Senioren Wg 60 plus

Seniorenwohngemeinschaft unter´m Kirchendach

Was für Wohnformen gibt es für Senioren? WG, ein Zimmer bei den Kindern, Servicewohnen, Seniorenheim? 07.03. 2018, 8050 Zürich - Zürich, Private Senioren-WG Hürstwald sucht Mitbewohner/in - DETAILANSICHT.

09.03. 2018, 3770 Zweisimmen - WG Zimmer oder Wohnung mit grossem Balkon in grossem Einfamilienhaus in Zweisimmen für Mitbewohner/in - DETAILANSICHT. Seit 2009 setzt die Nürnberger Wohngemeinschaft "wohnenPlus" in der Karl-Bröger-Straße am Hauptbahnhof ganz auf die Zusammenarbeit von Jung und Alt. Ein Vorläufer der Senioren-Wohngemeinschaft ist die Plus-Wohngemeinschaft.

Jahrelang hatten sie kein einziges überdachtes, heute besonders hoch gelegenes Dach: das der früheren Trinitätskirche in Münsters. In der umgestalteten Gemeinde sind acht ehemalige Obdachlose im Rahmen des Projektes "Wohnen 60plus" zusammengekommen. Die erste deutsche Gruppe Betreutes Leben für vormals obdachlose Senioren findet nun internationale Beachtung. Weil das Bauvorhaben "Wohnen 60plus" einfach kein "ganz normaler Altersheim" ist.

Als Rückzugsort hat jeder seine eigene Wohnung", erläutert er. Der diplomierte Sozialpädagoge ist Präsident des Förderverein für Wohnhelfer e. V., der für das Projekt "Wohnen 60plus" zuständig ist. Die Vereinigung der Vollzeit- und Ehrenmitglieder existiert seit 1991 und ist auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft für Obdachlose, die auf dem heutigen Wohnmarkt unterversorgt sind.

"Es ist so schwierig, in einer Großstadt wie der Metropole zu einem erschwinglichen Preis eine Wohnung zu finden." Früher obdachlose Senioren, die überwiegend auf ärztliche Versorgung angewiesen sind und oft einen negativen Schufa-Eintrag haben, haben wenig Chancen auf eine angemessene Unterbringung", erläutert Mülrecht. Im Jahr 2006 beschloss der Verein daher, ein eigenes Wohnbauprojekt zu gründen.

Sein Ziel war es, Wohnraum mit Versorgungs-, Gesundheits-, Pflege- und Sozialhilfe für hilfsbedürftige Senioren zu garantieren. Im Zuge des Umbaus wurden fünf Stockwerke in die alte Pfarrkirche verlegt, alle behindertengerecht. Zusätzlich zum Wohnbauprojekt sind ein Physiotherapiebüro, ein Architektenbüro und eine Werbefirma als Pächter in die alte Pfarrkirche gezogen. Besonders die älteren Frauen und Männer besuchen und beteiligen sich gern an Stadtteiltagen, Spielen oder Kaffeetrinken", erläutert Sozialpädagogin Frau Dr. Haug.

"Als wir dank der ersten Hilfe endlich Einzug halten konnten, haben wir allen Menschen beigebracht, wie man das gemeinschaftliche Leben im hohen Lebensalter organisiert", erzählt Bernhard Mülrecht. Inzwischen ist das Vorhaben ein Modell für die stationäre Betreuung obdachloser Senioren in Mietwohnungen weit über die Grenzen von Münster heraus. Der Wohnbau "Wohnen 60plus" stößt im In- und Ausland auf großes Besucherinteresse, insbesondere aus den Bereichen Obdachlose, Senioren und Gesundheitswesen.

"Mit den Fördermitteln konnten wir das Vorhaben auch einer wissenschaftlichen Bewertung unterziehen", erläutert er. Die Nachfolgefinanzierung der Sozialen Arbeit wurde nach dem Ende der Modellfinanzierung durch das Ministerium für Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen durch die Landeshauptstadt und durch die Franz-Bröcker-Stiftung sowie aus eigenen Mitteln gesichert. Der Erfolg des Projekts "Wohnen 60plus" ist so groß, dass im Herbst 2015 ein Gespräch mit den Betreuern der städtischen Wohnungsgesellschaft der Landeshauptstadt Münster über ein zweites Wohnungsbauprojekt für hilfsbedürftige Senioren stattfand.

Dafür steht eine frühere Pfarrkirche nicht mehr zur Verfuegung, aber es gibt elf Wohnungen und einen Gemeinschaftsraum in einem mehrgeschossigen Mehrfamilienhaus.

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