Pflegeheim ins

HUMZUG INS PFLEGEHEIM OHNE REUE REUE

Zudem ist die Unterbringung in einem Pflegeheim ab einem bestimmten Zeitpunkt aufgrund des Krankheitsverlaufs einfach unumgänglich. In den meisten häuslichen Pflegebeziehungen ist irgendwann die Zeit gekommen, in der Pflege und Unterstützung zu Hause nicht mehr mit dem besten Willen der Welt möglich ist. Mithilfe von Angehörigen oder Pflegediensten von Angehörigen kann die Verlegung in ein Pflegeheim um einen bestimmten Zeitraum verschoben werden. Wir bieten auch Kurzzeitpflege an. Dann wird der Schritt in ein Alten- und Pflegeheim nicht mehr so groß sein.

HUMZUG INS PFLEGEHEIM OHNE REALUE

Es ist einer der ersten wirklich herzlichen Frühjahrstage, wenn ich mich mit ihm in seinem Raum im Senioren- und Pflegeheim Tobias-Haus zu einem Vorstellungsgespräch unterhalte. Ungefähr zwei Jahre vorher hatte er gelernt, dass seine Ehefrau an demenzkrank war. Bereits seit gut zwei Wochen leben er und seine Ehefrau im Pflegeheim in Ährensburg (Schleswig-Holstein), etwa 80 km von ihrem ehemaligen Wohnort in der niedersächsischen Stadt-Stade entfernt.

Er hat sich bewußt dafür entschlossen, sich zu einer Zeit zu bewegen, in der sich seine Krankheit noch in einem Zustand befindet, der ihm ein verhältnismäßig unabhängiges Dasein ermöglicht. "Das war für meine Ehefrau und mich eine Gelegenheit für einen Neuanfang", sagt der ehemalige Wirtschaftslehrer. Auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit seiner neuen Lebensphase in einem Pflegeheim weiß er zu schätzen.

In der festen Überzeugung, dass Gott ihr helfen würde, gelang es Uwe's Vater immer mit Vertrauen und Einfallsreichtum, die Kindern zu unterstützen und die ganze Famile zusammenzuhalten. Eine alltägliche Begleiterin möchte die Ehefrau von Herrn Dr. J. Uwe mit in den Park nehmen, um mit anderen Anwohnern in den Park zu gehen. Er fragt sie selbst und zeigt auf eine Zimmertür.

Etwas später taucht die Ehefrau von Herrn Dr. H. Uwe auf, begrüßt kurz, dann machen sich die beiden auf den Weg nach draussen. Es ist für ihn eine große Erleichterung, dass er sich nicht mehr allein um seine Ehefrau kümmert. Aber obwohl die Krankenschwestern ihm zugesichert haben, dass sie sich während seiner Abwesendheit um seine Ehefrau kuemmern werden, wagt er es immer noch nicht, dies zu tun.

Falls seine Ehefrau vergisst, wo er war, hinterließ er ihr eine Nachricht, um sicher zu sein. Das Wohnen in einem Pflegeheim mit dieser Atmosphäre gibt ihm das gute Gefühl, in guten Händen zu sein. Vor allem durch den Verstand gelangt er zur Geistigkeit, er befasst sich mit dem Thema Philosphie und bildender Künste.

Noch vor ihrer Demenz hatte seine Ehefrau solche Vorlieben nicht geteilt. "Seit sie in ein Pflegeheim gezogen ist, hat er auch einen neuen physischen Ansatz für seine Ehefrau gefunden." Er und seine Ehefrau wohnen in zwei Zimmern, einem kleinen und einem größeren mit Bad und Terrasse. Alles in allem haben sie etwas mehr als 50 qm - etwa so viel Raum wie ich in meiner wohngemeinschaft.

Ihm ist es ein Anliegen, nicht mit seiner Ehefrau über "mein" und "Ihr" Schlafzimmer zu reden, sondern über "unser Zuhause". Aber sie sind noch nicht mit der Einrichtung fertiggestellt, hebt er hervor und stellt mir eine Serie von Bildern vor, die noch an die Wände hängen sollen. Aber nicht nur die Fotos, auch die Fotos, auch Uwe und seine Ehefrau müssen noch ihren festen Sitz im Tobias-Haus haben.

Letzteres spielte immer eine große Rolle bei Uwe. "Er bedauert jedoch nicht, den Umzug in ein Pflegeheim vollzogen zu haben." Wenn sich der Gesundheitszustand seiner Ehefrau weiter verschlimmert, kann sie in einen gesicherten Demenzraum im Haus einziehen. Obwohl er sich sehr wohl bewußt ist, daß er und seine Ehefrau wahrscheinlich die letzte Phase ihres Lebens an diesem Platz verbracht haben werden, hat sich diese Haltung nicht geänder.

Besonders dem Pflegeheim Tobias-Haus in Ährensburg bin ich zugetan. Im Rahmen meines Studiums der Pflegewissenschaft arbeitete ich dort als Hausmeisterin, um den Pflegealltag zu erlernen.

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