Expertenstandards Pflege

Fachkundige Standardpflege

Mit E-Learning werden alle gängigen Expertenstandards in der Pflege, wie Dekubitusprophylaxe oder Entlassungsmanagement, erfolgreich abgedeckt. Betreuungsrichtlinien und Expertenstandards sind wichtige Qualitätsstandards für die professionelle Pflege. Der " Pflege- und Expertenstandard auf CD-ROM " hilft, die Versorgung der Patienten zu strukturieren und zu erleichtern. Der Expertenstandard in der Pflege wird vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) herausgegeben. Eine Software mit fertigen Mustervorlagen, Arbeitshilfen und Checklisten zur Umsetzung aller Pflegestandards.

Fachliche Standards in der Pflege

Mit dem 2008 in Kraft getretenen Pflegeweiterentwicklungsgesetz wurde die Erarbeitung und Fortschreibung von Expertenstandards den Vertragsparteien auf föderaler Ebene, d.h. den Repräsentanten von Einrichtungen und Pflegeversicherungen, auferlegt. Die Vertreter der Pflegebedürftigen sind dabei in beratender Funktion eingebunden. Zukünftig werden die Expertenstandards direkt für alle Einrichtungen und Pflegeleistungen in Deutschland bindend. Fachliche Standards sind Instrumentarien, die einen entscheidenden Beitrag zur Qualitätssicherung und -fortbildung in der Pflege leisten.

Dabei werden sowohl wissenschaftliche Ergebnisse als auch praktische Pflegeerfahrungen berücksichtigt und Zielsetzungen und Massnahmen in entsprechenden Bereichen der Ambulanz- und Stationspflege (z.B. Dekubitusentwicklung, Mangelernährung) definiert.

Den Zuschlag für die Erarbeitung des ersten Expertenstandards nach 113a SGB XI erhielt das DNQP im Frühjahr 2013. Die Expertennorm behandelt das Themenfeld "Erhaltung und Pflege der Mobilität". Zahlreiche betreuungsbedürftige Menschen können sich nicht oder nur sehr begrenzt selbständig umziehen.

Allerdings leistet die Beweglichkeit einen entscheidenden Beitrag zur Gesunderhaltung und Verbesserung der Lebensbedingungen pflegebedürftiger Menschen. Bis 2016 wurde der Normentwurf "Erhaltung und Förderung mobiler Mobilität" von einem Team von Wissenschaftlern der Hochschule Bremen im Namen der Vertragspartner gemäß 113 SGB II umgesetzt. Bei den Tests zeigte sich, dass der Experten-Standard praktisch ist und die Einführungskosten niedrig sind.

Das Qualitätskomitee für Pflege hat im Feb. 2018 mit der Mehrzahl seiner Mitgliedsunternehmen entschieden, den Mobilitätsexpertenstandard zunächst für zwei Jahre freiwillig einzuführen. Gleichzeitig werden der Expertenstandard und die begleitende Forschung aktualisiert.

Fachliche Standards in der Pflege - was verbirgt sich dahinter?

Die Expertenstandards beziehen sich auf die seit 1999 vom DNQP veröffentlichten Normen zu verschiedenen pflegerisch relevanten Thematiken. Acht dieser Expertenstandards gibt es derzeit: Ein anderer Maßstab, der hier jedoch nicht berücksichtigt wird, ist der so genannte Expertenstandard "Förderung der körperlichen Geburt". Alle Institutionen der Pflege für ambulante und stationäre Senioren sind gesetzlich dazu angehalten ( 113a SGV XI), die Expertenstandards umzusetzen, um die Sicherheit und Qualität in der Pflege zu gewährleisten.

Bevor wir die Einzelstandards unserer Reihe präsentieren, wollen wir Ihnen kurz erklären, wie ein solcher Anspruch entsteht, worin er sich zusammensetzt und wie Sie ihn deuten. Eventuelle Fragestellungen können beim Osnabrücker Qualitätsentwicklungsnetzwerk Pflege eingebracht werden. Dabei wird zunächst die Bedeutung des Themenbereichs für den Pflegebereich überprüft.

Sie prüft auch, ob es genügend Fachliteratur und eine hinreichende Zahl von Fachleuten zu diesem Themas gibt. Das so genannte Expertengremium besteht aus ca. 8-12 Leuten. Dazu gehören unter anderem Angehörige der Pflegewissenschaften, der Praxis und der Patienten- und Verbraucherverbände. In der Sachverständigengruppe wird ein erster Vorschlag ausgearbeitet, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt:

Erst nach Fertigstellung und ggf. Veränderung erscheint eine Druckschrift. Der neue Standart wird zunächst als Modell in mehreren Ambulanzen und Pflegeeinrichtungen umgesetzt. Es folgt die endgültige Publikation der Norm. Die Publikation enthält die Resultate der Gesamtentwicklung sowie Kommentare und Literaturstudien. Der Sachverständigengruppe wird einmal im Jahr die Frage gestellt, ob eine Anpassung der entsprechenden Norm erforderlich ist.

Die Lektüre eines Expertenstandards ist aufgrund seiner tabellarischen Darstellung recht leicht. Es ist daher Sache jeder Institution, eigene, individuelle Normen umzusetzen, die den Randbedingungen der Expertennormen entsprechen. Im Einzelnen werden hier die Anforderungen und Vorstellungen an die "Einrichtung" und den "Pflegefachmann" dargestellt. Im Regelfall wird hier nur der "Pflegespezialist" berücksichtigt.

Ähnlich wie bei der Pflegeprozess-Planung wird ein erwarteter Stand, ein angestrebtes Ergebnis als "Qualität der Ergebnisse" bezeichnet. Professionelle Pflege ist ohne fachliche Kompetenz in der Pflege nicht denkbar, da sie einen wesentlichen Beitrag zur gleichmäßigen Entwicklung der Qualität leistet. Die Tatsache, dass es trotzdem erhebliche Differenzen zwischen den Institutionen gibt, ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei den Normen vor allem um allgemeine Bedingungen handelt.

Inwiefern diese mit lebendigem Inhalt erfüllt werden, obliegt der Verantwortung der jeweiligen Träger. Auf der Grundlage der nachfolgenden Angaben wollen wir Ihnen die Gelegenheit bieten, sich über die aktuelle Normung zu unterrichten.

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