Pflegekosten Angehörige

Krankenpflegekosten Angehörige

Mit welchen Kosten müssen Angehörige pflegebedürftiger Menschen rechnen? Der Satz "Eltern haften für ihre Kinder" gilt auch umgekehrt im Bereich der Pflegeversicherung. Wenn Sie sich um Angehörige kümmern, können Sie die anfallenden Kosten steuerlich absetzen. Die Inanspruchnahme des Pflegegeldes wird nicht mit dem Steuervorteil verrechnet.

Betreuungskosten von den Steuern abziehen

Pflegebedürftige, die aus Gründen des Alters krank oder betreuungsbedürftig sind, müssen in der Regel einen Teil der Pflegekosten selbst tragen, da die Leistung der gesetzlich vorgeschriebenen oder zusätzlichen Privatpflegeversicherung in den seltensten Fällen ausreicht. Es ist gut zu wissen, dass sich die Steuerbehörden an den Kosten beteiligen. Die krankheitsbedingten Pflegekosten werden als außerordentliche Belastung steuerrechtlich mitberücksichtigt.

Zusätzlich zu den Kosten für medizinisch verschriebene Arzneimittel, Aids, medizinische und therapeutische Gymnastik können auch Kosten für eine Krankenschwester in Abzug gebracht werden. Reine altersabhängige Pflegekosten, die dadurch entstehen, dass ein Älterer sich nicht mehr selbst versorgen kann, können jedoch nicht als außerordentliche Last abzugsfähig sein. Somit können Ausgaben für ein reines altersbedingtes Leben in einem Haushalt nicht als außerordentliche Last abzugsfähig sein.

Im Falle einer stationären Pflege wegen Krankheit können jedoch die anfallenden Mehrkosten abgezogen werden. Die eingesparten Kosten reduzieren somit die abzugsfähigen Hauskosten, wenn der alte Hausstand auflöst. Die Pflegekosten werden vom Finanzamt nur berücksichtigt, wenn die Notwendigkeit der Pflege durch eine Betreuungsstufe, eine Bestätigung des Pflegeversicherungsträgers oder des ärztlichen Services der Krankenkasse nachweisbar ist.

Zusätzlich zur eigentlichen Betreuungsperson können deren Angehörige auch Kosten für die Pflege und Unterstützung für steuerliche Zwecke einfordern. Bedingung ist, dass die Pflegekosten von den Verwandten getragen werden. Zum Beispiel können sie die Krankheits- und/oder Betreuungskosten ihrer Erziehungsberechtigten als außerordentliche Belastung beanspruchen, wenn sie rechtlich verpflichtet sind, Unterhalt zu zahlen oder wenn sie aus juristischen, sachlichen oder moralischen Erwägungen unweigerlich Kosten verursachen.

Es ist wichtig, dass der Betreute die Kosten nicht selbst aufbringen kann. Anmerkung: Eine Steuerermäßigung aufgrund von Sonderbelastungen wird jedoch nur gewährt, wenn die Kosten den angemessenen Eigenanteil überschreiten. Die mit einer Invalidität verbundenen Mehrkosten werden durch einen Pauschalbetrag für behinderte Menschen in Abhängigkeit vom Invaliditätsgrad ausgeglichen.

Wenn ein hilfloser Patient in der eigenen oder in der eigenen Wohngemeinschaft betreut wird und dafür kein Einkommen erzielt wird, kann er eine jährliche Pflegepauschale in einem Wert von 924 Euro für Steuerzwecke einfordern. Der Nachweis der angefallenen Kosten ist nicht erforderlich. Wenn der Patient von mehreren Verwandten betreut wird, wird die Pflegepauschale zu je einem Drittel ausbezahlt.

Der Pflegebedarf muss durch einen Schwerbehindertenpass mit der Note L oder eine Klassifizierung als Pflegebedürftiger (Pflegestufe III) nachweisbar sein. 20% der Kosten für Pflegeleistungen für eine betreuungsbedürftige Personen können unmittelbar von der Abgabe einbehalten werden. Kostenerstattungen aus der Krankenpflegeversicherung müssen im Voraus von den Kosten einbehalten werden. Diese Leistungen müssen im Haus des Verwandten, im Haus des Betreuten oder in einem selbstständigen Haus in einem Altersheim geleistet werden.

Hinweis: Pflegekosten können für steuerliche Zwecke auf unterschiedliche Art und Weisen angerechnet werden. Die Steuerprämie kommt jedoch nur dann in Frage, wenn die Ausgaben nicht bereits als außerordentliche Belastung anzusehen sind oder durch die Verwendung von Pauschalbeträgen kompensiert werden.

Mehr zum Thema