Leerstandsquote Deutschland 2014

Vermietungsstand Deutschland 2014

Schlussfolgerung und Forderungen: Milderung der Folgen von Leerständen. Der Leerstand sank auf 3,7 Prozent - ein neues Allzeittief. Die Leerstandsquote in Westdeutschland lag im Jahr 2014 bei 2,4 %. Mieten in EUR / m2 (HJ1 2016 Median, Wüest & Partner Deutschland).

Die Leerstandsquote mitgestalten - Leipzig und seine Betreuerhäuser

Mitten in den 90er Jahren - Umzug und Leerstände prägen die City. Ganzer Stadtteil ist vom Zerfall betroffen. Unzählige Bauten aus der Gründungszeit werden abgerissen. Durch innovative Nutzungsmodelle hat der Verband HäuserHalten e. V. aus der Notwendigkeit eine Vorbildfunktion übernommen, den Denkmalsschutz mit der Quartiersentwicklung kombiniert und ist zu einem Modell für andere geworden.

Heute sind überall im Stadtgebiet von Leipzig die gelben Fahnen an baufälligen Gründerzeitgebäuden zu sehen. Seit 2004 reagierte der Verband HäuserHalten e. V. mit diesen Nutzungskonzepten auf die enormen Bevölkerungsverluste, die Leipzig nach der Wende erlitten hat: Von 1989 bis 1998 gingen knapp 100.000 Menschen in der Hansestadt verloren (Thema: Bevölkerungsentwicklung).

Hohe Leerstandsraten und Baufälligkeiten vieler Gebäude waren und sind die Folge dieser Entwicklungen. Davon besonders tangiert sind die von der Gründungszeit beeinflussten Bezirke im westlichen und östlichen Leipzig. Das Gegenkonzept, das der HauseHalten e. V. mit dem Leitbild des "Wächterhauses" erarbeitet hat, lautet: "Haushaltspflege durch Nutzung". Damit sind nicht nur Kulturdenkmäler vor dem Zerfall geschützt, für die der Verband mehrere Auszeichnungen erhalten hat.

Das heißt, dass zwischen dem Inhaber und dem HauseHalten e. V. eine befristete (in der Regel mind. fünfjährige) Bewilligungsvereinbarung zustandekommt. Das heißt, so genannte Hauswachen benutzen das Haus während dieser Zeit und bringen es in einen verrottungssicheren Stand. Der Benutzer oder Erziehungsberechtigte wird vom Verband organisiert und schließt mit dem Verband eine Bewilligungsvereinbarung ab, die ihm die Benutzung des Hauses oder der einzelnen Räumlichkeiten ermöglicht.

Hierzu gehören unter anderem Reparatur, Renovierung und Instandsetzung sowie eine monatliche Besichtigung der Häuser, um Schadstellen rechtzeitig zu erkennen. Die Vereinigung steht den Hauswächtern mit Werkzeug oder fachkundiger Hilfe zur Seite. Potenzielle Hausmeister sind vor allem Kunstschaffende, Kulturschaffende und gesellschaftliche Vereinigungen, die unter anderem die Ausstrahlung und die Wohnqualität in der Nachbarschaft steigern und das Kulturangebot durch die Benutzung der Geschäfte anreichern.

Die Vereinigung HäuserHalten e. Leipzig kooperiert mit dem Stadtumbauamt. Zur Sicherung und Erhaltung von leerstehenden und baufälligen Häusern liegt der Schwerpunkt auf Häusern an weniger interessanten Standorten, wie zum Beispiel an Hauptstraßen (Thema: Autobahnzukunft) oder Gebäuden an Standorten, die das Stadtbild prägen.

Aufgrund der großen Leerstandsraten in Leipzig sind viele Bauherren nicht in der Lage, die Objekte klassizistisch zu renovieren. Am Ende der fünf Jahre werden die Wohnungen an den Besitzer zurückgegeben, sofern keine weiteren Verträge bestehen. Seit 2013 verzeichnen Presse und Bevölkerung eine ständig wachsende Popularität der Metropole.

Die Bevölkerung übertraf Ende 2013 das Vorjahresniveau und lag im dritten Vierteljahr 2014 bei 539.039 Der hohe Zustrom zeigt sich auch an der Anzahl der Nachfragen. Ähnlich wie beim Wachhaus bietet der Besitzer die Funktionsreparatur als minimalen Service an. Ziel dieses Modells ist es, junge Menschen lange in Leipzig zu halten und damit einen lebhaften und vielseitigen urbanen Raum zu schaffen.

Damit leistet das Entwicklungshaus einen sichtbar erfolgreichen Beitrag zur Erhöhung der Diversität, Lebensfreude und Wohnqualität in Leipzig. Der Reiz der Großstadt und des alternativen Lebensstils, insbesondere für Jugendliche und Kreativschaffende, spiegelt sich nach wie vor in dem großen Engagement für Hausprojekte wider. Nach der Stabilisierung des Westens von Leipzig befindet sich seit einiger Zeit auch der Ostteil von Leipzig im Aufwind.

Allianz für innovatives, sozialverträgliches Immobilienengagement im "Leipziger Osten" in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Leipzig. In Ost-Leipzig sollen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umweltschutz, Bauwesen und nukleare Sicherheit Liegenschaften vor Fäulnis und Verwüstung bewahrt werden. Ein besonderes Merkmal des Projektes "Ostwärts" ist die Zusammenarbeit zwischen Hausgruppen, Städten, Immobiliengesellschaften und Stifter.

Einer der Schwerpunkte ist dabei die Bewusstseinsbildung und die Förderung von Wohnprojekten im östlichen Leipzig, um das Viertel vor langfristigem Zerfall zu schützen und lebhafte, gemischte Wohnviertel zu schützen. Jüngstes Vorhaben des Verbandes ist seit MÃ??rz 2014 das so genannte "Atelierhaus". Der Vertrag für die ersten Räumlichkeiten des früheren Dietzoldwerkes wurde am 2. April 2014 unterzeichnet Das Modell "Atelierhaus" basiert auf niedrigschwelligen, sanierten Gebäuden, die ausschließlich zur kommerziellen Verwendung bestimmt sind.

Damit soll, wie bei jedem Vereinsprojekt, auch der Zerfall schutzwürdiger Bauten im Stadtbild und auf den Straßen gestoppt werden.

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