Gegen Einsamkeit

Vor der Einsamkeit

Der Staatssekretär für Sport und zivile Angelegenheiten, Tracey Crouch, soll gegen die Einsamkeit der Briten kämpfen. Einsamkeit ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem. Seit Mittwoch hat Großbritannien einen Minister, der sich mit der Frage der Einsamkeit beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, Maßnahmen zur Bekämpfung der weit verbreiteten Einsamkeit in Großbritannien zu entwickeln und umzusetzen. Doch Einsamkeit ist nicht nur im Alter ein großes Problem, auch junge Menschen können einsam werden, auch wenn sie viele Menschen um sich haben oder kennen.

Familien gegen Einsamkeit ersetzen

Die Einsamkeit und Isolation breitet sich in der Bevölkerung aus. Gemäss einer Untersuchung von Maria Morénos und José Manuel de la Luz von 2015, "Einsamkeit in Spanien", sind 70% der Menschen, die allein wohnen, von Einsamkeit bedroht. Die autonome und zusammen mit den asturischen Bevölkerungsgruppen am stärksten alternde autonome Zone Galiciens versucht die Aktion "Familia Aberta", diese Isolation zu zerschlagen.

Einzelne Menschen, die sich der "Familia Aberta" anschliessen, treffen sich in den Zimmern des seit einigen Jahren leerstehenden Franziskaner-Klosters von Bethanien. Die Projektleitung erfolgt größtenteils in eigener Regie und teilt sich die Projektkosten. Initiiert wurde das Vorhaben vom Galizischen Franziskaner-Orden mit dem Zweck, eine Ersatz-Familie für Menschen zu gründen, die allein sind oder sich allein sind.

In Zukunft wollen die Initiatorinnen und Initiatoren das Vorhaben auch auf andere freie kirchliche Liegenschaften, wie die früheren Pfarreien, ausweiten. Die Sozialpädagogin Antonio Leyra berichtete, dass das Vorhaben mit neun Betanzoserinnen begann. Es ist das grösste Hindernis, das Stigmatisierung der Einsamkeit, der Schande, zu bewältigen. Aus diesem Grund gehen die Projekthelfer seit sechs Monaten von Haus zu Haus, um die einsamen Menschen zu suchen und sie zur "Familia Aberta" einladen.

Außerdem gehen sie an Plätze, die normalerweise von einsamen Menschen besucht werden und stellen Kontakte zu den Sozialdiensten in der Umgebung her. Frère Liestas, der seit Jahren mit Wohnungslosen und Drogensüchtigen zusammenarbeitet, kam auf die Idee der " Open Family " und nahm an einem italienischen Hilfsprojekt teil, das die Süchtigen zu "Familien" zusammenführte, in denen sie sich unterstützen sollten.

"Einsamkeit plus Einsamkeit ist die Gemeinschaft - die Problemlösung besteht in den Menschen, die sie selbst erleiden", erklärt der Franziskaner die Grundidee der "Aberta-Familie". Einige Menschen benötigen jedoch eine bestimmte Anlaufphase, in der die Projektmitarbeiter in ständigem Austausch stehen und sie dazu ermuntern, den Sprung aus der Einsamkeit in die "Ersatzfamilie" zu wagen.

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