Im Bauwagen Wohnen

Die Familie Heim/Schober lebt anders als die meisten anderen: Wohnen im Wald an der Westerholter Straße. Die erste genehmigte Baustelle Hamburgs soll in Lokstedt entstehen. Von dieser Zeit an entstehen auch Gesetze, die später das Leben in Waggons verbieten (mit Ausnahmen). "Wir wollen einen weiteren ehemaligen Küchenwagen in ein Kinderzimmer verwandeln.

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In urbanen Gebieten gibt es eine Vielzahl von Naturformen, die unterschiedlich empfunden und ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Einfluß verschiedener Naturauffassungen auf den Betrieb von innerstädtischen Brachflächen: Über welche Art von Landnutzungsentscheidungen sprechen wir, wenn unterschiedliche AkteurInnen sie erörtern? Was ist die gewünschte Art - und für wen ist sie erwünscht?

Anhand von drei Fallbeispielen aus Berlin - einem Kommunalgarten, einem Campingplatz und einem Waggondorf - werden die Reichweite und der Einfluß von Evaluationen, Sinn und Ideen der Umwelt erarbeitet.

"Wie alle anderen auch, wir machen und bezahlen Steuern."

In seinem " Salon " setzt sich der Künstler ein, wie er das mit einer Plane bedeckte Bankettset bezeichnet. Zehn umgewandelte Bauwagen mit Töpfen aus verschiedenen Pflanzen. Warum wohnst du lieber in einem Bauwagen ohne fließendes Trinkwasser und Elektrizität als in einer gewöhnlichen Ferienwohnung?

Und das ist ganz simpel, weil es mir Spaß macht. Aber es ist nicht so, dass wir ohne Elektrizität und fließendes Trinkwasser auskommen. Auf diese Form des Lebens geben wir nicht bewußt ab, das führt zum Teil schlicht mit sich selbst und ich akzeptiere diesen Abschied gern. Man sollte in der Zukunft in der Schweiz so wohnen können, wie man will.

Es geht so weit, dass wir unseren Sitz einnehmen, mit allen Folgen. Wir wurden immer gemeldet. Man drohte uns, den Ort zu räumen und die Autos abzuschleppen. Zwei Mal hat die Landeshauptstadt Zürich Sie innerhalb eines Jahrs per Gerichtsbeschluss vertrieben. Haunziker: Die Stadtverwaltung will nicht mit uns sprechen.

Er fühlt sich nicht für unsere Sorge um einen Parkplatz zuständig und sagt, dass er nicht für jede Form von Wohnen oder Lebensentwurf genügend Zeit hat. Wir sind keine Reisenden. Reisende wohnen nicht in Bauwagen und dürfen nicht mehr als drei Monaten auf dem Spielfeld herumstehen. Aber wir wollen an einem einzigen Punkt verweilen und nicht von Dorf zu Dorf umziehen.

Weshalb ist die Lage mit der Gemeinde so geregelt? Hinziker: Die Schweizerischen Baudirektionen definieren den Abstand wie folgt: Tatsächlich ist es ja nachvollziehbar, dass sich die Großstadt verteidigt - wenn jeder nimmt, was er will. Wir wollen es nicht nur mitnehmen, sondern auch mieten.

Der Kluge kann in dieser Sache nicht aufgeben. Wir sind zweifelsohne die Schlauen (lacht). Wir wollen Freiheit in dieser Großstadt, gerade weil wir schlauer sind. Diese Schlacht zwischen dem Waggonschloss und der Innenstadt ist in den Massenmedien der Zentralschweiz zu sehen. Ich habe das Gefuehl, dass die Bevoelkerung auf unserer Seite ist.

Wir haben die Nachbarschaft dazu einladen. An den beiden Orten in Kitzbühel und hier in Luzern kamen 20 bis 30 Interessenten. Am ersten Tag auf dem Marktplatz im Riesenschlund kam ein seltsamer Typ an. Haben Sie keine Furcht. Wer sich fürchtet, kann so nicht weiterleben.

Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass dieses Verhalten auch Gefahren mit sich bringen kann. Haunziker: Es ist passiert, dass sich auf einmal Menschen in der Gegend herumgeschlichen haben. Viele Menschen haben das Gefuehl, dass wir unsoziale Punker sind, die Laute und Schmutz machen. Haunziker: Es ist so, als gäbe es ein Gruppen-Feeling.

Das ist eine üble Forderung. Möglicherweise schleichen sich bestimmte Menschen so ein. Wer wirklich lebt, für den ist diese Haltung keine Sackgasse. Im Kanton Aaregau gibt es immer wieder Besetzungen - eine andere Art des alternativen Wohnens als in seinem Bauwagen von Herrn Dr. med. Thomas Habich.

Sie müssen sich nur zurechtfinden. Ich verstehe nicht, warum ich mich mit den vorgegebenen Bedingungen, dem "normalen" Wohnen, begnügen soll. Die meisten Menschen würden aber nicht einmal daran denken, in einem Baufahrzeug zu sein. Nein, das kommt später.

Ich muss hier nur einen Teil meines Gehalts für den Lebensunterhalt aufwenden und kann den Restbetrag für andere Dinge verwenden. Warum musst du tausend Francs verdienen, nur um zu überleben? Würdest du dich schlecht fühlen, wenn du in einer Ferienwohnung wohnen müsstest? Ich bin ziemlich misstrauisch gegenüber Appartements.

Hätte ich mir nie vorgestellt, in einem zu wohnen. Warum nicht in einer Ferienwohnung wohnen? Er hat für mich etwas Restriktives. Oben, unten, links u. recht, es hat Menschen, mit denen man nichts zu tun hat. Hiunziker: Dieser war ein angenehmer und nicht schlammiger Sommer.

Sie denkt es ist toll, hat keine Schwierigkeiten damit. Doch sie will immer bei ihr bleiben. Und wenn Sie sich in eine Dame verliebt hätten, die nicht selbst in einem Bauwagen leben will? Hiunziker: Dann habe ich das Auto in ihren Park gestellt (lächelt).

Ein Wassereis bei dieser Wärme.

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