Pflegegeld

Pflegegeld

Der Betrag richtet sich nach dem Versorgungsgrad; der Pflegezuschuss wird an den Versicherer gezahlt. Betreuung durch Angehörige: Ist das Betreuungsgeld zu versteuern? Betreuungsbedürftige Personen, die ihre eigene Betreuung gestalten, haben Anspruch auf Pflegebeihilfe nach 37 Abs. 1 Bst.

Der Betrag ist abhängig von der Art der Betreuung; das Betreuungsgeld wird an die versicherte bzw. betreuungsbedürftige Personen ausgezahlt. Wenn Verwandte diese Betreuung übernehmen, wird das Betreuungsgeld oft als Dankeschön an die Verwandten weitergegeben.

Praktisch besteht große Unsicherheit darüber, ob und inwieweit die Übertragung des Betreuungsgeldes steuerlich abzugsfähig ist. Steuerexperten können den betreffenden Kunden wichtige Informationen und Ratschläge zum Themenkomplex Pflegeleistungen bereitstellen. Es ist zu differenzieren zwischen der Versteuerung auf der Stufe des Betreuungsbedürftigen, der das Pflegebeihilfe geld erhält, und der Versteuerung auf der Stufe des Betreuungsbedürftigen, an den der Betreuungsbedürftige bis zur Höhe des Betreuungsgeldes zahlt.

Das Auszahlen des Betreuungsgeldes an die Pflegebedürftigen bedeutet für diese kein Einkünfte. Der Pflegezuschuss wird für die selbstorganisierte Betreuung statt für Sachleistungen ausbezahlt. Ausgenommen hiervon sind Leistungen aus der Pflegeversicherung (Entschädigungsleistung). andere als Verwandte, die damit einer moralischen Verpflichtung nachkommen, wie z.B. Lebenspartner in einem unverheirateten Zusammenleben.

Auszahlungen an Betreuer sind nur bis zur Hoehe des Betreuungsgeldes zollfrei. Von der Steuer befreit sind nicht nur die nach 37 StGB II gezahlten Pflegeleistungen, sondern auch solche, die auf Privatversicherungsverträgen nach den Anforderungen des 11. Buchs des StGB oder den Pauschalbeträgen nach den Beihilferegelungen für die ambulante Krankenpflege beruhen.

Durch diese Vorschrift wird bei der Weitergabe des Betreuungsgeldes keine Einkommenssteuer ausgelöst und die Betreuung muss nicht als Haushalthilfe oder Mini-Job verbucht werden. Beispiel: Die 80-jährige Frau ist in der Pflegeklasse 3 klassifiziert und bekommt seit Jänner 2015 ein monatliches Pflegebeihilfegeld von 728 Euro, da ihre Tocher sie in ihrem Haus aufnehmen und betreuen.

Sie zahlt ihrer Tocher einen monatlichen Beitrag in gleicher Höhe wie das Krankenpflegegeld, d.h. 728 Euro im Jänner 2015. Die Auszahlung ist nach 3 Nr. 36 EWStG von der Einkommenssteuer ausgenommen, da der Überweisungsbetrag dem Betreuungsgeld gleichkommt. wird im häuslichen Umfeld, d.h. im Haus des Betreuten, im Haus des Betreuers oder im Haus eines Dritten gezahlt.

Anmerkung: Der Pflegedienst ist auch dann kostenlos, wenn dem Betreuer eine Gebühr bis zur Hoehe des Betreuungsgeldes als Vergütung fuer seine Arbeit ausbezahlt wird. In diesem Beispiel ist also der Versicherungsschutz für den Fall eines Unfalls automatisiert, da er die Versorgung kostenlos gewährleistet; die "Weiterleitung" des Betreuungsgeldes ist keine Entschädigung im Sinn einer Unfall-Versicherung.

Praktisch wenig bekannt ist die Moeglichkeit des Betreuers, dass fuer ihn nach 19 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. 44 Die Rentenversicherungsbeiträge des BVG können von der Pflegeversicherung erstattet werden. Hierfür ist ein Gesuch bei der Pflegeversicherung notwendig. Der Pflegefonds zahlt einen Beitrag, wenn die Pflegekraft neben dem Pflegegeld nicht oder nur in Teilzeit mit maximal 30 Stunden pro Woche beschäftigt ist.

Wenn eine Zahlung erfolgt, die über dem Pflegebetrag steht, ist es eine gewerbliche Pflegebeihilfe, die je nach Regulierung des Einzelfalles als selbständiges Einkommen bei der Pflegekraft oder in Gestalt eines Minijob oder einer anderen Erwerbstätigkeit, ggf. auch als haushaltsnahen Leistung, der Einkommenssteuer unterliegt.

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