Was Bedeutet Betreutes Wohnen im Alter

Finanzierung Betreutes Wohnen mit Zusatzleistungen?

Die Wohngebiete sind von Grün umgeben, haben Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe und sind nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. In den meisten Fällen liegen die Miet- und Kaufpreise über dem lokalen Immobilienpreisniveau. Die Angebote für Wohnen mit Service sind klar von den stationären Pflegeeinrichtungen zu unterscheiden. Vergewissern Sie sich, dass die Wohnung auch für ältere Menschen geeignet und barrierefrei ist. Zu wem ist betreutes Wohnen geeignet?

Finanzierung Betreutes Wohnen mit Zusatzleistungen?

Betreutes Wohnen im Alter ist für viele Menschen eine kostengünstige Variante zum Wohnen. Ambulant wäre für sie eine Versorgung zu Haus oder z.B. in betreutem Wohnen erdenklich. Besonders geeignet sind solche Lösungsansätze in wechselnden Situationen, z.B. wenn jemand sein Zuhause verlässt, auf eine hindernisfreie Wohnumgebung zurückgreifen muss oder sein ganzes Berufsleben einem verlässlichen Notfallruf mit kurzer Eingriffszeit zuteil wird.

Im Zusatzversorgungsgesetz sind nur zwei Wohnraumtarife vorgesehen: Leben zu Haus mit einem Monatsbeitrag von CHF 1'100 oder Wohnen in Häusern mit Oberflächentaxen, die je nach Bezirk zwischen CHF 84 und CHF 330 pro Tag schwanken können (siehe "Neue Standards in der Altenpflege").

Neben der Versorgung umfassen diese Taxis auch die Versorgung, Verpflegung und Unterbringung (Hotellerie). Bei Geringverdienern oder EL-Empfängern ist die Aufnahme in ein Altersheim daher die einzig mögliche Finanzierung, wenn es nicht mehr möglich ist, mit Unterstützung der Firma zuhause zu bleiben, obwohl die Versorgung in einer Pflegewohnung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten oft billiger wäre.

In manchen Kantonen wurden deshalb Finanzlösungen untersucht, um den EL-Empfängern eine Möglichkeit zum Eintritt in den Heimmarkt zu bieten. 1911 gibt es im Genfer Bezirk Betreutes Wohnen (IEPA: immeubles avec encadrement pour personnes âgées), die hauptsächlich für Bürger mit geringem Einkommen reserviert sind. Mit der Novellierung des kantonalen Pflegegesetzes im Dez. 2015 hat der Bund die EL-Beiträge für Betreutes Wohnen erhöht.

Auch das kantonale EL-Gesetz will der Kanton Zürich in diese Richtung anpassen: Eine Steigerung der EL-Beiträge um rund 27 Franken pro Tag gegenüber dem Restbetrag zu Haus soll die Zahlung einer Monatsmiete von rund 2'000 Franken pro Tag in einer geförderten Wohnung ermoeglichen. Im Jahr 2012 betrugen die EL-Maxima in diesem Bezirk 115 CHF für betreutes Wohnen und 161 CHF für das Wohnen in einem Altersheim.

Allerdings wurden die EL-Beiträge für Betreutes Wohnen im Zuge des Angebots und der strukturellen Anpassung des Kt BN aufgehoben. Zwar ist die Unterstützung von intermediären Einrichtungen, auch für EL-Empfänger, prinzipiell Sinn machend, aber die wirtschaftlichen Folgen sind von Kantonen zu Kantonen verschieden. Das Einsparpotenzial ist zum einen abhängig von der Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Pflegeeinrichtungen, die in einem Pflegeheim betreut werden können und auch Zusatzleistungen erhalten.

Zum anderen ist das Einsparpotenzial abhängig von der Preisdifferenz zwischen Wohnen und Betreutes Wohnen, letzteres inklusive Spitex-Kosten. Die Ersparnis ist umso größer, je teurer das Wohnen ist. Durch die Einführung der neuen EL-Tarife für Betreutes Wohnen entsteht nicht nur eine Alternative im häuslichen Bereich, sondern auch eine Zusatznachfrage für Betreutes Wohnen.

Empfänger von EZ, die zuvor mit Unterstützung der Firma Spaitex zu Haus oder bei Angehörigen waren, konnten in eine überwachte Niederlassung umziehen. Niedrige EL-Sätze für Betreutes Wohnen können die Zusatznachfrage etwas mildern. Bei zu niedrigen Tarifen wird es jedoch kaum möglich sein, Betreutes Wohnen für EL-Empfänger zu bieten, was die Anreize für den Eintritt in ein Heim erhöht.

Eine weitere Möglichkeit bietet der Verein Sennesuisse, dass der Familienarzt oder eine Kantonsbehörde den Pflegebedarf der EL-Empfänger prüft. Mit dieser Untersuchung soll bescheinigt werden, dass der Einzug in eine überwachte Wohneinheit die Einreise verzögert oder gar verhindert. Es wird daher umso mehr darauf ankommen, Organisations- und Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen, die ergänzende und neuartige Leistungen möglich machen.

Durch zusätzliche EL-Beiträge für Betreutes Wohnen haben die Schweizer Kantone ein Mittel in der Hand, das, wenn es sinnvoll konzipiert ist, den Bedürfnissen der Betreuungsbedürftigen nach mehr Selbständigkeit entspricht und zugleich die öffentlichen Finanzen schonen kann.

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