Konzept Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen in vielen Varianten

Für Menschen jeden Alters ist eine angemessene Wohnsituation wichtig, für alte Menschen mit speziellen Erkrankungen oder Bedürfnissen sogar noch wichtiger. Sie ist die Grundlage für eine Lebenszufriedenheit. Wenn im Alter berufliche und gesellschaftliche Aufgaben wegfallen, wird die eigene Wohnung zum Lebensmittelpunkt. Die meisten älteren Menschen leben in Privatwohnungen und möchten auch dann, wenn sie Hilfe brauchen, ihr häusliches Umfeld nicht verlassen. Aus diesem Grund werden Wohnformen, die die Pflege im eigenen Heim ermöglichen, immer wichtiger.

Das Konzept "Betreutes Wohnen" ist eine Wohnform von vielen.

Verwirrung bei der Namensgebung

Wohnen im Alter

Der Begriff "Betreutes Wohnen" als Konzept ist rechtlich nicht geschützt, daher besteht bei der Definition viel Verwirrung. Außerdem existieren unter dem Oberbegriff "Wohnen mit Betreuung" diverse unterschiedliche Konzepte. Man kennt das Konzept Betreutes Wohnen auch als "begleitetes Wohnen" oder Servicewohnen, doch die Worte sagen noch nichts über die tatsächlichen Angebote der Seniorenwohnanlage aus.

Das Konzept Betreutes Wohnen

Im betreuten Wohnen wird älteren Menschen neben der alten- oder behindertengerechten Ausstattung auch ein Grundservice an Dienstleistungen im Bedarfsfall angeboten. Diese kann er frei wählen. Es gibt aber keine einheitlichen Standards für die Angebotsgestaltung. Selbst die Dienstleistungen des Grundservices können stark voneinander abweichen. So gehören zum Beispiel Reinigung, Notrufservice, Hausmeisterdienste, Gemeinschaftseinrichtungen und Veranstaltungen für alle Bewohner zum Grundservice. Außerdem gibt es ein Beratungsangebot und die Möglichkeit, persönliche Hilfen in Anspruch zu nehmen. Für diesen Service wird eine monatliche Pauschale gezahlt. Der Grundservice kann durch Pflegedienstleistungen, Haushaltshilfen, Begleitdienste, Mittagstisch oder Essen auf Rädern ergänzt werden. Diese Wahldienstleistungen werden einzeln und zusätzlich abgerechnet.

Ziel des betreuten Wohnens

"Betreutes Wohnen" dient der Sicherung einer eigenständigen Haushaltsführung, soll die Bewohner vor Isolation schützen und einen Heimaufenthalt möglichst verhindern. Ideal, wenn die Bewohner im Altenheim in das soziale Geschehen eingebunden werden. Da es aber so viele Formen des betreuten Wohnens gibt, sollte man sich genau beraten lassen, wenn eine solche Wohnform geplant ist.

Es ist nämlich auch möglich, die eigene Wohnung bedarfsgerecht umzubauen und sie quasi in eine Art betreutes Wohnen umzuwandeln.

Grenzen des betreuten Wohnens

Grundsätzliches ist das Konzept "Betreutes Wohnen" für ältere Menschen gedacht, die ihren Haushalt noch weitgehend selbstständig führen können. Durch die angebotenen Leistungen sollen sie darin unterstützt werden. Bei einem dauerhaften Pflegebedarf stößt das betreute Wohnen jedoch an seine Grenzen, da es von Anfang an nicht dafür konzipiert war. Doch die Grenzen sind fließend und es hängt letztendlich von der jeweiligen Einrichtung ab, wie weit die angebotene Hilfe gehen kann. Die Möglichkeiten und die Offenheit der Einrichtung definieren, ob eine ambulante Versorgung im Einzelfall stattfinden kann.

Wohngemeinschaften für ältere Menschen

Immer populärer werden auch Wohnformen, in denen ältere oder jüngere Menschen gemeinschaftlich leben. Ziel einer solchen Wohngemeinschaft ist es, gegenseitig Interessen zu entwickeln, diese zu leben sowie sich gegenseitig so gut wie möglich zu unterstützen. Trotz der räumlichen Verbundenheit bietet eine Wohngemeinschaft neben dem Konzept Betreutes Wohnen für Senioren jede Menge Platz zur Entfaltung. Viele möchten weiterhin selbstständig und unabhängig leben, aber trotzdem nicht alleine sein. Sie möchten gerne Verantwortung für andere übernehmen, sich im Notfall versorgt wissen, aber trotzdem nicht rund um die Uhr versorgt sein müssen.

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