Pflegebedürftigkeit

Pflegeabhängigkeit

Dementsprechend unterschiedlich sind die Aussagen zur Pflegebedürftigkeit. In der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik sind die Ansichten der Sozialhilfe und der Pflegeversicherung wichtig. Versicherte Personen, die durch den Versicherungsfall so hilflos sind, dass sie für die normalen und regelmäßigen Aufgaben des täglichen Lebens erhebliche externe Hilfe benötigen, haben Anspruch auf Leistungen für Abhängige. Wann spricht man von Pflegebedürftigkeit? Was leistet die gesetzliche Pflegeversicherung in diesem Fall?

Pflegeabhängigkeit

Derjenige, der als Pflegebedürftiger im Sinn des Krankenpflegeversicherungsgesetzes anzusehen ist, ist im Gesetz zur sozialen Sicherheit Nr. 17 (SGB XI) genau festgelegt. Der Pflegebedarf war lange Zeit hauptsächlich auf physische Behinderungen zurückzuführen. Pflegebedürftigen mit geistigen oder geistigen Behinderungen, wie z.B. Menschen mit Demenz, wurde nicht genügend Rechnung getragen. Menschen sind seit 2017 hilfsbedürftig, wenn sie ernsthafte gesundheitliche Einschränkungen ihrer Selbständigkeit oder Leistungsfähigkeit haben und daher auf fremde Hilfen und Unterstützungen angewiesen sind.

Je nachdem, wie stark die Beeinträchtigung ist, werden fünf unterschiedliche Versorgungsgrade differenziert. Bis Ende 2016 haben die fünf Versorgungsstufen die bisherigen drei Versorgungsstufen und den Notfall vollständig durchlaufen. Im Rahmen der Pflegebewertung wird der Pflegebedarf mit einem so genannten New Assessment Assessment (NBA) eruiert. Der Patient muss für einen Zeitraum von sechs Monate pflegebedürftig sein.

Pflegebedürftigkeitskapitel 1.3.4

Ungefähr zwei Mio. Menschen in der Bundesrepublik sind pflegebedürftig. In der Sozial- und Privatversicherung wurden im Jahr 2003 2,1 Mio. pflegebedürftige Menschen als pflegebedürftig erachtet. Damit sind 2,5 % der Bevölkerung in der Bundesrepublik vertreten. Der Pflegebedarf ist überwiegend altersabhängig und tritt vor allem bei sehr alten Menschen auf. Somit beträgt der Pflegebedürftige Teil bis zum 75. Lebensjahr unter einem Prozentpunkt.

Einer der häufigsten Gründe für die Pflegebedürftigkeit ist die demente Erkrankung.

Bei den über 80-Jährigen sind mehr als 35 Prozent aller Fälle auf Demenz mit unterschiedlichen Gründen zurückzuführen[117]. Viele Pflegebedürftige werden zu Haus betreut. Aus den rund zwei Mio. anerkannten Pflegebedürftigen werden rund 1,44 Mio. zu Haus und 0,64 Mio. in Wohnungen unterhalten. Fast 57% der Betreuten werden als Pflegestufen 1, 34% als Pflegestufen 2 und etwa 10% als Pflegestufen 3 klassifiziert.

Der Betroffene kann zwischen den Errungenschaften eines stationären Krankenhauses (Sachleistungen) und dem Unterhaltsgeld wählen. Bei den stationären Einrichtungen beträgt der Versorgungsgrad der Pflegebedürftigen in der Versorgungsstufe 1 fast 34% und in der Versorgungsstufe 2 rund 44% und in der Versorgungsstufe 3 rund 21%. Die Versicherten, die in einem Heim betreut werden, haben Anrecht auf vollstationäre Leistung zur Deckung der Kosten der normalen Versorgung und (im Zuge einer Übergangsregelung) der medizinischen und sozialen Versorgung.

Für die Unterbringung und Versorgung müssen die Pflegebedürftigen selbst zahlen. In den vergangenen Jahren gab es einen leichten Wandel hin zur beruflichen und stationären Versorgung[117]. In drei von vier Fällen belastet die Familienpflege die Frau. So wird in der Regel durch engere familiäre Verhältnisse definiert, wer die Aufgabe der Pflegeperson in der häuslichen Krankenpflege übernimmt.

Bei 28% der Fälle Ehegatten, bei 26% Töchtern, bei 12% Müttern und bei 10% Söhnen. Der Anteil der Betreuerinnen beträgt 73 Prozentpunkte. 60% der Hauptpfleger sind bereits 55 Jahre oder älter. Häufig üben die betreuenden Mitglieder zusätzlich eine Erwerbstätigkeit aus. Damit sind 19% der Hauptpersonen im erwerbsfähigen Lebensalter (15 bis 63 Jahre) vollbeschäftigt, 21% haben eine Teilzeitbeschäftigung oder eine geringfügige Beschäftigung.

60% sind inaktiv. Für 64% der Hauptbetreuerinnen und -betreuer ist es wichtig, dass sie grundsätzlich jeden Tag rund um die Uhr erreichbar sind. Durchschnittlich verbringen sie 36,6 Wochenstunden mit Hilfen, Fürsorge oder Unterstützung im weiteren Sinne. Entsprechend schätzen 41% der Hauptpersonen ihre Auslastung als " sehr hoch " ein, 42% als " ziemlich hoch ".

Nur zehn Prozente fühlen sich "eher wenig" und nur sieben Prozente fühlen sich überhaupt nicht belaste. Tatsächlich kann eine stressige Versorgungssituation für die Pflegekräfte einen negativen emotionalen, psychologischen, sozialen, finanziellen und physischen Einfluss haben[118]. Dazu kommt, dass die private Instandhaltung kaum auf Beratungs- oder Supportangebote zurückgreifen kann. Nur sieben von ihnen stehen in regelmäßigem Informationsaustausch mit Fachleuten, 14% mitunter.

An einem Spezialkurs zur Krankenpflege nahmen 16% teil. In Anbetracht der vermutlich noch wachsenden Wichtigkeit der Privatpflege in den nächsten Jahren sollte die fachliche Betreuung der betreuenden Familienangehörigen ausgebaut werden[119]. âºDetaillierte Angaben dazu findet man im Federal Health Monitoring Nursing Report[117]. Pflegebedürftige sind nach dem Pflegeversicherungsrecht pflegebedürftig, wenn sie "wegen einer körperlichen, psychischen oder psychischen Erkrankung oder Beeinträchtigung der üblichen und regelmäßig wiederkehrenden Leistungen im Rahmen des Ablaufs des täglichen Leben in dauerhaftem, vermutlich für wenigstens sechs Monaten, in wesentlichem oder höherem Maße des Hilfsbedarfs" (SGB II, § 14).

Bei der Ermittlung des Unterstützungsbedarfs und der Verteilung der Versicherungsleistung werden unterschiedliche Versorgungsstufen unterschieden: Das Pflegestadium 1 ("erheblicher Pflegebedarf") ist vorhanden, wenn zumindest einmal täglich Unterstützung bei zumindest zwei Leistungen der körperlichen Grundversorgung sowie zusätzlich mehrmals in der Woche häuslich-wirtschaftliche Unterstützung benötigt wird. Die benötigte Zeit muss mind. 90 min. sein, mehr als 45 min. müssen für die Grundversorgung aufgewendet werden.

Das Pflegestadium 2 ("schwere Pflegebedürftigkeit") ist gegeben, wenn in der Grundversorgung zu unterschiedlichen Zeiten des Tages zumindest drei Mal täglich und zusätzlich mehrmals in der Woche Unterstützung bei der häuslichen Versorgung benötigt wird. Die Zeitaufwendung muss mind. drei Std. betrÃ?gen; hier mÃ?ssen mind. zwei Std. auf die Grundversorgung entfÃ?llt sein. Das Pflegestadium 3 ("schwerste Pflegebedürftigkeit") ist vorhanden, wenn täglich rund um die Uhr Unterstützung bei der Grundversorgung benötigt wird, auch in der Nacht, sowie zusätzlich mehrmals in der Woche Unterstützung bei der heimischen Wirtschaftsversorgung.

Die Zeitaufwendung muss mind. fünf Std. betrÃ?gen, hier mÃ?ssen mind. vier Std. auf die Grundversorgung entfÃ?llt sein. 119Infratest sozialforschung (2003) Hilfs- und Pflegebedürftige in privaten Haushalten in D-2002.

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