-Krankheit erleben die erkrankten Hunde irreversible degenerative Änderungen wie Lipofuszinablagerungen oder ?-Amyloid-Plaques im Hirn aus noch nicht geklärten Ursachen.

Weil es aber Anzeichen für eine erbliche Veranlagung beim Menschen gibt, kann dies auch bei Hunden der Fall sein. Ein kognitives Störungssyndrom kann sich in einer Reihe von Beschwerden manifestieren. Fast schon ein "klassisches" Zeichen ist, dass der befallene Rüde hinter einem Möbelstück oder in einer Ecke "feststeckt" und nicht mehr aus dieser Situation herauskommt (Abb. 1).

Häufig laufen kranke Tiere planlos herum, schauen auf die Mauer oder in die Lücke. Eine weitere typische Erscheinung ist, wenn der Rüde auf der linken Türseite oder an der linken ist. Oftmals ist es auch der Fall, dass der Rüde ausgehen will, dann aber nach außen erscheint, um "vergessen" zu haben, warum er ausgehen wollte, oder er macht einen verwirrenden Gesamteindruck (Abb. 2).

Zudem sind einige betroffene Tiere nicht in der Lage, Hürden zu nehmen, mit denen sie bisher keine Schwierigkeiten hatten. Oftmals mangelt es auch an oder unzuverlässiger Reaktion auf das Benennen des Namen oder auf die bekannten Befehle bei Tieren, die bisher kein Hindernis hatten. So kann es passieren, dass kranke Tiere an manchen Tagen ihren Halter oder andere unbekannte Menschen oder Tiere nicht mehr wiedererkennen und als Fremder bellen.

So ist es zum Beispiel üblich, dass der kranke Rüde, wenn überhaupt, weniger Pflege und Streicheleinheiten benötigt. Andere Anzeichen sind ein vermindertes Spielzeuginteresse und interaktive Spiele mit den Eigentümern und/oder den im gleichen Haus wohnenden Tieren. Kranke Tiere weichen oft dem Petting aus und grüßen ihre Halter oder bekannten Tiere weniger begeistert als zuvor oder auch nicht.

Im Einzelfall können auch plötzliche Gefühlsschwankungen bei Hunden auftreten oder sie sind leicht gereizt und verschroben. Das kognitive Syndrom hat jedoch einige besondere Merkmale. Die betroffenen Tiere können in der Regel binnen 24 Std. mehr Schlaf bekommen, aber der Schlaf ist in der Nacht meistens erheblich eingeschränkt und ruheloser.

Besonders in der Abenddämmerung oder im Dunkeln kommt es oft vor, dass die betreffenden Tiere unruhig auf und ab laufen und stöhnen oder wimmern. Ein weiteres Anzeichen für ein kognitives Syndrom kann bei zuvor gestörten Tieren sein, dass sie wieder unrein werden. Außerdem können befallene Tiere weniger häufig oder gar nicht mehr melden, wenn sie gehen müssen, was immer wieder zu Unreinheiten führen kann.

Bei dieser Krankheit zeigt der Hund eine klare Änderung seiner Tätigkeit. Zum Beispiel laufen oft ohne Ziel herum. Gewöhnlich interessieren sich die Tiere weniger für ihre Umwelt. Die Reaktionen auf die bekannten Reize (z.B. Schreien, Kugel, Leckerlis, Türklingel) sind in der Regel ebenfalls signifikant vermindert (Abb. 3).

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