Pflege Demenzkranker zu Hause

Krankenpflege für Demenzkranke zu Hause

Allerdings arbeiten Frauen heute häufiger als früher und sind weniger bereit, die Last der Pflege in Zukunft zu tragen. Der Arzt sollte wissen, wann es ratsam ist, einen Facharzt aufzusuchen, und er sollte sowohl die Adresse als auch die Öffnungszeiten der nächstgelegenen Demenz- und Pflegeberatungsstelle zur Hand haben. Die Betreuung von Demenzkranken zu Hause ist nicht unmöglich, aber sie bringt die Angehörigen an den Rand dessen, was bezahlbar ist. Denn je besser sie über die Krankheit Bescheid wissen, desto besser werden Pflege und Betreuung gelingen. Die Demenz beschreibt den Gedächtnisverlust.

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Was bedeutet die Pflege von Demenzen? Demenzpflege kann nicht allgemein beschrieben werden, da der Grad der Erkrankung und damit die Lebensumstände von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich sind. Demenzkranke Menschen haben es in ihrem eigenen Alltag nicht leicht, sich zurechtzufinden. Deshalb reichen die Betreuungsangebote für die Pflege von Demenzen in der Regel von der Basishygiene über die Hauswirtschaft einschließlich Einkaufen und Kochen bis hin zur Selbstorganisation.

Neben der Vergeßlichkeit sind einige der Betroffenen auch anfällig für Ängste und Irritationen.

Demenzpatienten wohnen zu Hause älter als zu Hause.

Demenzerkrankte Menschen wohnen zu Hause älter als in einem Altersheim. Demenzerkrankte scheinen zu Hause weniger erkrankt zu sein als in Altersheimen. Etwa 60 % der dementen Patienten werden in der Bundesrepublik zu Hause von Verwandten versorgt, 80 % der Pflegekräfte sind weiblich. Allerdings arbeiten sie heute häufiger als früher und sind weniger gewillt, in Zukunft die Pflegelast zu tragen.

Diese Belastung wird oft unterschätzt: Demenzerkrankte Menschen bleiben durchschnittlich zehn Jahre vom Auftreten der Krankheitssymptome bis zum Tode, in denen sie intensiv betreut werden müssen. Die Frage, ob es für Demenzpatienten gut oder schlecht ist, wenn sie zu Hause betreut werden, wurde von einer Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Herrn Dr. med. Stefan SCHRÖDER vom Krankenhaus Güstrov erforscht ( "Z Gerhard 2010"; 43:254).

Im Einzelnen verglich der Arzt die Lebensdauer zu Hause mit der Lebensdauer in einem Altersheim. Im Rahmen der achtjährigen Untersuchung sammelten sie 173 Patientinnen und Patienten für Alzheimer-Demenz oder vaskuläre Demenzen. Am Anfang wurden alle Patientinnen und Patienten im Rahmen eines Mini-Mental-Status-Tests (MMST) untersucht. Im Durchschnitt waren nach acht Jahren etwa 80 % der Menschen an demenzkrank.

Die mittlere Überlebensdauer in Pflegeeinrichtungen beträgt 29,2 bzw. 55,5 Jahre. In der Summe leben die zu Hause versorgten Patientinnen und Patienten 2,2 Jahre später als die Demenzkranken in Altersheimen. Allerdings: Zu Beginn der Studie waren die Pflegebedürftigen im Durchschnitt sieben Jahre alt und ihr MMST-Wert um 4,2 Prozentpunkte geringer als der der zu Hause Pflegebedürftigen.

Berücksichtigt man die Alters- und Schweregrade der Erkrankung, so war die Sterblichkeitsrate zu Hause dennoch nur um die Hälfte höher als im Altenheim. Eine prospektive Untersuchung mit einer gleichaltrigen Gruppe, d.h. gleichaltrigen und vergleichbaren MMST-Werten, müßte nun jedoch prüfen, ob dies wirklich auf die unterschiedliche Versorgung zurückzuführen ist.

Für die scheinbar erhöhte Lebensdauer von Demenzkranken in der häuslichen Pflege haben die Verfasser keine glaubhafte Begründung. Tatsächlich gehen sie davon aus, dass die typischen Beschwerden wie Unterernährung und Eigengefährdung zu Hause eher verbreitet sind als in einer Einrichtung. Zudem fehlt den Verwandten oft das Wissen über die Belange von Demenzkranken. Andererseits haben Menschen mit Demenz zu Hause mehr interpersonelle Beziehungen und werden weniger oft mit psychotropen Medikamenten versorgt.

Dies könnte insbesondere ein bedeutender Punkt sein - eine signifikant höhere Sterblichkeitsrate bei dementen Patienten wurde mittlerweile in mehreren neuroleptischen Therapiestudien festgestellt. "Man geht davon aus, dass die typischen Beschwerden wie Unterernährung und Eigengefährdung zu Hause weitaus verbreiteter sind als in einer Pflegeeinrichtung." Unterernährung in der heimischen Umwelt ist recht rar, in Pflegeheimen ist die Pflege von der Güte der Anlage abhängig.

Dies gilt auch für die Selbstgefahr. Auch gibt es deutliche Belege dafür, dass das vorhandene Wissen über die Belange von Demenzkranken in vielen Institutionen nicht oder nur unzureichend in die Tat umgesetzt wird. Welche Pflegeeigenschaften ermöglichen es den Demenzkranken, länger zu überleben.

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