ökodorf Nrw

Ökodorf Nrw

zu Orten und Landschaften in aller Welt, aber natürlich auch in Deutschland und in NRW. von Sören Barge (Eine-Welt-Netzwerk NRW e. V.), Helen Lessing. NaturFreunde-LV NRW durch den Benrather.

" Neophyten, Geld & Vergnügen" (NRW).

Ökodörfer: Alternativer Lebensstil à kÖlner Stadt-Anzeiger

Die meisten Nahrungsmittel kommen aus dem Gemüsegarten, Veganer werden in der gemeinsamen Küche zubereitet. Ein wichtiger Erwerbszweig des Dorfes ist das Seminargeschäft, die Einwohner vermitteln ihr Wissen und ihre Erfahrung zu unterschiedlichen Fragen des ökologisch und sozial verträglichen Daseins. Wenn Sie daran interessiert sind, im Dorf zu wohnen, können Sie einmal im Jahr an einem 2-wöchigen Community-Kurs teilzunehmen.

Die Dorfgemeinschaft entscheidet dann, wer zu einer Bewährungszeit von wenigstens einem Jahr einlädt. Danach kann ein Zulassungsantrag für die Abwicklungsgenossenschaft (Kaution: 11.000 Euro) eingereicht werden. Eine Gruppe von mind. drei Personen kann zusammen ein Wohnhaus einrichten. Mehr Ablagerung jemand dort hat, weniger Mieten zahlen sie später.

Jeder Bewohner bezahlt in das Haushaltsbudget, aus dem die Nahrungsmittel an zentraler Stelle bezogen werden. Einen Überblick und Infos zu den Öko-Dörfern finden Sie im Internet:

Ökodorf der Zukunft von morgen

Zur Unterbringung der Informationsbedürfnissen der Gemeinden und Ortsgemeinschaften und zur Vermittlung der notwendigen Kenntnisse und Praxisbeispiele beauftragte die Staatsregierung NRW 1991 das Bundesministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Landesentwicklung (MURL) mit dem Modellvorhaben "Ökologisches Zukunftsdorf". Es galt, die Möglichkeiten einer ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich ausgeglichenen Ortserneuerung aufzudecken.

Der flächendeckende ökologisch ausgerichtete Dorfaufbau sollte entsprechend den örtlichen Verhältnissen folgende Aktionsfelder abdecken: In jedem Fall startete 1992 eine Planungsbüro mit der Bestandsaufnahme von Landbild, Besiedelungsstruktur, Bausubstanz und Lokalsicht. Bis 1997 wurde unter der intensiven Mitwirkung der Bevölkerung ein Soll-Konzept erarbeitet und durchgesetzt. Die Maßnahmen wurden aus den bestehenden Fördermöglichkeiten, insbesondere der Ortserneuerung, finanzier.

Bundesumweltminister Matthiesen interessierte sich sehr für den Fortgang des Projekts. Sowohl im Privat- als auch im öffentlichen Raum des Ortes wurden viele Einzelmaßnahmen entsprechend dem Bedarfskatalog des Modellprojektes und der konkreten Bedürfnissen vor Ort realisiert. Soweit möglich, wurden die Arbeit unter Mitwirkung von Bürger durchgeführt. Die Verpflichtung endet jedoch nicht mit dem Ablauf des Projekts.

Die positiven Erlebnisse aus der Praxis Bürgerbeteiligung, die konstruktive Rückmeldung auf ihre bisherigen Errungenschaften sowie das Bewusstsein, gemeinsam entwickelte Konzeptionen noch stärker in eigener Regie nach Abschluss des Modellprojekts, führen zu weiteren Vorhaben im Ökodorf, weiterzuführen. Der Erfolg zeigt sich nicht nur in der Teilnahme an der Weltausstellung 2000, sondern auch vor Ort im lebendigen Gemeinschaftsleben des Dorfes.

Bewährte Erlebnisse mit der ökologischen Transformation des Ortes leiten die Bürger in Form von Schulungen und Führungen auch an andere Interessenten weiter. Das Projekt "Ökologisches Zukunftsdorf" hatte sich zum Ziel gesetzt: Offenheit der Dorfbevölkerung, Vorstellungskraft für die Lösung von Problemstellungen, vor allem aber eigene Initiative waren Grundvoraussetzung für den Erfolg des Vorhabens.

Keine Patentrezepte und keine schnelle Lösung für das ökologische Zukunftsdorf". Eine vorsichtige, zukunftsfähige Weiterentwicklung erfüllt wird es sein: Da diese Voraussetzungen im Detail erfüllt werden können, muss nach den Bedingungen vor Ort die geklärt werden. Aus diesen Vorgaben wurde in Kooperation zwischen Planungsbüro und Bürgern ein Maßnahmenkatalog erarbeitet und eine umfangreiche Ortserneuerung initiiert.

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