Tilman Harlander

Harlander Tilman.

Prof. Dr. Tilman Harlander Lothar Götz. Herausgegeben von Harlander, Tilman. Herausgegeben von Harald Bodenschatz/Tilman Harlander.

Das Inhaltsverzeichnis Tilman Harlander / Dirk Schubert, Editorial Tilmann Harlander, Suburbs, Sun Cities und Gated Communities. Dr. Tilman Harlander, Soziologe StuttgartRainer Haubrich, Der Weltprofessor

BMBF-Forum für Nachhaltiges Wirtschaften, 06.06.2018, Leipzig

Prof. Dr. rer. pol. habil., Soziologe für Architektur und Wohnen. Lehrtätigkeit and Forschungstätigkeit at Architecture and Planerfakultäten in Aachen, Dortmund and Lima. Seit 1997 â?" 2011: Prof. für Architektur und Soziologie des Wohnens bei Universität Stuttgart (Dekan von 2002-2006); seit 2011 selbständig Universität Mitwirkung in der Bundesakademie für Städtebau und der Länderplanung, dem DWB, der GSU, Forum Stadt" und für der Landeshauptstadt Stuttgart-Mitglied in zahlreichen Jurys von Architektur- und Bauherrenwettbewerben.

Architektursoziologie und Wohnungswesen, Stadtgeschichts- und Urbanisationsforschung, Städtebau.

Konversation mit einem Soziologen - Die neue Ökonomie der Stadt - Finanzen

"Helga Rabl-Stadler ist seit 23 Jahren Präsident der Festspiele Salzburg - eine unglaubliche Laufbahn. Eine Unterhaltung über Reiz, gute Erbanlagen und fordernde Gönner. Zahlreiche Firmen sind auf der Suche nach Fachkräften - und ziehen nicht nur mit Bargeld, sondern auch mit Firmenwohnungen, Yoga und Auszeiten an.

"Unsere Vorrichtung kennt Farbe, Gesicht, Zeichen." Und sie kann aus dem Papier lesen. Ziv Aviram will die Arbeit für die Menschen mit Sehbehinderungen vereinfachen. Dennoch gibt es immer noch einige Gebäude, in denen alle erstaunt sind, dass sie noch nicht lange für einen neuen Bau abgeflacht sind. Mehr als zwei wochenlang waren zwölf junge Leute mit ihrem Ausbilder in einer Grotte gefangen.

Im Fall der Sache um Meßut özil spricht jetzt jeder verwirrt: Bierhoff, Greindel und Özil's Väter. Lediglich er selbst ist still.

Stadtplanung ( "2/4") - "Koexistenz von Wohnraummangel und Abbruchprogrammen" (Archiv)

Geoffrey Rack: Sie haben sich als Professur für Wohn- und Bausoziologie an der Uni Stuttgart mit wohnungspolitischen Fragen und der Fragestellung nach dem passenden Sozialmix in der City bis 2011 beschäftigt. Was schreiben Sie diesem neuen geweckten Bewusstsein für die Fragestellung "Wie wollen wir leben?

Tilman Harlander: Das sind natürlich eine ganze Reihe von Dingen. Eines ist einfach ein Mengenproblem: Bis in die 90er Jahre, bis in die 90er Jahre hinein, glaubte man, die klassischen Wohnungsfragen seien gelöst, ein gewisses Gleichgewicht zwischen Wohnraumangebot und Wohnungsnachfrage sei hergestellt worden, und die Folge war, dass sich der Staat aus der Wohnraumförderung zurückgezogen hat; 2006 überließ er diese Aufgaben ganz den Bundesländern und dem klassischen sozialen Wohnbau, der seit langem auf ein Mindestmaß beschränkt war und sich nur auf wirklich benachteiligte und benachteiligte Personengruppen beschränkte.

Zum einen die Wiederbelebung von Städten und Stadtwohnungen, die neue Anziehungskraft der Stadt als Lebensraum, vor allem für die so genannte Kreativklasse, die Kreativklasse, aber keineswegs nur für jene, auch für die gesamten so genannten pädagogischen Wanderer, selbst für die jungen Menschen, aber auch für die Senioren schätzt die Stadt immer mehr mit ihrer verbesserten Zugänglichkeit von Infrastruktureinrichtungen und Diensten, auch Orte der Unterhaltung, Bildungsstätten.

Andererseits: Der Bedarfsdruck hat vor allem in Deutschland mit seinen anscheinend unterschätzten Immobilienportfolios durch die Forderung der internationalen Immobilienanleger und - das kam hinzu - durch den Bedarfsdruck von Vermögens- und Finanzflüchtlingen aus den Südeuropa. "Schrumpfung von belegungs- und mietfähigen Wohnungen" Rack: Lassen Sie mich zusammenfassen:

In Deutschland ist vor allem in den Großstädten Wohnfläche rar geworden. Möglicherweise müssen wir auch über ländliche Gebiete sprechen, wo die Dinge etwas anders sind, aber da Ihr Schwerpunkt der gesellschaftliche Mix in der Großstadt oder eines Ihrer Hauptthemen ist - können wir aus dieser Analyse auch schließen, dass die gesellschaftliche Polarisation in der Großstadt anwachsen wird?

Harlander: Ja, es hat sich natürlich schon erhöht, aber wir müssen jetzt noch einen weiteren Umstand einbringen: Das ist eine Frage der Zeit: Wir haben in Deutschland einen Rückgang bei bewohnten und vermieteten Eigentumswohnungen, der als ernst zu nehmen ist. Und wenn ich es richtig finde, haben diese subventionierten sozialen Häuser, die sich immer innerhalb der Großstädte und nicht nur am Stadtrand befinden, weil die Wohnungspolitik, wenn ich es richtig betrachte, den sozialen Mix in der Großstadt aufrechtzuerhalten und nicht nur für die Reichen im Stadtzentrum zu sorgen versuchte.

Harlander: Ja, das ist natürlich heute in erster Linie ein Anliegen, aber natürlich wurden über einen längeren Zeitabschnitt in den 1960er und 1970er Jahren, vor allem während der Hochzeit, als der Sozialbau gefördert wurde, die großen Wohnsiedlungen gebaut, von denen die meisten beinahe ausschließlich Sozialwohnungen waren, "in den 1970er Jahren die Entflechtung des Sozialwohnungsbaus" Rack: Man sagt also, dass es auch in der Zeit des Sozialwohnungsbaus bereits zu einer gesellschaftlichen Ausgrenzung gekommen ist, auch durch den Sozialwohnungsbau, weil er ein eigenes Quartier oder, man könnte vielleicht auch von Ghettos sprechen.

Harlander: Nicht in erster Linie. Nur dann kam es zu einer zunehmend einseitigen Besetzung des Sozialwohnungsbestandes, weil diejenigen, die dann am gesellschaftlichen Aufschwung teilnahmen und zu höheren Verdienern wurden, dann im Laufe der vorstädtischen Landflucht in die Bungalows und privaten Wohnsiedlungen am Stadtrand auszogen und so diese Ansiedlungen des Sozialwohnungsbaus in einem sukzessiven Prozess segregierten.

Gestell: Wohin gehen heute Menschen, die zwar das Recht oder die Pflicht haben, in eine soziale Wohnung zu ziehen, aber nicht verfügbar sind? Werden sie weiter hinausgehen müssen, über die existierenden oder wohin sie gehen, oder können sie sich die City tatsächlich nicht mehr bezahlen?

Harlander: Das sind zwei unterschiedliche Verfahren, und jetzt müssen wir einen zweiten Prozeß in Angriff nehmen, den der Aufwertung. Beide Verfahren, die Segregation der klassischen sozialen Wohnsiedlungen, aber auch die Aufwertung der klassischen innerstädtischen Vorstädte und zentralen Wohnviertel der Städte, führten in der Tat zur Vertreibung der unteren Einkommensschichten. Allerdings muss gesagt werden, dass dies vor allem für die Wachstumsmärkte und die Wachstumszentren zutrifft.

So haben wir ein Zusammenleben von Wachstumszentren mit enormer Wachstumsdynamik auf den Miet- und Beschaffungsmärkten und damit auch einen starken Verschiebungsdruck, so dass sich die viel beschworenen Feuerwehrmänner, Krankenpfleger und gewöhnlichen Mitarbeiter und Diener diese Großstädte wie München - und Stuttgart ist auch eine von ihnen, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Hamburg - kaum mehr leisten können und andererseits haben wir die strukturell schwachen Gegenden, und dort wird dies noch über Landesprogramme finanziert und gefördert, den sogen.

Ständer:: Nun fragt man sich, wenn man diese Vorgänge bedenkt - das sind, wenn man so will, auch gesamtwirtschaftliche Vorgänge, Sie haben vom Einfluß von Finanzkapital auf die Immobilienmärkte geredet -, welche Chancen hat eine Gemeinde tatsächlich, oder welche Chancen hat die Politik, sei es auch von föderaler Seite, gegen solche Vorgänge vorzugehen, denn, soweit ich die Lage richtig verstanden habe, möchte man diese Sozialmischung, wo Arme und Reiche nicht ganz in anderen Stadtvierteln leben, beibehalten, die man als Teil des Erfolgmodells der europäischen Städte erhalten möchte?

Harlander: Zunächst einmal müssen wir noch einmal betonen, wie bedeutsam dieses Streben nach gesellschaftlicher Vermischung und gesellschaftlicher Diversität ist: Es ist also einen erneuten grenzüberschreitenden Vergleich wert: So haben die Vereinten Nationen in ihrem Stadtbericht 2010/11 sie als eine der bedeutendsten und grössten Aufgaben des 20. Jahrhundert bezeichnet, indem sie die Kluft zwischen den einzelnen Staaten überbrücken, um die urbane Kluft zu durchbrechen.

Dies ist eine seit langem in Europa erreichte und auch in Deutschland, dem Abwandern der urbanen Gesellschaften, besorgniserregende Entwicklungen. Die OECD stellt dies für Europa und auch für Deutschland fest, und dies zeigt immer wieder, dass es in Deutschland keinen Grund zur Nachsicht gibt.

Deutschland ist neben Österreich eines der Länder in der Euro-Zone, in denen der Wohlstand am ungleichmäßigsten ist. Diese Trennung bezeichnen wir als Trennung in unterschiedlichen Stadtteilen, und das bringt uns zu den Werkzeugen der Großstädte. Dies bedeutet, dass sich der Bauherr immer dann, wenn die Stadtverwaltung neue Baurechte gewährt und möglich macht, verpflichtet, einen bestimmten Anteil an gefördertem Wohneigentum für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zu bauen, und zwar 30-prozentig in München und bis zu 50-prozentig auf städtischem Grund und Boden.

Mittlerweile ist dies von zahlreichen Städten kopiert worden: Stuttgart hat eine Quote von 20 Prozent, aber es gibt sie in Köln, Freiburg, Hamburg und Regensburg, so viele andere Großstädte haben sie auch deshalb ins Leben gerufen, weil es der einfachen Überlegung entspricht, dass es für diejenigen, die mehr verdienen, nicht akzeptabel ist, allein von der neuen Wohnraumnachfrage zu partizipieren, sondern dass auch im Neubaubereich - also auf Umnutzungsflächen, in Gebäudelücken, auf Brachland - Mischquartiere geschaffen werden müssen.

Gestell: Aber wie sehen sie aus, wenn wir den vorhandenen Lebensraum, die vorhandenen Bauten betrachten - haben die Großstädte auch diese Macht, die Sie jetzt bei der Schaffung neuer Lebensräume umschreiben, wo sie scheinbar Regelungen treffen können, oder wo einige von ihnen dann billiger Land an Genossenschaften verleihen, die beispielsweise solche Muster vorantreiben?

"Harlander: Es ist extrem schwer in bestehenden Gebäuden, das muss man zugeben. Tatsächlich gibt es nur wenige Mittel, um solche unerwünschten städtebaulichen und gesellschaftspolitischen Vorgänge zu verlangsamen. Gestell: Wir müssen noch stärker über ein Problem reden, die Problematik der Zuwanderung, die in Deutschland vor allem im Jahr 2015 zugespitzt wurde: Die Wohnfrage ist jetzt auch mit der Fragestellung verbunden, wie wir diese Menschen aufnehmen können - eine Millionen allein im Jahr 2015, vielleicht mehr - wie wir diese Menschen menschenwürdig aufnehmen können.

Wir können wir ein Zuhause für Menschen aus einem ganz anderen kulturellen Umfeld erschaffen, wie können wir für diese Menschen lebhafte Großstädte erschaffen, in denen wir die Art von Trennung verhindern, über die wir vorhin sprachen? Harlander: Das ist natürlich eine enorme Aufgabe, die sich auch in wesentlichen Aspekten von der Aufgabe der Integration der Vertriebenen in der Zeit nach dem Krieg abhebt.

"Regal: Ich möchte auf den Ausdruck Ankunftsland zurückgreifen, der auf den Buchtitel von Doug Saunders hinweist, Ankunftsstadt ist der Name dieses Buchs. Der Kanadier beschreibt in diesem Band tatsächlich Metropolen auf der ganzen Welt, in denen Einwanderer einreisen und sich niederlassen, und er sagt, es bestehe die Möglichkeit, dass bei Fehlern in der Städteplanung diese Ankunftsorte auch zu Gewalttaten werden können.

Jetzt stehen wir alle vor der Gewaltfrage in Banlieues, vielleicht auch im sozialen Underground, wo dann Terror entsteht, das bedeutet, dass die Fragestellung lautet, wenn man sich diese Ankunftsstädte ansieht - was kann man von anderen Ankunftsstädten erfahren, um zu erkennen, wie wir diese ankommende Kultur in den Großstädten am besten prägen müssen?

Harlander: Es ist ein wunderschönes Werk, ich würde es vorziehen, es allen Politikerinnen und Politikern, allen, die sich in irgendeiner Form mit der Integrationsarbeit von Ankömmlingen und Zuwanderern und Flüchtlingen befassen, zur Pflicht zu machen, weil es so wunderbar aufzeigt, dass die Integrationsfrage nicht auf ein mengenmäßiges oder fachliches, nicht nur auf das Wohnraumproblem, sondern eine viel weiter reichende, auch kulturell-gesellschaftliche Aufgabenstellung reduziert werden muss, und es sich dort viel mehr mit den Beweggründen der Ankömmlinge zu befass en.

Interessant an diesem von Doug Saunders verfassten Werk ist, dass es einen Perspektivenwechsel erlaubt, d.h. einen Perspektivenwechsel in die Armenviertel der MigrantInnen, nicht nur als Ort des Elendes, schlechter Gesundheitsfürsorge, mangelnder Bildungsmöglichkeiten, fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten, geringer Wohnflächen, schlechter sanitärer Einrichtungen, sondern im Umkehrschluss auch als Ort - und das ist das wirkliche Problem in seinem Werk,

bei dem die Ankommenden ihr soziales Fortkommen und ihr Leben auf kluge Art und Weise zu gestalten suchen, zum einen durch Überweisungen an ihre Herkunftsorte auf dem Lande und zum anderen durch die schrittweise Gewinnung von Verwandten und Freunden und zum anderen durch die Schaffung von Einrichtungen in den neuen Ankunftsvierteln, die ihnen einen ökonomischen Aufschwung erlauben.

Bedrückend ist in der Tat, dass er gerade in unseren ökonomisch potenten Staaten wie Frankreich, in den Banken, wo er eine Bank bezeichnet, natürlich bei Paris, Le Pyramide oder Berlin-Kreuzberg, diese nicht als besonders interessant und beispielhaft bezeichnet, sondern als Vorbilder, in denen dieser Überlebenswillen der Newcomer gehindert statt untermauert wurde.

Regal: Müssen wir den Zuwanderern vielleicht mehr Freiraum geben, diese Plätze selbst zu entwerfen? Die Infrastruktur, die für MigrantInnen oft ganz anders ist, als wir sie uns vorstellen, sie besteht aus kleinen Läden, Strassenläden, so kleinen Volkswirtschaften - ist das deutsches Baugesetz dafür überhaupt tauglich? Wie kann diese Eingliederung im Hinblick auf den Sozialmix verbessert werden?

Harlander: Ein Klassiker bei solchen Integrationsarbeiten ist immer, daß es möglich ist, sich selbst zu helfen. Mit anderen Worten, ich denke, dass wir uns in Deutschland in den Jahrzehnten nach dem Krieg an die Mechanismen der Wohnraumversorgung, des Sozialstaates und der bürokratischen Wohnraumversorgung gewöhnen und solche Ideen wie z. B. Autonomie allzu wenig in solche Begriffe einbauen. Ich möchte Sie jetzt am Ende unseres Gespräches bitten, wenn wir das alles zusammenfassen und auf unsere Debatte zurückblicken: Wenn Sie sich eine Großstadt vorstellen würden, in der diese von uns angesprochenen Schwierigkeiten etwas überwunden sind, in der es eine gesellschaftliche Vermischung gibt, in der Rassentrennung vermieden wird, haben Sie dann so etwas wie eine Utopie?

Harlander: Im Moment denke ich, dass man sich vielleicht in zwei Großstädten zurechtfindet: In Kopenhagen wurde entschieden eine Vision der Stadt entwickelt, die nicht mehr von den Häusern oder von der Architektur oder solchen Sachen ausging, aber Kopenhagen hat sich umgesehen, aber es ist tatsächlich die rechte Ordnung - wie man in Kopenhagen sagt,

Es gab einen wichtigen Stadtsoziologen und Stadtplaner, Jan Gehl, sagt man, man nimmt zuerst an, welches städtische Lebensgefühl wir wollen, und dann legt man, nachdem man dieses gesellschaftliche Lernziel festgelegt hat, fest, welche städtischen Räume wir benötigen, und erst als der dritte kommt man zu den Häusern. Andersherum, ausgehend von den Häusern und den Anlegern, und dann zu versuchen, das zu sparen, was in ihrer Wohnumgebungsplanung eingespart werden kann und was sich im gesellschaftlichen Umfeld abspielt, das ist eine Restfigur, die kaum Beachtung erregt.

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