Pflegegeld Vollstationäre Pflege 2016

Krankenpflegegeld für vollstationäre Pflege 2016

werden nicht mehr auf Sachleistungen oder Pflegegeld angerechnet. Versorgungsgrad, ambulante Pflege, vollstationäre Pflege. Krankenpflegegeld für die vollstationäre Versorgung 2016. Auch interessant. Bietet in Einrichtungen der vollstationären Pflege sowie der Tagespflege und.

Die Pflegeleistung wird gezahlt, wenn Verwandte, Freunde oder Bekannte.

Pflegebericht 2016: Schwerpunkt: Krankenschwestern im Blickpunkt

Im Pflegebericht 2016 werden die Personaloptionen für eine adäquate Pflege in der Zukunft besprochen. Wie viele " Anbieter " werden angesichts des steigenden Pflegebedarfs in Zukunft benötigt? Wie können genügend Menschen für Pflegeaktivitäten inspiriert und befähigt werden? wie kann eine verbesserte Kooperation zwischen den Berufen erreicht werden? welcher Pflegemix ist nötig?

Mit dem Jahresbericht wird eine solide Wissens- und Diskussionsbasis geschaffen, um eine bestmögliche Betreuung der pflegebedürftigen Patienten in den kommenden Jahrzehnten einzuleiten.

Die PSG 2 und ihre Wirkung

In das Sozialversicherungsgesetz XI hat der Gesetzgeber den Begriff "Pflegebedürftigkeit" mit Wirkung per 31. Dezember 2017 neu definiert. Mit Hilfe von neuen Bewertungsinstrumenten wird ab dem genannten Bilanzstichtag ein Pflegebedarf der betroffenen Person ermittelt und klassifiziert. Seit Anfang 2017 sind die alten Versorgungsstufen veraltet und werden durch die neuen Versorgungsstufen abgelöst.

Mit den Errungenschaften der Ambulanz- und VollstationÃ?ren Pflege wendet sich der Gesetzgeber zum Beginn des nÃ?chsten Jahres auch erneut an die Nachstellschrauben - nicht in allen FÃ?llen zum Gunsten der Versichertesten. Gemäß der bis zum 1.1.2017 geltenden Version des Sozialgesetzbuchs Nr. 6 ist eine versicherte Person pflegebedürftig, wenn sie aufgrund von Erkrankung oder Invalidität im Rahmen ihrer täglichen Tätigkeit regelm?

In § 14 Abs. 4 SGB II hat der Gesetzgeber die alltäglichen Tätigkeiten aufgelistet; dazu gehören zum Beispiel Beweglichkeit, Körperhygiene oder An- und Ausziehen, aber auch häusliche Pflege. Zusätzlich zur Gruppe der betreuungsbedürftigen Personen nennt der Gesetzgeber auch Personen, die wegen einer geistigen Beeinträchtigung, Demenz oder Geisteskrankheit pflegebedürftig sind ( 45a Abs. 1 S. 2 SGB XI).

Ab dem 1.1. 2017 verzichtet der Gesetzgeber auf die Trennung zwischen betreuungsbedürftigen und betreuungsbedürftigen Personen und macht beide Personenkreise dem neuen Konzept der Betreuungsbedürftigkeit unterworfen. Im SGB XI hat der Gesetzgeber in der derzeit geltenden Version drei Versorgungsstufen vereinheitlicht. Basis für die Klassifizierung des Pflegebedarfs ist die Frequenz und Dauer des Hilfebedarfs der Versicherungsnehmer.

Ein erheblicher Pflegebedarf (Pflegestufe 1) entsteht beispielsweise, wenn die Versicherten einmal am Tag für mind. 90 min. eine andere Hilfestellung benötigen. Wird die Hilfe für mind. 180 min. und 3 x am Tag gebraucht, herrscht ein hoher Pflegebedarf (Pflegestufe 2). Verlangt die Versicherten eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung mit einem Zeitaufwand von mind. 300 min pro Tag, hat sie aufgrund extremer Pflegebedürfnisse einen Leistungsanspruch (Pflegestufe 3).

Durch die PSG II wird nicht nur der Terminus, sondern auch die Klassifizierung des Pflegebedarfs der Versicherungsnehmer umgestaltet. Der Pflegebedarf und die Zuweisung eines Betreuungsgrades wird künftig in Anlehnung an den (anteiligen) Selbstständigkeitsverlust und die Leistungsfähigkeit der betroffenen Person beurteilt. In der Klassifizierung des Pflegebedarfs werden nicht nur die Beweglichkeit oder die Pflege des Körpers, sondern auch die Pflege sozialer Kontakte, die Selbstpflege sowie die kognitiven und kommunikativen Kompetenzen anhand eines Kataloges von 64 individuellen Fragen erörtert.

Ab dem 1. Januar 2017 wird der Zeitaufwand für die Pflege nicht mehr mitberücksichtigt. Weil der Gesetzgeber nach dem Zweiten Gesetz zur Stärkung der Pflege die pflegebedürftige Person der Gruppe der betreuungsbedürftigen Personen zuordnet, entfällt ab dem 1. Januar 2017 die monatliche Pflege- und Hilfsleistung von 104,00 EUR (Grundbetrag) bzw. 208,00 EUR (erhöhter Betrag).

Die Einstellung dieser Dienstleistungen entschädigt der Gesetzgeber mit einer Sonderentlastung von 125,00 Euro/Monat, die von allen ambulant behandelten Personen in Anspruch genommen werden kann. Das Entgelt wird gegen Vorlage eines Nachweises gezahlt und dient der Befreiung des Laienpflegepersonals sowie der Selbständigkeit und Eigenverantwortung der zu betreuenden Person.

Das Zweite Gesetz zur Stärkung der Pflege enthält auch eine wesentliche Neuerung hinsichtlich der Sachleistungen. Seit dem 1. Januar 2017 können bis zu 40 % der Sachleistungen in eine Unterstützungsleistung umgewandelt werden. Diese Unterstützungsdienste können für die Pflege oder Begleitung des Patienten im täglichen Leben genutzt werden. Nach der Verbesserung der pflegerischen Leistung der Pflegeversicherung durch das Pflegeumorientierungsgesetz und das Erste Pflegeverstärkungsgesetz hat der Senat für das Zweite Pflegeverstärkungsgesetz wieder einmal sein Schlaraffenland aufgetan.

Im Falle der Ambulanzbetreuung werden sowohl der Pflegezuschuss als auch die Nebenleistungen für die Versorgungsstufen 2 und 3 gegenüber den Versorgungsstufen 1 und 2 noch einmal signifikant angehoben. Einem Versicherten mit Pflege-Stufe 1 steht nach geltendem Leistungsgesetz ein Pflegegeld von 244,00 Euro pro angefangenem Jahr zu, ab dem 1. Januar 2017 steigt die Pflegeleistung für Stufe 2 auf 316,00 Euro pro angefangenen Monat an.

Bei der Pflege-Stufe 3 paßt der Gesetzgeber das Pflegegeld auf 545,00 Euro/Monat an, was einer Steigerung von 19% gegenüber dem Pflegegeld der Pflege-Stufe 2 (458,00 Euro/Monat) entspr. ist. Die Sachleistungen für die Versicherten der Pflegeebene 2 betragen 689,00 Euro/Monat, was einer Angleichung von 47,22% gegenüber der Pflegeebene 1 (468,00 Euro/Monat) entspre-chen.

Das monatliche Pflegegeld für pflegebedürftige Personen der Pflege-Stufe 3 steigt gegenüber der vorherigen Pflege-Stufe 2 um 13,46% von EUR 1.144,00 auf EUR 1.298,00. Mit der weiteren Verbesserung der Leistungen für die Ambulanzversorgung durch Laienbetreuer und Ambulanzdienste unterstreicht der Gesetzgeber sein in 3 SGB II erklärtes Bestreben, der Ambulanzversorgung der Krankenversicherten Priorität einzuräumen.

Damit ist der gesetzgebende Organismus direkt mit der Mehrheit der Beteiligten einverstanden. Gerade für Ältere ist der Umzug in ein Altersheim und die damit einhergehende Abkehr von der gewohnten Umwelt und dem gesellschaftlichen Leben eine Vision des Grauens. Oftmals scheitern jedoch Wunschvorstellungen und alltägliche Realität und die Pflegealternative der Familienangehörigen muss in vielen Bereichen auf dem Opferaltar der Berufsflexibilität stehen.

Zudem hat der Gesetzgeber eine neue Regelung für die vollstationäre Versorgung vereinheitlicht. Beispielsweise müssen die Versicherten der Pflegestufen 2 bis 5 ab 1.1. 2017 einheitlich einen Beitrag zu den vollständig stationären Kosten in ihrem Heim zahlen, und zwar ungeachtet ihrer Pflegestufe. Euphorische Anrufe, dass ein Beitrag von +/-580,00 Euro/Monat aus dem laufenden Betrieb beanstandet werden kann und damit auf den Abschluss einer Pflege-Zusatzversicherung verzichten werden kann, müssen jedoch ausdrücklich widerlegt werden.

Da sich der oben genannte Eigenbeitrag nur auf vollstationäre Betreuungskosten beschränkt, muss der Versicherte die so genannten "Hotelkosten" für Unterkunft, Mahlzeiten und die pauschalen Investitionskosten vollständig aus eigener Kraft aufbringen. Hinzu kommt ein Rückgang der vollständig stationären Pflegeleistungen für die Pflegestufe 2 und 3 gegenüber den vorherigen Pflegeebenen 1 und 2.

Einem Versicherten mit Pflege-Stufe 2 steht eine vollstationäre Pflegeleistung von 1.064,00 Euro/Monat zu, während der Versorgungsanspruch für die neue Pflege-Stufe 2 um 27,63% auf 770,00 Euro/Monat ermäßigt wird. Das zweite Krankenpflegestärkungsgesetz schreibt auch für die Krankenpflegestufe 3 eine Leistungsreduzierung von 5,11% vor.

Wurde eine vollstationäre versicherte Person bereits vor dem 1.1. 2017 als wesentlich oder schwierig eingestuft, hat der Versicherer den Besitzstandsschutz nach Übergang auf die neuen Pflegestufen vereinheitlicht. In diesen Faellen muss die zustaendige Pflegeversicherung die Dienstleistungen nach dem alten Recht bis zu einer moeglichen Veraenderung des Versorgungsniveaus bereitstellen.

Anders als bei den Reduzierungen für die Pflegestufen 2 und 3 werden die Dienstleistungen der stationären Pflege für die Pflegestufen 4 und 5 um 10,11% niedriger sein als für die Pflegestufen 3 ohne und mit Härtefallregelungen, und eine Konkretisierung der Kostenkontrolle anhand der Pflegetabelle eines Pflegeheimes in Nürnberg hat jedoch gezeigt, dass die Anlage mit den neuen Regelungen für alle Pflegestufen im roten Bereich liegen wird.

Daraus resultiert eine Steigerung der "Hotelkosten", die vollständig aus den Eigenmitteln der Versicherungsnehmer zu tragen sind, und damit eine Kostenerhöhung für die Betreffenden und ggf. auch für deren Angehörige. Dabei stellen sich sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für Vermittlerinnen und Vermittler immer wieder die Fragen nach dem passenden Beratungszeitpunkt und dem Aufbau einer eigenen Pflege-Zusatzversicherung.

Der Aufschub des Konsultationsgesprächs auf einen Termin nach der kommenden "Pflegereform" muss als unglücklicher Vorgang gewertet werden, denn die kommende ist nur eine Zeitfrage. Versicherungskaufleute sollten vor allem ihr Beratungsmandat im Auge behalten und ihre Kundinnen und Kunden frühzeitig über die wirtschaftlichen Gefahren eines Pflegefalles informieren.

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