Rentner Wohnung

Seniorenwohnung

Aber dann betreten Handwerker die Wohnung. Vor allem in Städten wie München, Stuttgart oder Frankfurt und ihren Einzugsgebieten ist der Mietwohnungsmarkt in den letzten Jahren buchstäblich explodiert. Er wohnt in seinem Auto und beschäftigt unter anderem die Caritas und seine Heimatstadt Solingen. Ältere Menschen suchen sich oft eine kleinere Wohnung, entweder weil die Kinder aus dem Haus sind, die Arbeit zu viel wird oder es ist billiger und damit die Rente erspart. Keiner will gemerkt haben, dass der alte Mann nicht mehr lebte - bis die Handwerker kamen, um die Wohnung zu renovieren.

Ältere Menschen haben es nicht leicht, eine Unterkunft zu finden.

Insbesondere in den Städten Deutschlands werden die Wohnungen allmählich knapper, was zur Konsequenz hat, dass teils Dutzende von Bewerbern auf eine kostenlose Wohnung kommen. Dies ist ein großer Benachteiligter für Senioren: In den Augen von Vermietern sind sie nicht die " optimalen Bewohner " - es sei denn, sie haben eine sehr hohe Altersruhegeld.

Da die Hauswirte in der Regel ihre Pächter auswählen können, bevorzugen sie alleinstehende, kindlose 30-40-Jährige. Viele von ihnen beantragen Wohnungen in großen Städten, so dass ältere Menschen in der Regel verlieren. Häufig haben Hauswirte Sorgen, ob eine Seniorenrente langfristig ausreicht, um alle Ausgaben zu decken - kein Wunder, denn die Lebenshaltungskosten nehmen ständig zu.

FÃ?r einen Hauswirt die Gewissheit, dass es einmal zu Problemen mit der Miete kommen könnte, eine""", sagt er - wenn er die Auswahl zwischen einem Rentner und einem gut verdienten Arbeiter hat, geht er lieber auf Nummer sicher. Ältere Menschen werden oft nicht einmal zu einer Wohnungsbegehung aufgefordert, sondern bereits am Handy mit einer lauwarmen Entschuldigung behandelt.

Es besteht offenbar ein Mangel an Seniorenwohnungen in Deutschland. Anstelle von Sozialwohnungen werden in der Regel neue Bebauungsflächen für luxuriöse Wohnungen oder Bürohäuser verwendet, da für jeden mehr erzielbar ist. Doch wessen Job ist es, dafür zu sorgen, dass es genug altengerechte Wohnungen gibt?

Die Schlacht um die kleine Wohnung

Nicht oft konkurrieren die Studierenden direkt mit den Pensionären. Aber wenn es um kleine Wohnungen von rund 30 qm geht, sind Rentner und Studierende Konkurrenten. Berufspendler und Berufseinsteiger sind auch auf der Suche nach Wohnungen in den großen Städten, die sie sich in der Regel klein halten, weil der Platz ein wesentlicher Kostenfaktor ist.

"Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler steigt in den Hochschulstädten noch schneller als in anderen Wohngebieten", sagt der Studienautor Dr. med. Michael Vögtland. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der Schüler in der Bundesrepublik um 40 Prozentpunkte angestiegen. Laut dem Studentenwerk gibt es jedoch nur 5 Prozentpunkte mehr Plätze in Wohnheimen.

Die Studierenden sind auf der Suche nach etwas auf dem offenen Arbeitsmarkt, was die Situation dort noch weiter verschlimmert. Unter den elf von den Forschern untersuchten Städten und Hochschulen in Deutschland sind die Mietpreise in Deutschland seit 2010 um knapp 30 Prozentpunkte gestiegen. 391 EUR muss ein Studierender in der Bundeshauptstadt für seine Wohnung ausgeben.

Dies ist zwar wesentlich mehr als vor fünf Jahren, aber immer noch viel weniger als in MÃ??nchen, wo die selbe Wohnung 580 â? Natürlich steht auch in diesem Ranking die Münchner Spitze, wie jedes andere seit Jahren. Zweiter und dritter Rang werden auch mit den Städten in Frankfurt (505 Euro) und Stgt.

Der günstigste Wohnort ist das Studentenwohnheim mit seinen 329 EUR. Seit 2010 verzeichnet auch die Ruhrmetropole mit nur sieben Prozentpunkten den geringsten Preisanstieg. Die Schüler kommen etwas billiger davon, wenn sie sich ein Badezimmer, eine Wohnküche und einen Reinigungsplan mit anderen Schülern gemeinsam haben. Eine unmöblierte Wohngemeinschaft hingegen kostete in MÃ??nchen noch 530 â?

Die billigsten Wohnorte sind die Chemnitzer (216 Euro) und Wilhelmshavener (230 Euro). An den Universitätsstandorten als Ganzes liegt der Regelpreis zu Beginn des Semesters 2016 bei 340 EUR und damit rund 20 Prozentpunkte über dem des Sommersemesters 2012, heisst es. Laut IW-Ökonom voigtländer werden die Probleme für Studierende, in den Metropolen eine erschwingliche Wohnung zu bekommen, in den nächsten Jahren zunimmt.

"Die Belastung des Wohnungsmarktes und der Mangel an bezahlbaren Mietflächen wird weiter zunehmen", so Vogtländer. Zudem fällt es den Studierenden besonders schwerer, um eine Unterkunft zu konkurrieren. Zu Gunsten der Vermittler konnten die Studierenden nicht mit den Pensionären mitgehen. Nur eines kann laut Vogtländer helfen: "Da die Nachfrage nach kleinen Wohnungen überdurchschnittlich zunimmt, sind Anleger und Bauträger gefragt, erschwingliche Angebote für kleine Haushalten zu finden.

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