Polnische Pflegerin Privat

Betreuung von Migrantinnen: Was ist das Problem?

Die Migrantin verdient wahrscheinlich das niedrigste Einkommen im Pflegebereich in einem Privathaushalt. Pflegerin aus Polen in ihrem eigenen Haus. Definition: Vermittlungsagentur = Eine Vermittlungsagentur, die Pflegepersonal aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern in private Haushalte vermittelt. Die gesetzlichen Anforderungen an die private Pflege aus Polen können auf verschiedene Weise erfüllt werden. Die private Pflege ist kein Luxus.

Pflege von Migrantinnen: Was ist das Dilemma?

Mehr und mehr ältere Menschen werden von ausländischen Pflegemigranten versorgt, oft in grauen Zonen und unter unsicheren Vorraussetzungen. Sara Schillinger. Es gibt kaum noch Betreuer aus der ganzen Welt, und wenn ja, dann nur noch zu kaum erträglichen Lohn. Es überrascht daher nicht, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in privaten Haushalten zunimmt.

Pendlerinnen oder Pflegemigrantinnen kommen hauptsächlich aus dem Osten Europas. Es war nur den Auslandskrankenschwestern zu verdanken, dass ihre sehr alten Mütter bis zum Tode in ihren eigenen Häusern hätten leben und gestorben sein können, preist eine große Familie in der Todesanzeige dankend. Skrupellos, ruft die SontagsZeitung die Vermittlung von Krankenschwestern aus dem Osten Europas auf. Ausländische Krankenschwestern werden von den Angehörigen gebraucht und wollen sie gerecht entlohnen und einhalten.

Seit 2009 recherchiert und veröffentlicht sie über die Lage von Pflegemigranten und die sozialen Einflüsse. Hat sich die Lage in der Schweiz seit 2009 geändert, Herr Kommissar? Im Laufe der vergangenen Jahre ist der Pflegemarkt mit Pflegekräften aus Osteuropa in der ganzen Welt kräftig angewachsen. Vor fünf Jahren platzierten fast ein gutes Jahrzehnt lang rund um die Uhr Betreuer in Privathaushalten, heute sind es über 50 Firmen - von kleinen Privatunternehmen der Firma Spätex, die sich um die Pflege kümmern,

Neben der Stundenbetreuung umfasst der 24-Stunden-Support auch größere schweizerische Unternehmen, die sich auf den 24-Stunden-Support spezialisieren, sowie die vielen Arten von Internetagenturen und multinationale Unternehmen, die oft im Ausland sind. Es gibt heute billigste Offerten, z.B. von Entsendeagenturen für 2'000 Francs pro Monat aber auch sehr kostspielige Offerten, die dann über 10'000 Francs pro Monat betragen.

In den vergangenen Jahren hat sich aus der Perspektive der Pflegekräfte die Umstellung auf den Normalarbeitsvertrag für die Haushaltsführung (in der Praxis seit 1.1.2011) verändert. Allerdings ist die Arbeitszeitfrage nach wie vor juristisch unklar: Wie viele Arbeitsstunden und Bereitschaftszeiten muss eine Pflegekraft bezahlen, wenn sie rund um die Uhr im Haus ist und auch nachts zur Verfügung stehen soll?

In diesem Zusammenhang steht auch die Freizeitfrage: Oft werden den Pflegekräften nur wenige Gelegenheiten angeboten, sich länger auszuruhen, den Hausstand zu wechseln und sich von der Berufstätigkeit zu erholen. 2. Die polnischen Pflegekräfte haben vor etwa einem Jahr auf ihre unsicheren Arbeitsverhältnisse, die niedrigen Gehälter, den Mangel an freier Zeit und die damit einhergehende Isolierung verwiesen (vgl. z.B. https://www.woz.ch/1325/care-oekonomie/loehne-von-1200-franken-das-geht-nicht).

Derzeit ist in der Schweiz eine Klage gegen eine Privatagentur der Firma Špitex anhängig, die ihre Pflegekraft aus dem Inland nur für 6 Std. pro Tag bezahlte. Mit großem Interesse habe ich Ihre Veröffentlichung "Transnationale Pflegearbeit: Osteuropa-Pendler in privaten Haushalten pflegebedürftiger Menschen" vom 25. Februar 2013 zur Kenntnis genommen. Für Angehörige von Menschen, die im täglichen Leben auf Hilfe angewiesen sind, ist die Lage nicht einfach: Sie sind oft ganz allein - sowohl bei der Suche nach passenden Lösungsansätzen (es ist schwer und umständlich, den Weg durch den Dienstleistungsdschungel zu gehen, oft gibt es keine Kontaktstellen zur Betreuung, Information, Koordination usw.).

Die meisten nichtmedizinischen und haushaltsnahen Leistungen müssen aus eigener Kraft erstattet werden. In den Internetangeboten werden "All-Inclusive-Pakete" für die Familie angeboten, und beim Erwerb wird ein "Quasi-Familienmitglied" in den Haushalten platziert - und das zu einem erschwinglichen Tarif.

Oft wird jedoch übersehen, dass ein polnischer Betreuer auch ein Mensch ist, der seine Arbeit beenden möchte, einen lokalen Arbeitslohn beanspruchen kann, Ruhe benötigt, selbst eine eigene Gastfamilie hat, etc. Warum sollte eine Pflegekraft aus dem Osten Europas drei 8-Stunden-Schichten für weniger als eine Spitex-Krankenschwester, die 8 Arbeitsstunden pro Tag leistet, zusammen arbeiten?

Eine 24-Stunden-Versorgung in dieser Art ist oft nur auf Rechnung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der Pflegekräfte Osteuropas möglich. Unglücklicherweise fehlen derzeit jedoch oft die Möglichkeiten, oder sie sind für die Familie von unschätzbarem Wert. Ist eine juristische Mediation in der ganzen Welt nicht möglich? Das Vermittlungsgeschäft ist sehr opak, und es ist für Ältere und ihre Verwandten oft nicht so leicht festzustellen, ob das Vermittlungsangebot innerhalb des gesetzlichen Rahmens ist.

Das Entsenden von Unternehmen aus dem In- und Ausland ist in der Regel nicht zulässig, da die Mediation nur von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ausübbar ist. Einige Unternehmen sind bestrebt, die allgemeinen Bedingungen zu erfüllen, z.B. in Bezug auf die Registrierung von Krankenschwestern, die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen, die Erfüllung des Mindestlohnes und die Einräumung von Ruhezeiten.

Auch Pendlerinnen kommen über den persönlichen Kontakt, über Angehörige und Freunde in die Schweiz. 2. Haben auch Privatpersonen ihre Helfer dem Arbeitsämter zu melden? Nein. In einigen Veröffentlichungen wird darauf hingewiesen, dass der derzeit ungeregelte 24-Stunden-Pflegemarkt auch wirtschaftlich weniger wohlhabenden Angehörigen die Chance gibt, eine Pflegekraft im eigenen Haus zu beschäftigen. Meiner Meinung nach darf die schlechte Situation ärmerer schweizerischer Pflegefamilien mit hilfsbedürftigen Menschen nicht auf preiswertem Wege gelöst" werden, indem weibliche Pflegekräfte aus dem Osten Europas zu unsicheren Lohnkosten eingestellt werden.

Die solidarische Hilfe für Menschen, die auf häusliche Pflege und Hilfe im hohen Lebensalter angewiesen sind, müsste verstärkt werden. In den kommenden Jahren werden wir meines Erachtens über die Krankenpflegeversicherung denken müssen, die auch die Pflege im weitesten Sinn abdeckt. Können wir nicht zulassen, dass Menschen aus dem Ausland für uns tätig werden, anstatt Menschen aus dem Ausland in die Schweiz zu bringen, meint dazu in einem Gespräch in der Sonntagsausgabe vom 3. August 2014 der Schweizer Staatssekretär für die Hilfe für Flüchtlinge Dr. Meiner: Weil die Schweizer wegen ihrer demographischen Lage Menschen von ausserhalb brauchen und die Menschen mit uns lieber unabhängig und in Ruhe mitarbeiten.

Möchte sich ein Flüchtling professionell in die Betreuung einbringen, so sollte dies auf jeden Fall durch Aus- und Fortbildung und Erleichterung des Eintritts in den Arbeitsmarkt gefördert werden. Die Migranten und Fluechtlinge werden nur noch nach ihrer Wirtschaftsleistung fuer die "Schweiz" bewertet. Meiner Ansicht nach muss es eine grundlegendere Diskussion über Personalengpässe in der Krankenpflege geben:

Warum ist Krankenpflege in der Schweiz so uninteressant? Warum verlassen so viele Pflegende den Berufsstand nach einigen Jahren? Es ist ein ausgeprägter gesellschaftlicher Bekanntheitsgrad, es ist ein typisch weiblicher Berufsstand, die Arbeitsverhältnisse sind oft nicht so gut - nicht nur bei den Löhnen, sondern vor allem bei den Anforderungen an Streß und hohe Flexibilität, die Burnout-Rate ist hoch.

Der Reiz der Pflegeberufe sollte gesteigert werden - durch die Schaffung besserer Voraussetzungen, durch die Qualifizierung der Pflegekräfte, durch eine höhere Wertschätzung der Pflegearbeit etc. Bedauerlicherweise ist das derzeit umgekehrt: Mit Sparmaßnahmen, Rationalisierung, Fallpauschalen etc. wird der Pflegebereich in eine neue Ausrichtung gebracht, in der die Arbeiten in diesem Umfeld noch weniger attraktiv werden.

Vielen Dank, liebe Kollegin Maria Schroeder, für Ihre Recherchen und Ihre Vorstellungen von einer gerechteren Rentenpolitik in der Zukunft. Dr. med. Sarah R. A. M. A. S. A. S. Schilliger, Institut für Soziologie, Universität Basel. Die 1979 geborene Künstlerin hat Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften und Philosphie studiert. Sarja Schilliger: Grenzüberschreitende Pflegearbeit: Osteuropa-Pendler in privaten Haushalten von Pflegebedürftigen, in: Das Schweizerische Rote Kreuz Sr. Fürsorge und Solidargemeinschaft im Alter, Zurich 2013, S. 142-161. Bild:

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