Pflegeheim Angehörige

Verwandte in Pflegeheimen

Andererseits müssen sie sich von der Person verabschieden, die sie einmal waren. Konflikte zwischen Angehörigen und Pflegepersonal sind beim Besuch von Pflegeheimen oft keine Seltenheit. Die enge Zusammenarbeit mit Angehörigen ist uns besonders wichtig, da sie die Grundlage für eine bedarfsgerechte Betreuung bildet. Die Kosten, auch für Verpflegung und Unterkunft, liegen je nach Pflegeaufwand zwischen dreitausend und viertausend Euro.

begleitende Angehörige

"Wir brauchen für die Verwandten mehr Zeit als für die Bewohner." "Mit diesen Wörtern schildert eine Altenhelferin das große Interesse, das manche Angehörige haben. Auch in der ambulanten Altenpflege wird die Unterstützung und Einbindung von Verwandten immer wichtiger. In manchen Fällen brauchen wir für die Verwandten mehr Zeit als für die Einheimischen.

In den seltensten Fällen wird der Einzug in ein Senioren- und Pflegeheim von einem Senioren selbst zubereitet. Es sind in der Regel die Verwandten, die nach längerer, anstrengender Betreuung oder unter akuten Belastungen ein Pflegeheim für ihre Verwandten wählen. Oft müssen sie sich auch schon im Voraus für den Wechsel in ein Pflegeheim entscheiden, weil der Betreffende dies nicht mehr selbst tun kann.

Immer mehr Paare, von denen eines in einem Pflegeheim wohnt, werden immer mehr. Dies geht für den zu Haus wohnenden Lebenspartner oft mit einem gewaltigen psychischen Stress und hoher finanzieller Belastung verbunden. Verunsicherung, Schuldgefühl und Schuldbewusstsein der Verwandten gehen oft mit dem Einzug in ein Pflegeheim einher und strapazieren die Familienbeziehungen dauerhaft.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese seelischen Spannungen in den häuslichen Alltag übergehen und sich in Überbeanspruchung oder gar in übertriebenen Erwartungshaltungen des Pflegepersonals äußern. Sie erleichtert die Beziehung zwischen Betreuern und Verwandten, wenn sich die Mitarbeiter dieser internen Auseinandersetzungen und Abläufe bewußt sind. Die Verwandten sind nicht nur in der Umsiedlungsphase, sondern auch im häuslichen Alltag für das dort lebende Team und seine Familienangehörigen nach wie vor ein wichtiger Kontakt.

Der Verwandte ist das Mundstück des betreuungsbedürftigen älteren Menschen, wenn er seine Sorgen und Sehnsüchte nicht mehr ausdrücken kann. Gleichzeitig sind sie aber auch Ansprechpartner, wenn das Pflegende Information benötigt, die der Hilfebedürftige nicht mehr selbst erbringen kann. Verwandte sind ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt zwischen den Wohnwelten. Ihre Begleitung ist für das Wohl des Einwohners und vor allem für sich selbst von Bedeutung.

Aber auch im ambulanten Umfeld ist es wichtig, die psychische und physische Belastung der Verwandten im Auge zu haben. Einzelseelsorge: Das Einzelgespräch in einem gesicherten Umfeld gibt den Verwandten die Gelegenheit, ihre Befürchtungen und Befürchtungen loszuwerden, aktuelle und frühere Konfliktlagen anzugehen und einige Reaktionen im klinischen Bild besser unterzubringen.

Gerade in Akutentscheidungssituationen ist die individuelle Beratung ein wichtiger Bestandteil, zum Beispiel bei der Zustimmung zu einer OP oder der Entscheidungsfindung für oder gegen eine Magenschleimhaut (PEG). Austausch von Erfahrung zwischen Verwandten: Pflegeheime bieten oft Abend für Angehörige an. Ihr Hauptziel ist es, die Verwandten aus der Isolierung ihrer Erlebnisse herauszuführen und die Verbundenheit miteinander zu stärken.

Es werden verschiedene Vorgehensweisen verfolgt:1. Inhaltsabende, die sich mit relevanten Gesprächsthemen wie Veränderungen in der Krankenpflegeversicherung, Demenzen oder der Sterbebegleitung befassen;2. Diskussionsgruppen, die sich nach Lebensbereichen gesondert versammeln und vor allem dem Tausch und dem Zusammenhang dienen;3. Verwandtenabende im Vorlauf des Umzuges, um die damit verbundenen Probleme besser zu erfassen und einen bewußteren Umgang mit ihnen zu befördern.

Welche Herangehensweise der Verwandtenabende angemessen ist, welcher Zeitrhythmus Sinn macht und welche Menschen verantwortungsvoll einbezogen werden sollen, muss unter den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort festgelegt werden. Beteiligung von Verwandten am häuslichen Alltag: Oft ist eine mündliche Verständigung zwischen dem Betreuten und seinen Verwandten nicht mehr möglich.

Daher ist es von Bedeutung, dass die Mitarbeiter und auch der Pfarrer die Verwandten auf anderen Wegen begleitet und ermutigt. Dies kann die Unterstützung bei Pflegemaßnahmen oder die Bereitstellung von Lebensmitteln sein. Dabei ist es von Bedeutung, dass sich die Verwandten in den Menschen hineindenken, den sie in der Vergangenheit meist schon lange kannten, und sich Gedanken darüber machen, was ihnen zusteht.

Es sollte auch darüber nachgedacht werden, wie die Identifizierung von Verwandten mit dem Pflegeheim vorangetrieben werden kann. Das kann durch Einladungen zu saisonalen Festivals und Exkursionen erfolgen, durch den Austausch von Ideen und Vorschlägen, die ernst gemeint, geprüft und, wenn möglich, mitgestaltet werden.

Die geistliche Betreuung der Angehörigen: In die Einladungen zu den Diensten sollten insbesondere Familie und Bekannte einbezogen werden. Auf diese Weise kann der Lobpreis die Gelegenheit sein, ein gemeinsames biographisches Werk zu kultivieren und unter der Zustimmung von Gott zu stehen. Gerade in der Sterbesituation ist es besonders bedeutsam, den Verstorbenen und seine Verwandten zu begleiten.

Segnungen im Raum und Gedenkfeiern für die Verstorbene am Ende des Gemeindejahres sind geistliche Begleitangebote am Ende des Lebens. Mit diesen Vorschlägen wird kein Anspruch erhoben, sondern soll die Entwicklung geeigneter Unterstützungsformen für Angehörige vor Ort gefördert werden.

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