Pflege von Angehörigen

Betreuung von Angehörigen

Wird ein Familienmitglied invalid, muss es in der Regel schnell sein. Haben Sie sich aus der Pflichtversicherung zurückgezogen, um einen nahen Verwandten zu pflegen? Die pflegenden Angehörigen brauchen zeitliche Flexibilität in der Phase der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Mit dem neuen Gesetz zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf eröffnen sich vielfältige Fördermöglichkeiten. In der Broschüre finden Sie Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung für Pflegekräfte.

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Mehr und mehr Mitarbeiter in der Bundesrepublik betreuen neben der Arbeit auch pflegende Verwandte - ob nun Familienangehörige, Lebenspartner oder Kind. In 2011 gab es in ganz Europa 2,5 Mio. Menschen, die pflegebedürftig waren. Hiervon wurden 1,18 Mio. von Angehörigen betreut (Statistisches Bundesamt, Pflege-Statistik 2011). Bis 2020 wird die Anzahl der betreuungsbedürftigen Menschen auf 2,9 Mio. und bis 2030 auf 3,4 Mio. steigen.

Pflege heißt aber nicht nur Pflege durch den Elternteil oder die Großmutter. Verwandte wie z. B. von Kindern, Partnern oder Geschwistern können aufgrund von Krankheiten oder Unfällen ebenfalls Pflegebedürftigkeit haben. Pflege heißt auch, hilfsbedürftige Familienangehörige zu betreuen, die sich noch nicht um eine Betreuungsstufe beworben haben. Die Zahl dieser Menschen in der Bundesrepublik schätzt man auf rund 3 Mio. Menschen.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gewinnt auch das Themenfeld Beschäftigung und Pflege von Angehörigen für Firmen immer mehr an Bedeutung. Knapp 2,1 Mio. Menschen, die hilfsbedürftige Familienangehörige betreuen, sind beschäftigt (Auswertung der Ergebnisse des Sozioökonomischen Gremiums 2007 im Rahmen des Konzernprogramms Success Factor Family). Davon sind 68% der Mitarbeiter der Ansicht, dass die Vereinbarung von Arbeit und Pflege schwierig zu managen ist.

Viele Betreuer haben jedoch Schwierigkeiten, mit ihrem Auftraggeber oder Arbeitskollegen über die doppelte Belastung zu reden und die entsprechenden Förderangebote zu akzeptieren. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass die Betreuung der Verwandten sehr anspruchsvoll ist und Einfluss auf die Arbeit hat. Für pflegebedürftige Familienangehörige hat die Heidelberger Druckmaschinen AG bereits eine Vielzahl von Angeboten und Kontaktstellen, eine Überblick findet sich in dieser Sektion und in diesem Faltblatt.

Der Familien-Monitor 2010 des Bundesministeriums für Familie macht deutlich, wie bedeutsam es ist, Betreuung und Arbeit miteinander zu verbinden: 87% der Menschen betrachten dies als eine bedeutende oder sehr bedeutsame Zukünftigkeit. Zweidrittel der Einwohner wollen sich zuhause um die Verwandtschaft kümmern.

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Von der Senatssitzung am 18. Februar 2018: Der Bundesrat hat in seiner heute abgehaltenen Präsidiumssitzung den von Finanz-Senator Dr. Mathias Kollatz-Ahnen vorgestellten Gesetzesentwurf zur besseren Vereinbarkeit der Familien-, Betreuungs- und Berufswege für Staatsbedienstete zur Kenntnis genommen. Der Gesetzesentwurf wurde vom Bundesrat angenommen. Damit soll die Berufssituation von Familienangehörigen verbessert werden.

Das Gesetz stützt sich auf das personalpolitische Handlungsprogramm des Ständerates. Das Gesetz sieht folgende Massnahmen vor: Teilzeitarbeit oder Urlaub als familiäre Betreuungszeit oder Betreuungszeit, Teilzeitarbeit oder Urlaub zur Betreuung nahestehender Familienangehöriger in ihrer letzten Phase des Lebens als weitere Betreuungszeit, Spezialurlaub mit Entgeltfortzahlung zur bedarfsgerechten Gestaltung der Betreuung oder Sicherstellung der Betreuungsleistung in der Akutversorgung, Vorauszahlung für Familienbetreuungszeit oder Betreuungszeit.

Es setzt das Krankenpflegezeitgesetz vom 28. Mai 2008 (BGBl. 1 S. 874, 896; PflegeZG) und das Krankenpflegezeitgesetz vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2564, FPfZG) systemkonform um. Der Gesetzentwurf wird nun dem Bürgermeisterrat zur Kommentierung vorgelegt, bevor er im Parlament verabschiedet und dem Repräsentantenhaus vorgelegt wird.

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