Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit

In manchen Fällen entsteht nach einem Ereignis, z.B. einem Schlaganfall, plötzlich Pflegebedürftigkeit. Oftmals entwickelt sich der Pflegebedarf jedoch nur langsam. Weder das Pflegepersonal noch die Pflegebedürftigen sind jeden Tag gleich gut gelaunt.

Das Konzept des Pflegebedarfs aus pflegewissenschaftlicher Sicht. Seit elf Jahren weigert sich die Gemeinde Birmensdorf, für die Betreuung eines Mädchens mit einer schweren Herzkrankheit zu zahlen.

Der Pflegebedarf macht die Menschen arm

Ältere Menschen werden zunehmend zu einem sozialen Fall in Pflegeheimen. Unser Kommentarband erläutert, was sich in der Krankenpflegeversicherung verändern muss. Häufig, so ein Pflegeheimleiter, reicht das Honorar gerade für eine Schokolade als Präsent für die Enkelkinder. Das ist das ganze Kapital, das sich viele Pflegeheimbewohner leisten konnten. Pflegebedürftig macht arm: Das ist die bedauerliche Feststellung aus den von der VdK veröffentlichten Daten.

Dementsprechend ist jeder dritte betreuungsbedürftige Mensch, der im Haushalt lebt, auf "Hilfe zur Pflege", also auf soziale Fürsorge, angewiesen. 2. Die Krankenpflegeversicherung soll gerade das verhindern: dass Menschen in Pflegeheimen zu sozialen Fällen werden. Seit Jahren nimmt die Anzahl der Menschen in Pflegebedürftigkeit zu, die ohne "Pflegehilfe" nicht zurechtkommen. Denn der Eigenbeitrag zu den Hauskosten ist so hoch, dass die Pension nicht ausreichend ist.

Mit anderen Worten, der Beitrag der Krankenpflegeversicherung ist zu niedrig. Der Patient und seine Verwandten sind die Hauptbelastung. Die Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge im Jahr 2015 hat daran nichts verändert. Weil der Mangel im Verborgenen liegt: Je nach Pflegebedarf bezahlt die Krankenpflegeversicherung immer einen festen Betrag für die Unterkunft im Haus.

Der Betreuer muss den Restbetrag selbst bezahlen. Wenn seine Monatsrente zu niedrig ist, greift das Sozialamt ein. Doch da die Pensionen in Zukunft kaum ansteigen werden, die Betreuungskosten aber weiter ansteigen, wird sich die Kluft zwischen den Pensionen und dem zu zahlenden Eigenbeitrag noch weiter vergrößern.

Einzelheiten

Derjenige, der als Pflegebedürftiger im Sinn des Krankenpflegeversicherungsgesetzes anzusehen ist, ist im Gesetz zur sozialen Sicherheit Nr. 17 (SGB XI) genau festgelegt. Der Pflegebedarf war lange Zeit hauptsächlich auf physische Behinderungen zurückzuführen. Pflegebedürftigen mit geistigen oder geistigen Behinderungen, wie z.B. Menschen mit Demenz, wurde nicht genügend Rechnung getragen. Menschen sind seit 2017 hilfsbedürftig, wenn sie ernsthafte gesundheitliche Einschränkungen ihrer Selbständigkeit oder Leistungsfähigkeit haben und daher auf fremde Hilfen und Unterstützungen angewiesen sind.

Je nachdem, wie stark die Beeinträchtigung ist, werden fünf unterschiedliche Versorgungsgrade differenziert. Bis Ende 2016 haben die fünf Versorgungsstufen die bisherigen drei Versorgungsstufen und den Notfall vollständig durchlaufen. Im Rahmen der Pflegebewertung wird der Pflegebedarf mit einem so genannten New Assessment Assessment (NBA) eruiert. Der Patient muss für einen Zeitraum von sechs Monate pflegebedürftig sein.

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