Kurzzeitpflege ohne Pflegestufe 2016

Kurzaufenthalt ohne Pflegestufe 2016

Es wird nicht unterschieden, nach welcher Pflegestufe der Patient klassifiziert wird. Um Anspruch auf Kurzzeitpflege zu haben, muss eine Pflegestufe (mindestens Pflegestufe 0 bei Demenz) vorhanden sein. Ab 2016 ist die Kurzzeitpflege auch für Patienten ohne Pflegestufe möglich. Seit 2016 kann die Erstattung der Pflegeversicherung sogar vollständig in der Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

das SGB XI - Beraterhandbuch 2016/17: dritte überarbeitete Ausgabe - Andreas Heiber

Als Krankenpflegeservice ist jeder, der Patienten ganzheitlich betreut, erfolgreich. Für die Pflegeversicherungsleistungen heißt das, die Änderungen in der Krankenpflegeversicherung begreifen und erläutern zu können. Der Leitfaden dient dazu, praktische Hinweise zu geben, welche Leistungsansprüche aus der Krankenpflegeversicherung entstehen und wie der Patient sie ausnutzen kann. Angefangen bei Schulungen für Pflegekräfte und deren Sozialversicherung bis hin zur Tages- und Nachtbetreuung.

Die PDL und das Pflegepersonal bekommen die notwendigen Werkzeuge, um ihren Klienten das gesamte Leistungsspektrum der Krankenpflegeversicherung vorzustellen. In der überarbeiteten Fassung des Beratungshandbuchs sind alle Innovationen aus dem Pflegestärkungsgesetz II enthalten. Weil gewisse Veränderungen bereits 2016 in Kraft getreten sind, andere erst 2017, werden die entsprechenden Regelungen in einer Übersicht wiedergegeben.

Präventions- und Kurzzeitpflege zur Unterstützung pflegebedürftiger Familienangehöriger

Nahezu 70 Prozent der hochbetagten Menschen, die in irgendeiner Form pflegebedürftig sind, werden in Deutschland in der Privatwirtschaft betreut. Die meisten Betreuerinnen sind Frauen oder Lebenspartner, von denen die meisten selbst über 60 Jahre sind. Gemeinsam mit Tochter, Schwiegertochter und anderen Familienangehörigen bildet sie den grössten Krankenpflegedienst des Landes.

Sie sind mit ihrem Einsatz nicht nur ein menschlicher, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der konkreten Gesellschaftspolitik, ohne die eine ganzheitliche und ganzheitliche Betreuung nicht möglich wäre. Doch oft kommen diese Menschen ohne Vorbereitung in die Rolle der Krankenschwester. Es geht dann darum, neben der alltäglichen Haus- und Hausarbeit auch die Betreuung zu Haus in möglichst kurzer Zeit zu gestalten.

Verwandte, die sich bereits im Vorhinein über Pflegeangebote informiert haben oder sogar einen Betreuungskurs absolviert haben, sind weniger gestresst und somit besser vor dauerhafter Überlastung geschützt, mit dem Ziel, selbst krank zu werden. Deshalb ist es für die Angehörigen besonders wichtig, sich frühzeitig über Hilfe zu erkundigen. Durch die sogenannte Vorsorge hat der Gesetzgeber Möglichkeiten dafür geschaffen, dass betreuende Verwandte nicht erst an die Grenzen ihrer Widerstandsfähigkeit gehen müssen, sondern sich bereits frühzeitig eine Pause einlegen.

Unabhängig davon, ob die pflegerische Person aufgrund von Ferien, Kur oder aus anderen Beweggründen abwesend ist, hat die pflegerische Person nach mindestens 6 Monaten Betreuung des Patienten im heimischen Umfeld das Recht auf präventive Betreuung. Dieser Zuschuss wird neben dem Betreuungsgeld oder den Sachleistungen ausbezahlt! Die Pflegeversicherung bis maximal 1.612,00 EUR deckt in diesem Fall die Ersatzpflegekosten für bis zu sechs Kalenderwochen pro Jahr.

In der Zeit der Abwesendheit der eigentlichen Pflegekraft ist die Versorgung und Unterstützung durch den Pflegeservice vollständig und persönlich gewährleistet. Die häusliche Vorsorge ist eine sehr gute Möglichkeit zur Kurzzeitpflege in Pflegeheimen, insbesondere für Patienten, bei denen ein Ortswechsel mit Verunsicherung und Orientierungsverlust verbunden ist.

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