Smart home Firmen

Das Smart-Home hat ein Problem

Chic'Musterhäuser' oder virtuelle Smart-Home-Welten haben längst niemanden mehr überrascht. Aber welche Unternehmen werden sich im Smart Home Markt durchsetzen? Die SmartHome Initiative Deutschland e. V. zertifiziert Unternehmen als "Spezialisten für vernetzte Gebäude".

Unternehmen überschlagen sich in der Vernetzung von Geräten aller Art. Aber die digitale Vernetzung macht das Smart Home zur leichten Beute.

Das Smart-Home hat ein kleines Geheimnis.

Die High-Tech-Fachmesse für die Industrie zeigt, dass die Firmen alle Arten von Geräten miteinander verbinden. Sie verheißen in ihren Vorträgen eine gesunde und kluge Lebenswelt, in der lachende Menschen sich von Robotern verwöhnt fühlen, mit ihren Maschinen reden, den Kühlschrankinhalt im Laden auf dem Bildschirm des Smartphones prüfen und das ganze Gebäude heizt sich auf, sobald der Insasse mit seinem Wagen in die Wohnung kommt.

Dass die Branche nicht einmal vor Bürsten oder Halsbändern Halt macht, hat die Firma bereits bewiesen. Aber gerade weil diese Endgeräte permanent mit dem Netz vernetzt sind, wird das Smart Home zur einfachen Jagd. Auf dem Weg in die Zukunft hat die Wirtschaft ein Hunderennen begonnen, in dem sie sich wenig um die eigene Gesundheit kümmert.

Dies ist einer der Gründe, warum viele GerÃ?te nicht miteinander vertrÃ?glich sind. Wissenschaftler des israelischen Instituts für Naturwissenschaften und der Dalhouse Universität in Halifax, Kanada, zeigten im vergangenen Jahr, wie sie netzwerkfähige Hue-Lampen steuern können. Der Stand des Internets der Sachen wurde auch durch einen Großangriff im vergangenen Jahr deutlich, als Verbrecher mehrere Million vernetzter Endgeräte von Privatanwendern, darunter Fotoapparate, Druckern und Routern, entführten.

Der Schädling namens Myrai sucht im Netz nach Endgeräten, die mit Standardpassworteinstellungen und ohne Firewalls laufen. Nach der Infektion wurden sie einem Botnet zugefügt, ohne dass die Eigentümer der Endgeräte dies merkten. Die Kriminellen richten immer größere Botnets ein - und nutzen dafür die vernetzten Häuser. Deutschlandweit konnten Telekom-Nutzer jedoch weder Telefonate führen noch im Netz oder im TV gucken.

Die Leiterin des französichen Start-ups" SIGfox errichtet ein Kommunikationsnetzwerk für das weltweite Netz der Netze und ist bereits in fast 30 Staaten präsent.

Smart Home-Anteile zahlen sich aus

Wir wissen nicht ganz so recht, was ein Haus sagt, wenn es mit uns reden könnte. Natürlich gibt es nur sehr wenige dieser so genannten Smart Houses, in denen alles fachlich vollständig durchdacht ist. Aber immer mehr Apparate, die wir um uns herum versammeln, erlernen jetzt das Reden, was uns Anwohnern das tägliche Arbeiten erleichtert, zum Beispiel so: Die Beleuchtungsanlage im Zimmer meldet, dass der Besitzer erwacht ist und signalisiert den Blinden, die Sonneneinstrahlung durchzulassen.

Laut Technologie-Analysten entwickelt sich die Technik des intelligenten Wohnens zu einem milliardenschweren Zukunftsmarkt. In nur zwei Jahren wird die Technologie des intelligenten Wohnens in ganz Deutschland vier Mrd. EUR erwirtschaften. Die Umsätze können um rund 20 Prozentpunkte pro Jahr steigen. Allein der Bundesverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie schätzt den Inlandsmarkt für Haushaltgeräte auf 19 Mrd. EUR in zehn Jahren.

Vor allem aber geben zwei Faktoren dem Gedanken der beherrschbaren Gebäudetechnik einen unerwarteten Schub: die Funktechnik und das verbreitete Smart-Phone. Mittlerweile gibt es viele Endgeräte, die über Chip und App über Smartphones angesteuert werden können. Öfen und Haushaltsgeräte können ein- und ausgeschaltet werden, was schließlich die Fragestellung "Hat jemand die Maschine ausgeschaltet?" löst.

Notizbücher, Mobiltelefone, Lautsprecher und Fernsehgeräte übertragen seit langem im ganzen Hause Bild, Film oder Ton. Keineswegs, so zeigen laut Untersuchungen von Unternehmensberatern rund drei Viertel aller Internet-Nutzer großes Interesse an Smart Home-Technologien. Besonders wenn es darum geht, Energie zu sparen (weil Heizen, Beleuchtung und Jalousie geregelt werden) oder zu sichern (weil Rauch-, Alarm- oder Wassermelder Informationen übertragen), wird es für die Anwohnerinnen und Anwohner interessanter.

Auch ältere Menschen können sich an die Technologie gewöhnen, wenn sie ihr tägliches Brot leichter machen und nicht mehr jeden einzelnen Button selbst drückt. Sie können auch Haushaltsgeräte, Smart-Phones und Tablet-Computer mit Hilfe von IBM und IBM vernetze. Aber genau das ist es, was die Deloitte-Analysten über die schnelle Verbreitung von Heimnetzwerken aussprechen.

Die Zusammenarbeit ist umso größer, je weiter die Unternehmen zusammenarbeiten und je mehr offene Schnittstellen die Endgeräte angedockt werden können, desto größer wird die Offenheit der Anwender sein.

Mehr zum Thema