Einrichtungen für Behinderte

Behinderteneinrichtungen

Es wurden neue Anlagen geschaffen, bewährte Anlagen erweitert und umgebaut. Das Verzeichnis der stationären Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte Menschen. In den meisten öffentlichen Bereichen und Einrichtungen müssen behindertengerechte Zugänge und Einrichtungen vorhanden sein, obwohl dies von privaten Unternehmen nicht verlangt wird. Auch der Flughafen Lissabon ist zugänglich, ebenso wie die größeren Hotels, die oft behindertengerechte Zimmer haben. Angebote für hörgeschädigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Mehrfachbehinderungen.

Spezielle Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Öffentliche Gebäude benötigen besondere Einrichtungen, die es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, das Gebäude selbstständig und sicher zu nutzen. Als " besondere Ausstattung " gelten besondere Räumlichkeiten und Vorsichtsmaßnahmen, die für Menschen mit Behinderungen notwendig sind, um konstruktive Nachteile auszugleichen. Der Standard für barrierefreie Gebäude der Klasse 500 definiert zwei Arten (Abschnitt 1.2): Die Klasse A1 ist definiert als Geräte und Räumlichkeiten, die hauptsächlich oder ausschließlich von Menschen mit Behinderungen benutzt werden.

Die Bauart C beinhaltet Geräte und Vorsichtsmaßnahmen, die nur unter Vorbehalt zugelassen sind. Diese können als Ersatz oder vorübergehende Maßnahme anstelle der in der Regel erforderlichen Ausrüstung bei Umbauten oder Renovierungen verwendet werden. Der Standard legt in Kap. 7 "Spezifische Einrichtungen" die Voraussetzungen für folgende spezielle Einrichtungen und Räumlichkeiten fest: Rollstuhlgängige Sanitäranlagen wie Toiletten, Duschen oder Umkleidekabinen, z.B. in Sportstätten (Kap. 7.2), Einrichtungsräume oder Kassen in Geschäften (Kap. 7.3 und 7.5), Schalter, Empfangsbereiche und Endgeräte, z.B. für Postämter oder Bankgeschäftsstellen, Bahnhofsgebäuden, Verwaltungsgebäude, uvm.

Zuhörerplätze, Hörsysteme, z.B. in Konzertsälen, Veranstaltungshallen, bei Sommerfesten etc. Neben den in den Abschnitten 7.7 und 7.8 genannten besonderen Einrichtungen sind auch die Zimmer des Typ 1 und 2 für Hotel- und Konferenzzentren, Wohnheime, Studentenheime, Wohnheime, Notunterkünfte oder Gefängnisse (Abschnitt 7.9) als Einrichtungen des Typen 1 zu erachten.

Die für den Umbau zulässigen Einrichtungen und Vorsichtsmaßnahmen sind:....: Stufenloses Routen über Umleitungen, z.B. mit Rampe oder mit gut bemessenen Bewegungsbereichen, Treppenliften (Kap. 3.8). Beide Anlagentypen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen: Wenn aus Sicherheits- oder betrieblichen Gründen der Zutritt durch Verriegelung beschränkt werden muss, sollte bevorzugt ein Schloß mit dem Standardschlüssel "Eurokey" verwendet werden (Punkt 7.1.4).

Gewalttätigkeit gegen Menschen mit Behinderung durch getrennte Einrichtungen

Das Büro des Bürgerbeauftragten hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf Missbrauch und fehlende Massnahmen zur Verhinderung von Gewalt in Einrichtungen der Hilfe für Behinderte in Oesterreich hindeute. Ist das nicht ein sicherer Ort für Behinderte? Es gibt in Ã-sterreich kein systematisches Wissen Ã?ber den Lebensalltag und die Wohnsituation behinderter Menschen in Einrichtungen der Behindertenförderung.

Mikrozensus-Erhebungen führen nur Interviews mit Personen, die in privaten Haushalten wohnen, nicht aber mit Personen, die in so genannten institutionellen Haushalten sind. Auch gibt es nur geschätzte Zahlen über die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen, die in Einrichtungen unterkommen. Für 2011 geht er davon aus, dass rund 15.000 Behindertenwohnanlagen in ganz Österreich behindertengerecht betreut werden (vgl. dazu auch: Börse 2011, im Internet).

Zur Beschreibung der gewalttätigen Erscheinungen im Bereich der Einrichtungen für Behinderte stützt sich der folgende Artikel daher zum einen auf Gutachten des Bürgerbeauftragten und zum anderen auf die aktuellen Fachbücher und biographischen Beschreibungen von Menschen mit Behinderungen selbst. Bereits seit 2012 führten Ausschüsse des Bürgerbeauftragten im Zuge der vorbeugenden Menschenrechtsüberwachung gelegentliche Überwachungsbesuche durch, z.B. in Wohngebäuden und anderen Einrichtungen für behinderte Menschen[1] im Jahr 2013 waren es 67.

Hierzu gehören: unrechtmäßige Drogen-, Elektronik- und Mechanikbeschränkungen der Freiheit; strikte Vorschriften, die den eigenen Handlungsradius begrenzen; übertriebene und restriktive Schutzmassnahmen; fehlende Einbindung in Entscheidungsfindungsprozesse; Paternalismus im Alltagsleben, der zu gelehrter Ohnmacht führen; das institutionelle Zusammenleben ist oft von Organisationsregeln für behinderte Menschen gekennzeichnet, die keineswegs dem üblichen Handlungsfeld adulter Menschen entspricht, wie die nachfolgenden Auszüge aus den Lebensläufen lernbehinderter Menschen zeigen:

Gleiche Prozesse reflektieren auch biografische Befragungen, die Frau Dr. med. Gertraud Kremsner mit Menschen mit Behinderung durchgeführt und mit ihnen durchgespielt hat. Zum Beispiel führen die letztgenannten "Speaking ABOUT" (Kremsner 2017) nicht nur zu einem Informationsmangel im Alltagsleben behinderter Menschen, sondern auch dazu, dass sie nicht gehört und nicht ernst genommen werden (vgl. ibid. - 270 ff).

Zugleich sind die Interviewten der Ansicht, dass die Bevölkerung in Oesterreich wenig an den Lebensbedingungen und Problemstellungen behinderter Menschen in Einrichtungen interessiert ist (vgl. ibid., 225). Dieses Statement wird an einem Beispiel illustriert und im Zusammenhang mit dem Thema Gewalttätigkeiten gegen Menschen mit Behinderungen näher erörtert. Die Ombudsstelle und die Bürgerbeauftragten richteten sich im Frühling 2016 an die Österreichische Bevölkerung, um auf Beschwerden in einer salzburgischen Institution für schwerbehinderte Jugendliche und Erwachsenen hinzuweisen.

Wie sehr die Aufnahme und Pflege behinderter Menschen bei der Trennung von Spezialeinrichtungen sozial gerechtfertigt und gewünscht ist, verdeutlichen die beiden Künstlerinnen Aleksandra Niedermoser and Dr. med. Erich Wahl 2017 in einer detaillierten Betrachtung der anschließenden öffentlichen und politischen Debatte. Kennzeichnend für die Reaktion auf die Meldung von langfristiger struktureller Gewalttätigkeit und ihren massiven negativen Folgen für behinderte Menschen waren:

Schließlich stellt sich für die beiden die grundlegende und entscheidende Frage: "Wann fängt die Bürgergesellschaft an, Solidarität mit Menschen mit Behinderungen zu zeigen und mit ihnen für ihre Rechte zu streiten, anstatt sich auf jährlichen Spenden zu erholen? Dies hört sich nach einer frommen Hoffnung an, denn es besteht ein großer Einvernehmen in der Österreichischen Gemeinschaft, dass die Unterkunft behinderter Menschen in Einrichtungen und unter für nicht behinderte Menschen vollkommen inakzeptablen Verhältnissen angebracht, gut und richtig ist.

Diskriminierende Einrichtungen für Behinderte sind in der Vergangenheit angewachsen und waren ein kooperativer Teil der nationalsozialistischen Mordprogramme für Behinderte. Sie sind im modernen Behindertenhilfesystem gut verankert, basieren aber auf segregierenden und gewalttätigen Vorgängen. Die von Kremsner durchgeführte Untersuchung der in Biografien von Menschen mit Lernschwächen erfahrenen Gewalttätigkeiten kommt zu folgendem Schluss: "Gewalt und Machtmissbrauch gegen Menschen mit Lernschwächen beruht (....) auf einem gesellschaftlichen Konsens, der (....) Einrichtungen schafft, die letztendlich dazu beitragen können, Menschen mit Lernschwächen von der Gemeinschaft auszunehmen.

"Eine Studie aus der Bundesrepublik kommt zu einer sehr vergleichbaren Schlussfolgerung, die sich in einer großen Institution für Behinderte geschichtlich mit dem Thema des Umgangs mit Gewalttätigkeit und Misshandlung auseinandersetzt: "Schon im Zuge der sozialen Exklusion anderer objektiviert als andere besteht ein enormes Aggressionspotenzial, in dem beide Arten von kulturbedingter, baulicher und persönlicher Gewalttätigkeit miteinander verflochten sind" (Kremsner 2017, 259).

"In diesem Sinne bildet Gewalttätigkeit in Gestalt von Benachteiligung, Exklusion und Rassentrennung einen wesentlichen Ausgangspunkt für die Vorstellung von speziellen Einrichtungen nur für behinderte Menschen. Dies bedeutet einen grundlegenden Wandel in der Gestaltung der Förderung behinderter Menschen: weg von der Pflege in speziellen Einrichtungen und hin zu einer hochindividuellen Förderung im normalen Lebensraum.

Diese Herangehensweise hat sich seit den 70er Jahren weltweit ausgebreitet; in Ã-sterreich wird der Ausdruck erst seit kurzer Zeit in der Schwerbehindertenpolitik benutzt und besprochen, aber keineswegs konsequent durchgesetzt. Dies würde ein grundlegendes Überdenken erfordern: Statt behinderte Menschen zu gruppieren und ihre Segregation nur in Einrichtungen für behinderte Menschen zu fördern, müßten zusammen mit Menschen mit Behinderungen zurück in die Gemeinschaft gefunden und durchgesetzt werden.

Dies würde einen Wandel sowohl in der Unternehmenskultur im Umgang mit Menschen mit Behinderung als auch in der Durchführung und Gestaltung der notwendigen Hilfe bedeuten. Nicht nur das Selbstbild und der Tätigkeitsbereich der Berufstätigen müssen sich ändern, sondern vor allem auch das Image behinderter Menschen in der Allgemeinbevölkerung. Gemäß der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung sollten behinderte Menschen nicht länger als dankbarer Empfänger von Mitgefühl und Nächstenliebe betrachtet werden.

Eine konsequente und umfassende Entinstitutionalisierung "würde endlich einen paradigmatischen Wandel herbeiführen, der für die Sensibilisierung für Chancengleichheit und die Wahrnehmbarkeit von Menschen mit Behinderungen besonders bedeutsam ist. "Denn nur ein solcher konsequente Wandel kann die geschichtlich gewachsene und gesellschaftlich gerechtfertigte Gewalttätigkeit durch eine langfristige Segregation der Österreichischen Hilfe für Behinderte auflösen.

Eines Tages will ich bei meiner Frau wohnen. Ort: Selfbestimmt Leben Innsbruck/Wibs (ed.): The Courage Book. Lebensgeschichte von lernbehinderten Menschen. Cremsner, Schleswig-Holstein (2017). Ort: Selfbestimmt Leben Innsbruck/Wibs (ed.): The Courage Book. Lebensgeschichte von lernbehinderten Menschen. Die Auseinandersetzung mit Gewalttätigkeiten im Lebensweltkontext der Bewohner der Liechtensteinischen Kulturstiftung zwischen 1945 und 1975 Freiburg: Samuel Becker.

Ort: Selfbestimmtes Leben Innsbruck/Wibs (ed.): The Courage Book. Lebensgeschichte von lernbehinderten Menschen.

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