Din 18040 Barrierefreies Bauen Planungsgrundlagen

Die Din 18040 Barrierefreies Bauen Planungsgrundlagen

In der neuen Fassung der DIN 18040-2 (Barrierefreies Bauen - Planungsgrundsätze Teil. Behindertengerechtes Bauen Planungsgrundsätze Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude. Die DIN 18025 wurde 2011 durch die DIN 18040, Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen, ersetzt. Entwicklungsschritte der Standards für Barrierefreiheit. K Barrierefreie/reduzierte Barriere Umbauten - Grundlagen .

Verschiedene Voraussetzungen für barrierefreies Bauen

Barrierefrei bauen heißt, Appartements, Häuser sowie Plätze und Wege so zu gestalten, dass sie von allen Menschen ohne Fremdhilfe und ohne Einschränkungen benutzt werden können. Anstelle des Begriffes "barrierefreies Bauen" werden auch die Bezeichnungen "behindertengerechtes Bauen" oder "Bauen für alle" benutzt. Das barrierefreie Bauen trägt den Bedürfnissen aller Menschen Rechnung, einschließlich Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Menschen mit vorübergehender körperlicher Behinderung, Menschen mit Sprach- und Sprechstörungen, Menschen mit Kindern und schweren Gepäckstücken, Sehbehinderten, Blinden und Tauben, Menschen mit Hörverlust und Menschen mit Lernschwächen.

Zugänglichkeit sbeispiele: genügend Platz, Gänge sind groß und hoch, Installationsflächen sind lang genug, Bewegungsbereiche sind flach, Höhendifferenzen oder Treppenstufen können von jedermann überbrückt werden, Tasten und Handgriffe sind so montiert, dass sie vom Behandlungsstuhl aus gut zugänglich sind, klare Raumaufteilung, Führungssysteme wie Berührungskanten oder Bodenanzeigen sind für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Sehbehinderung zu haben.

Verschiedene Standards, Leitlinien und Handlungsempfehlungen sind die Basis für barrierefreies Bauen in Deuschland. So können die staatlichen Behörden in ihren Bauvorschriften festlegen, dass für einzelne Gebäude oder Einrichtungen die Erfüllung von Zugänglichkeitsstandards vorgeschrieben ist (je nach Land können andere Vorschriften gelten). Die aktuellen DIN-Normen für barrierefreies Bauen:

universal ROOM - DOORS

Eine barrierefreie Türe sollte eine freie Weite von mind. 90 Zentimetern und eine freie Raumhöhe von mind. 205 Zentimetern haben. Beim Schiebetor muss darauf geachtet werden, dass die freie Durchfahrtsbreite bei offener Türe ausschlaggebend ist, da eine komplette Durchfahrtsöffnung aufgrund des hervorstehenden Griffes nicht möglich ist.

Bei behindertengerechten Appartements ist eine Torbreite von 80 Zentimetern ausreichend. Für spezielle Anwendungen, z.B. in Sportanlagen mit Sportrollstühlen, wird eine freie Torbreite von ca. 125 mm empfohlen (Schmieg u. a. (2010)). Designkriterium "Griffe, Bedienelemente" Rollstuhlfahrer und Geher müssen die Türgriffe auch bei tiefer liegenden Laibungen greifen können.

Auch die Gebrauchstauglichkeit der Türe muss auf andere Art und Weisen erlangt werden. Variante "Ausgleich von größeren Laibungstiefen" Ein Torspion in einer Wohnungstür sollte auch für Sitzpersonen nutzbar sein und muss daher in einer Bauhöhe von 120 Zentimetern installiert werden. Die technische Entschädigung erfolgt durch die Installation eines Digital- oder Elektronik-Türspioniers mit Bildschirmübertragung.

Die Ergonomie grundsätze und Bewegungsabläufe von Rollstuhlfahrern und Gehhilfen beim öffnen und schliessen einer Türe vor der Türe müssen berücksichtigt werden. An der Türseite, wo es keinen Halt gibt, ist es möglich, die Einbautiefe auf 120 Zentimeter zu begrenzen, wenn die Oberfläche nicht durch Wände oder Mobiliar begrenzt ist. Allerdings muss die Oberfläche zum Wenden nicht zwangsläufig unmittelbar vor der Türe liegen.

Automatiktürsysteme sind zum einen eine Entlastung und ein Qualitätsmerkmal, zum anderen können sie aber auch zu einer Gefahrenstelle werden. Genügend Sicherheitsabstand und Bewegungsräume sind Voraussetzung für den sicheren Einsatz dieserTore. Um ein müheloses öffnen und schliessen einer Türe zu ermöglichen, dürfen die in der DIN EN 12217:2004-05 spezifizierten Betätigungskräfte und Betätigungsdrehmomente (der Hinweis bezieht sich ausdrücklich auf diese DIN-Ausgabe, die spätere Veränderungen der DIN EN 12217 nicht berücksichtigt ) die Grenzwerte der Güteklasse 3 nicht überschreiten.

Der Schliessdruck bzw. die Schliesskraft zum Auslösen einer Torbewegung darf 25 n nicht übersteigen. Bei Türschließern darf das Öffnungsdrehmoment zwischen 0 und 60 die Baugröße 3 nach DIN EN 1154: 47 Newtonmeter nicht überschreiten. Es ist zu berücksichtigen, dass die geöffneten Tore keine Gefahr von Verletzungen bergen und die Breite des Fluchtwegs nicht einengen.

DIN 18040-1 und -2 setzen die Stielhöhe auf 85 Zentimeter mit eventuellen Abweichungen von bis zu 105 Zentimetern. Praktisch sollte die Projektierung genau auf die Anforderungen aller Anwender abgestimmt sein und die Greifhöhen in einem Wiegeprozess nachvollziehen. Für Menschen mit eingeschränktem körperlichen Zustand (weniger Kraftaufwand in 105 Zentimetern Höhe), für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung oder mit Sehschwäche ist die Stielhöhe von 105 Zentimetern bequemer.

Bedienelemente von Automatiktüren sollten in einer Bauhöhe (Schaltmitte über OKFF) von 85 Zentimetern montiert werden. Ausführung "Türgriffe, Ergonomie" Die Funktionsfähigkeit von automatischen Türsystemen ist bei einer Bauhöhe von 85 Zentimetern garantiert. Wenn die Bedienelemente aufgrund der Abmessungen der Laufflächen verhältnismäßig weit weg liegen und der Türbezug daher nicht mehr sofort nachvollziehbar ist, können weitere Kennzeichnungen erforderlich sein.

Schwingtüren gelten als untauglich für barrierefreies Bauen, zumal der einzige Zutritt zu ihnen vermieden werden muss. Die Ortbarkeit und Wiedererkennbarkeit der Tür und ihrer Funktionen muss immer sichergestellt sein, auch für sehgeschädigte und sehgeschädigte Benutzer. Der Schriftzug an den Toren sollte einzigartig sein. Ausführliche Informationen zur Beschilderung finden Sie im Bereich Tür- und Orientierungsplanung.

Eine optisch konträre Formgebung des Zargenrahmens, kontrastreicher Türdrücker und Türknöpfe muss frühzeitig in das Designkonzept einfließen. Hoher Kontrast heißt eine Leuchtdichtedifferenz von mind. 0,4 (K>0,4). Bei Rollstuhlfahrern können bis zu 2 Zentimeter große Schwellwerte überwunden werden, bei anderen Menschen, wie z.B. Gehern, sind schon kleine Unterschiede eine Gefahr.

Besonders wichtig ist es, die Gesichtspunkte in den frühzeitigen Planungsprozeß einfließen zu lassen, da viele detaillierte Lösungen für den Rohbau relevant sind. Tore zwischen einzelnen Zimmern oder Funktionsflächen müssen zumindest Schallschutzmaße nach DIN 4109 haben.

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