Haushaltshilfe

Hilfe im Haushalt sichert Selbstständigkeit

Die Kosten für eine Haushaltshilfe übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung im Rahmen ihrer Leistungen. Hier wird die Leistung als hauswirtschaftliche Versorgung bezeichnet. Allerdings besteht erst ein Leistungsanspruch für die Senioren, wenn eine Pflegestufe vorliegt. Der Bedarf für eine Hilfe im Haushalt ist allerdings gleichermaßen ein Grund für die Erteilung einer Pflegestufe und wird meistens von Pflegediensten erbracht, die ambulant tätig sind. Die Bezahlung der Haushaltshilfe richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit und wird dann in diesem Rahmen von der Pflegekasse übernommen.

Diese Hilfe im Haushalt ist ein wichtiger Schritt für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Durch eine Hilfe, die den Haushalt übernimmt, ist es sehr vielen Senioren möglich, für längere Zeit einen Umzug in eine Seniorenwohnanlage zu vermeiden.

Wohnen im Alter

Es gibt aber auch die Möglichkeit für eine begrenzte Zeit eine Haushaltshilfe zu bekommen. Dies kann während einer Rehabilitation und während und nach Krankenhausaufenthalten der Fall sein. In diesen Fällen ist dann entweder die Krankenkasse für die Leistung einer Hilfe im Haushalt zuständig oder die Sozialhilfeträger. Die Sozialhilfe unterscheidet zudem in große Haushaltshilfen und kleine Haushaltshilfen, je nach Grad der Einschränkung, die der Hilfebedürftige aufweist. Für landwirtschaftliche Unternehmer stellt die gesetzliche Unfallversicherung eine Hilfe im Haushalt oder für die Tagespflege zur Verfügung. Wie lange die jeweilige Hilfe gewährt wird, hängt von der ärztlichen Einschätzung ab, wenn noch keine Pflegestufe vorliegt.

Hilfe kann ganz unterschiedlich aussehen

Die Krankenkassen können die meist befristete Hilfe im Haushalt völlig unterschiedlich erbringen. Eine selten angewendete Form der Hilfe ist eine Ersatzkraft, die direkt von der Krankenkasse gestellt wird. Eine weitere Möglichkeit sind Kräfte von Institutionen, die mit der Krankenkasse einen Vertrag geschlossen haben. Wenn der Hilfebedürftige sich selbst um eine Kraft kümmert, können die Kosten hierfür mit bis zu acht Euro pro Stunde erstattet werden. Diese Hilfe wird aber für höchstens acht Stunden am Tag gewährt, es sei denn der Hilfebedürftige ist alleinerziehend und hat also noch minderjährige Kinder in seinem Haushalt, dann können bis zu zehn Stunden als angemessen gelten. Dies wird aber bei älteren Hilfsbedürftigen sicher kaum der Fall sein. Zudem müssen Zuzahlungen zu dieser Hilfe geleistet werden.

Wenn die Hilfskraft jedoch ein enger Verwandter ist, werden keine Kosten für dessen Arbeitszeit übernommen. Lediglich Fahrtkosten und ein eventuell anfallender Verdienstausfall können zum Teil erstattet werden. Die Krankenkasse regelt in ihrer Satzung selbst, für wie viele Tage sie eine Hilfe für den Haushalt gewährt. Wird die Hilfe länger benötigt, muss dies von einer Kommission geprüft werden, und vom Arzt angeordnet sein. Die Pflegekasse zahlt im Übrigen auch für Nachbarschaftshilfe oder für eine polnische Haushaltshilfe. Doch bevor man selbst jemanden einstellt, sollte man sich umfassend informieren, was übernommen wird und in welcher Höhe. Grundsätzlich wird bei der Hilfe keine Zahlung geleistet, wenn der Antrag nicht vor Beginn der Maßnahme vorliegt. In diesem Punkt sind Pflegekassen und Krankenkassen recht einig. Daher ist es immer wichtig, sich möglichst bei verschiedenen Anlaufstellen, wie einer Seniorenberatung vor Ort beispielsweise, kundig zu machen. Diese Beratungsstellen helfen meist auch dabei, die entsprechenden Anträge rechtzeitig zu stellen.

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