Demografischer Wandel Wohnungsmarkt

Der demographische Wandel Wohnungsmarkt

Die Folgen des demografischen Wandels für die. Dies ist eine große Herausforderung für die Wohnungswirtschaft. Einflüsse der demographischen Entwicklung auf den ostdeutschen Wohnungsmarkt Abschlussbericht zum Forschungsprojekt. Titelseite des Abschlussberichts "Auswirkungen des demografischen Wandels auf den ostdeutschen Wohnungsmarkt. Demographie und Wohnen.

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"Pantarhei - alles fließt" ist die wohlbekannte Beschreibung dafür, dass sich unsere Erde in einem ständigen Wandel befind. In 23 Artikeln nimmt der Band diese Dynamik des Wandels auf und bemüht sich, anhand aktueller Wirtschaftsthemen ein Bild des Wandels zu vermitteln. Dazu gehören zum Beispiel Fragen zu Ethik und Führung in der heutigen Zeit, zur ökonomischen Bildung im Allgemeinen, zur Subprime-Krise und ihren Lektionen oder zu Innovation und demographischem Wandel.

Degradation, production and residential markets: Home ownership as a retirement annuity?

Inwiefern empfinden Privathaushalte unterschiedlicher Generation in der Bundesrepublik ihr eigengenutztes Wohnungseigentum? Auch bei der Altersversorgung und den Erwägungen zur Pflegefinanzierung im hohen Lebensalter spielen sie eine wichtige Rolle? 3. Unsere Erfahrungswerte belegen, dass die privaten Haushalte in den einzelnen Altersklassen sehr verschieden auf den demografischen Wandel und damit auf den Rückgang der Leistungen aus der Rentenversicherung reagiert haben.

Hausbesitzer in der Altersklasse der 25- bis 35-Jährigen beurteilten die Immobilien als Anlage für das hohe Lebensalter, obwohl keine weiteren (finanziellen) Nutzungen über das Wohnumfeld hinaus als Reaktion auf die weitere Nachfragesituation der selbst genutzten Immobilien erörtert wurden. Dennoch sah sich diese Unternehmensgruppe gut auf die Pensionierung eingestellt, da sie bereits mit dem Erwerb von Immobilien begann - und das ist für ihr jeweiliges Lebensalter in der Bundesrepublik untypisch.

In den befragten privaten Haushalten wurden bisher kaum Riester-Renten und Privatrentenversicherungen durchgesetzt. Aus diesem Grund wollten die Jugendlichen ein Zusatzeinkommen für die Altersvorsorge erzielen, und zwar ohne staatliche Unterstützung. Das zeigt das folgende Zitat: In der Altersklasse der 45- bis 55-Jährigen haben die privaten Haushalte eine Riesterversicherung oder eine andere Privatrente geschlossen. Manche hoben hervor, dass ihr Wohnungseigentum die bedeutendste Investition sei.

Überraschend ist, dass dieselben Menschen früher Wohnungseigentum als weniger wichtig für die Altersversorgung eingestuft haben, vor allem wenn es um die Spezifizierung der Nutzungsmöglichkeiten ging. Dies führt zu der Vermutung, dass Hausbesitzer zwischen 45 und 55 Jahren Immobilien für die betriebliche Altersversorgung als weniger sinnvoll erachten als die jüngsten Erhebungskohorten.

Auf die Frage nach den Konzepten ihrer Altersversorgung bezogen, bezeichneten die privaten Haushalte immer wieder die gesetzlichen Rentenversicherungen als die wichtigsten Einnahmequellen; der Bund war der Hauptträger für die Grundversorgung der Altersversorgung. Nicht erwähnt wurden beispielsweise "Rückwärtshypotheken" für die finanzielle Nutzung von Wohnimmobilien im Rücktritt. Auf der einen Seite fühlt sich die Älteste in hohem Maße abgesichert, ohne dass sie eine Privatrente gezahlt hat.

Wirtschaftlicher Wohlstand und berufliche Absicherung sowie die Unterstützung eines flächendeckenden Wohlfahrtsstaats, der auch für private Haushalte mit mittlerem und hohem Einkommen sorgt, kennzeichnen die Älteste in Deutschland. In den letzten Jahren sind die privaten Haushalten dabei, sich an die gestiegene individuelle Verantwortung einer neuen Ära anzupassen.

Aus diesem Grund spielt unbeabsichtigtes und ungeplantes Wohneigentum für die Altersversorgung eine wichtige Rolle. Dies spiegelte sich in unseren Diskussionen in unserem Selbstverständnis wider, im höheren Lebensalter immer mehr mit Finanzknappheit zu konfrontieren. Das entspricht den Resultaten anderer landesweiter Umfragen, in denen 46% der Teilnehmer einen geringeren Altersstandard erwarten (Nüchter/Bieräugel/Schipperges u. a. 2008: 102).

Überraschend ist diese Selbstbewertung, da die höheren Eigentumsquoten in den höheren Einkommensklassen angesiedelt sind (vgl. Abb. 2) und die selbstgenutzten privaten Haushalten de facto über eine weitere Einnahmequelle für selbstgenutztes Wohnimmobilien im hohen Lebensalter verfügen: den Vermietungswert der verwendeten Immobilien (Hauser 2009: 249). Die These, dass Privathaushalte je nach Generation eine neue Sichtweise auf ihr Wohnungseigentum erhalten, wird durch die Aussagen unserer Diskussionspartner in den Gesprächen untermauert.

An der Korrektheit des Immobilienkaufs haben die letzten privaten Haushalten keinen Zweifel, konnten ihn aber nicht mit einer bestimmten Unternehmensstrategie verknüpfen. Auch wenn sie kaum zum Ausdruck brachten, wann und wie Wohnungseigentum überhaupt wirtschaftlich nutzbar ist, betrachteten sie es als Kapitalanlage. Ein Kapitalausgleich durch Wohnimmobilien würde daher nicht stattfinden. Anders als bei der jüngeren Gruppe der Haushalten haben nur die 45- bis 55-Jährigen eine Rückkehr in ein gemietetes Objekt erwogen.

Die Besitzer der älteren Generation empfanden die Aussichten auf eine erneute Vermietung als unzureichend, verbunden mit der Furcht, einmal ein Mietobjekt zurücklassen zu müssen: Q: Also haben wir.... das einzigste, was wir berechnet haben, ist die Höhe der monatlichen Gebühr und sie ist nicht größer, als wir für eine von uns gewünschte Ferienwohnung zahlen muessten.

Das bedeutet also eine verhältnismäßig große Ferienwohnung von etwa 150 m2. Die Zitate verdeutlichen ein Gefühl der Sicherheit und eine gefühlsmäßige Verbundenheit, die der Eigentümer zum Wohnungseigentum entwickelt. Zudem wird die Idee, Eigenheimbesitz nicht nur für Wohnzwecke - mindestens für die 65- bis 75-Jährigen - zu verwenden, klar abgetan.

Die Aussagen wurden mit dem Lebensalter der Befragten vielfältiger und stehen im Widerspruch zu der Auffassung, dass das Gebäude in erster Linie als Anlage dient. Allerdings zeigten die letzten privaten Haushalten überraschende Ähnlichkeiten, obwohl sie vorher erklärt hatten, dass ihr Wohnhaus eine Anlage sei. Die Idee, ihre Häuser zu veräußern, wurde von allen Altersklassen abgelehnt.

Die Kleinsten drücken keine emotionalen Beziehungen zu Immobilien aus, und alle in dieser Kategorie unterstreichen die wirtschaftliche Wichtigkeit von Immobilien. Durch den Anstieg des Alters der privaten Haushalte scheint sich dieses Szenario umzukehren: Weitere Privathaushalte erklären, dass sie weder die Intention noch die Notwendigkeit haben, die Liegenschaft zu verkaufen, vor allem, ihr regelmäßiges Gehalt nicht zu steigern und damit die eigene Wohnung zu sichern.

Wohnungseigentum dient also nicht nur dem Wohnen, sondern ist in vielen Bereichen ein großer Teil der Freizeitgestaltung. Schon die Kleinsten zeigen eine negative Einstellung zum Wert von Eigenheimen im hohen Lebensalter, auch wenn sie ihre Immobilie als Anlage erachten. Möglicherweise ist dies aber auch auf bessere Anlagemöglichkeiten am Finanzmarkt und fehlende Chancen zur Aufgabe von Wohnimmobilien zurückzuführen.

Marktangebote, wie z.B. Reverse-Hypotheken, wurden von den betroffenen Privathaushalten nicht nachgefragt; die Mehrheit der privaten Haushalte wünschte sich, etwas an ihre eigenen Nachkommen weiterzugeben. Aus diesen Überlegungen heraus wird vermutet, dass rückständige Hypotheken in Gesprächen mit kinderlosen und erblosen Familien etwas besser beurteilt wurden, während sich alle anderen von uns erhobenen Häuser über die Idee, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus kein Eigentum haben, ablehnend fühlten.

In der Summe ist festzustellen, dass die Ältesten - aufgrund ihrer generationsspezifischen, reichen und gesellschaftlich gesicherten Geschichte und heute - keine Investitionsgüter im Hause vorfinden. Einer der Gründe dafür ist, dass gute Pensionszahlungen sie nicht zwingen, ihr Wohnungseigentum für mehr als nur das Leben zu nützen. Die beiden anderen Gruppierungen machen dagegen den zunehmenden sozialen Abbau dafür verantwortlich, dass sie in den nächsten Jahren möglicherweise dazu verpflichtet werden, Wohnungseigentum im hohen Lebensalter und im Krankheitsfall finanzierbar zu machen.

Deshalb empfehlen wir, in der zukünftigen Wohnraummarktforschung den Terminus "Wohngenerationen" zu benutzen und verstärkt "Wohngenerationseffekte" zu ergründen.

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