Learning from las Vegas

Von Las Vegas lernen

Izenurs legendäre Polemik "Learning from Las Vegas" aus dem. "Von Las Vegas lernen - Architektur als Bedeutungsträger." Untersucht die Architektur des Las Vegas-Streifens und untersucht die Rolle von Zersiedelung, Werbung und kommerzieller Ikonographie im zeitgenössischen Bauwesen. Das Las Vegas Studio aus dem Archiv von. Die Architektur als Botschaft/ Mit "Learning from Las Vegas.

"Von Las Vegas lernen" - ein Referat von Bettina Rudhof (05.05.2015)

"1972 veröffentlichten Robert Venturi, Denise Scott-Brown und Steven Izenours die inzwischen sagenumwobene Polemik "Learning from Las Vegas". So wie Rem Koolhaas " Delirious New York " ist " Learning from Las Vegas " seit langem ein klassischer Architekt.

Bezug: Robert Venturi am Lenkrad, Denise Scott-Brown auf dem Sozius. Exploring Las Vegas, 68, aus den Archiven von Robert Venturi und Denise Scott-Brown; alle Rechte vorbehalten von Venturi Scott Brown & Associates, Philadelphia.

Begeisterung Las Vegas

Es wird als eine der bedeutendsten Publikationen der jüngsten Baugeschichte angesehen: die Veröffentlichung "Learning from Las Vegas" von Robert Venturi, Denise Scott Brown und Steve Izenour. So wäre ohne "Learning from Las Vegas" das "Urban Portrait of Switzerland" des ETH-Studios Basel undenkbar. Nach ihrem ersten Besuch in Las Vegas 1965 machte die Künstlerin den Ort zum Thema eines Lehrgangs an der Yale University.

Von den Forschungsresultaten einer Anfang 1969 präsentierten Schau brennen die beiden zusammen mit ihrem Mitarbeiter Steve Izenour das 1972 im Folio-Format und fünf Jahre später in einer graphisch modifizierten Taschenbuchausgabe mit reduzierten Bildinhalten. Die von Hilar Stadler und Martino Stierli im Bellpark in Kriens konzipierte Schau stellt einen Auszug aus der umfassenden Sammlung dokumentarischen Materials vor, die zwischen 1965 und 1972 entstanden ist und im Office von Victoria W. A. S. Braun und Associates in Philadelphia inszeniert wird.

Im Keller des Hauses befinden sich neben Filmen, die den Streifen von Las Vegas mit seinen Neonschildern und Plakaten aus der Sicht des Autos zeigen, auch Dias von der mittlerweile legendäre Ausstellung an der Yale University 1969 Neue Drucke des unter der Regie von Peter Fischli gesammelten und für die Vorführung in Kriens ausgesuchten Bildträgers.

Die Technicolor-Ansicht des Strips der ausgehenden 1960er Jahre, der heute von 40-stöckigen Häusern gesäumt wird, ist beinahe wehmütig und nicht mehr von den "dekorierten Schuppen", den schlichten, verzierten Häusern, die die Schriftsteller 1972 als charakteristisch für die Glücksspielstadt betrachteten. Gegenüber den " geschmückten Hallen " stehen symbolisch geformte Bauten, die "Enten"; ein Entenlokal in Entenform, das in "Learning from Las Vegas" dargestellt und rekontextualisiert wurde, ist Peter Blakes Publikation "God's own Junkyard" von 1964.

Blake's zivilisationskritischer Einblick in das tägliche Amerika traf mit einem unbefangenen Gespür für die Architektur der populären Kultur auf ihn. Ähnliche Ansätze wurden bereits in anderen Gebieten getestet - denken Sie an die Texte von Kevin Lynch oder Tom Wolf, vor allem aber an die Fotosequenzen von Ed Ruscha, den die beiden vor der Las Vegas Seminarwoche in Los Angeles mit ihren Schülern besucht haben.

Bei der architektonischen Betrachtung einer Großstadt bedeutet "Learning from Las Vegas" jedoch den kopernikanischen Wendepunkt.

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