Kurzzeitpflege Kosten

Staatlicher Anspruch auf Kurzzeitpflege

Wenn Angehörige die pflegenden Personen sind, besteht ein staatlicher Anspruch auf Kurzzeitpflege, um eine Überlastung der Pflegeperson zu vermeiden und gleichzeitig die Pflege nicht unterbrechen und somit den zu Pflegenden vernachlässigen zu müssen. Was ist Kurzzeitpflege? Für einen bestimmten Zeitraum im Jahr - in der Regel sind das vier Wochen - gibt es für private Pflegepersonen die Möglichkeit, von der Pflege zurück zu treten, also quasi Urlaub zu machen, und Kurzzeitpflege zu beanspruchen. Wird die Pflege im eigenen Heim des Pflegebedürftigen durchgeführt, kommt dann ein anerkannter Pflegedienst ins Haus und betreut die zu Pflegende Person gemäß Pflegestufe. Meist sind dies Dienste der Ambulanten Pflege, die sich fachgerecht um die Pflege kümmern können.

Sinn der Kurzzeitpflege ist es, pflegende Angehörige zu entlasten. Da die Pflege Angehöriger sehr anstrengend sein kann, muss man regelmäßig Kraft tanken und sich ausruhen, um dieser verantwortungsvollen Aufgabe nachkommen zu können. Es ist daher ratsam, bei Bedarf den gesamten Zeitraum auszuschöpfen, falls der Pflegeumfang dies zulässt. Andernfalls kann man ebenfalls über die vorübergehende Unterbringung der zu Pflegenden Person in einem Pflegeheim nachdenken, jedoch sollte man diese Möglichkeit gut abwägen. Manche Menschen können nur schwer aus ihrem gewohnten Umfeld gelöst werden. Sollte dies Probleme mit sich bringen oder der ältere beziehungsweise beeinträchtigte Mensch sich damit unwohl fühlen, sollte man auf die häusliche Pflege zurück greifen.

Wer trägt die Kurzzeitpflege Kosten?

Wohnen im Alter

Jede Person, die eine Pflegestufe ab der Stufe 1 hat, ist berechtigt, Kurzzeitpflege im oben angegebenen Maße in Anspruch zu nehmen. Je nach Pflegestufe wird dann ein bestimmter Betrag pro Tag gerechnet, der die Pflege abdecken soll. Der Antrag wird bei der Kranken- beziehungsweise Pflegekasse gestellt und ist normalerweise schnell bewilligt. Eine Ablehnung ist nicht zulässig, da das Gesetz diesen Anspruch sichert. Das bedeutet, dass die Kurzzeitpflege Kosten von der jeweiligen Pflegekasse getragen werden. Die Pflegeperson muss angeben, für wie lange die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden soll und von wem. Viel mehr muss nicht beachtet werden. Je nach Pflegekasse wird dann direkt mit dem eingesetzten Ersatz-Pflegedienst abgerechnet, so dass der Pflegeperson auch kein bürokratischer Aufwand entsteht.

Bei Problemen stets um Rat fragen

Manchmal werden Pflegepersonen nicht auf die Möglichkeit der Kurzzeitpflege hingewiesen. Deswegen sollten Sie sich an eine Pflegeberatung wenden, die Ihnen alle Einzelheiten über die aktuellen Kurzzeitpflege Kosten mitteilen kann. Die Berater dort sind stets auf dem neuesten Stand und kennen alle Gesetze und Ansprüche. Auch wenn wider Erwarten einmal ein Antrag auf Kurzzeitpflege Kosten abgelehnt werden sollte, sind die geschulten Mitarbeiter der Pflegeberatung für Sie da und helfen Ihnen zu Ihrem Recht.

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