Micro Wohnen

Mikro Wohnen

Micro-Appartement steht für intelligentes Wohnen auf kleinstem Raum. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach geeignetem Wohnraum", sagt Rainer Nonnengässer, Leiter Micro Living bei MPC Capital. In der Vergangenheit ist der Anteil der Menschen, die in Städten leben, stetig angestiegen. Modernste Technik und hochwertige Ausstattung machen das Wohnen in den Mikroappartements komfortabel und angenehm.

Wohnungsmarkt: Mikro-Wohnungen - weniger ist mehr

Einpersonenhaushalte sind heute die häufigste Wohnform in Deutschland. Etwa 40 % der Bundesbürger sind alleinstehend. Laut einer Vorhersage des Bundesamts für Statistik wird die Anzahl der Single-Haushalte in Deutschland bis 2030 auf rund 44% anwachsen. "Der Bereich Mikro-Wohnen ist zurzeit ein heisser Markt", sagt Thomas Beyerle, Immobilienanalyst beim europaweit tätigen Immobilienkonzern Catella.

Mikro-Wohnungen, so Beyerle, erbrachten im Durchschnitt bessere Renditen als die herkömmlichen Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen, weil pro m² mehr Miete erzielt werden konnte. Und auch die Nachfragesituation erscheint sicher: "Statistisch betrachtet hat nur noch jeder fünfte Berliner Single-Haushalt eine Ein- oder Zweizimmerwohnung", sagt Beyerle.

"Die Renditeerwartungen von Immobilienfirmen und Firmen, die sich auf Mikrowohnungen konzentrieren, steigen auf bis zu acht Prozentpunkte pro Jahr. Catella hat zudem im Monat Juli einen neuen unbefristeten Immobilien-Fonds aufgelegt, der sich auf Kleinwohnungen konzentriert. Mit einer Zielrendite von 3,5 bis 4,5 Prozentpunkten pro Jahr ist dies verhältnismäßig vorsichtig - wahrscheinlich auch deshalb, weil die Investition in Mikrowohnungen nicht so risikofrei ist, wie es die Werbeprospekte von Immobilienfirmen vermuten lassen.

"Mikro-Wohnungen haben in der Regel einen hohen Umsatz", sagt Beyerle. Bei Pendlern und Geschäftsleuten ist ein Parkplatz oft Grundvoraussetzung, sagt Beyerle. Darüber hinaus sollten private Anleger nicht mit so hohen Erträgen rechnen, wie sie von einigen großen Immobiliengesellschaften versprochen wurden, so eine Bewertung des letztjährigen "Finanztests" der Stiftung Warentest. 2.

Ausschlaggebend dafür ist vor allem der Einstiegspreis: In Heidelberg müssen Einkäufer zwischen 5.000 EUR pro qm und in München teilweise mehr als 6.000 EUR pro qm für Mikrowohnungen auf den Markt bringen - Werte, die weit über den Quadratmetern von vergleichbaren größeren Wohnungen lagen. Dementsprechend erhalten private Erwerber nur 2,8 bis 3,3 Prozentpunkte der Jahresmieteinnahmen nach Abzug der Betriebskosten auf ihre Anlagesumme.

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