Was macht Udo Lattek

Über den Tod von Udo Lattek

Lattek gewann als Trainer insgesamt acht deutsche Meistertitel mit dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Das " Doppelpass " ist sozusagen mein Pflegekind, ich war von Anfang an dabei, und was ich sage, wie ich mich benehme, geschieht nicht nur aus einer Laune heraus. Auch Udo Lattek war Fußballtrainer und ehemaliger Profifußballer. Möglicherweise hört Lattek, welchen Respekt die Fußballwelt vor ihm hat. " Udo ist ein wunderbarer Mensch und Freund für mich", sagt DFL-Chef Reinhard Rauball.

Über den Mord an Udo Lattek

In den Büroräumen mehrerer Münchner Nachrichtenbüros und Tageszeitungen läutete im April 1970 das Telefon: ein Angestellter des Bayern. Sie haben einen neuen Coach. Lattek, Udo, 35 Jahre jung. Der unauffällige Anfang der meist betitelten Trainerlaufbahn der Fußballbundesliga - und der Anfang der Erfolgsstory des Vereins.

Der Gründer starb kurz nach seinem 80. Lebensjahr in der Stadt. Mit der Wiedereinführung eines neuen Coaches im Jahr 2013 waren über zweihundert Redakteure gekommen und seine ersten Äußerungen wurden weltweit ausgestrahlt. Zwischen Udo Lattek und Peppguardiola hat sich daher viel getan, aber nicht die Wichtigkeit eines Coaches für den Teamerfolg.

Lattek, der damals ein Meister-Team um den damaligen Weltenbummler Francesco Beckenbauer übernommen hatte, blieb dieser inneren Bescheidenheit vor dem Team treu. Beckers war vom Fussballverband Lattek entsandt worden, läutete und sagte, dass er wegen der Probleme mit Coach Zebec ein" Mandat des Präsidiums habe, Sie zu befragen, ob Sie sein Stellvertreter werden wollen".

Milchkaffee gesucht. Lattek, gebürtiger Ostpreuße, erster Highschool-Lehrer und Oberligist im rheinischen Raum nach dem Zweiten Weltkrieg, hatte 1965 auf Vorschlag seines Trainers Horst Weißweiler die Jugend-Nationalmannschaft abgelöst und beim WM-Finale 1966 im Wembley-Stadion gegen die Engländer als Nationaltrainer auf der Ersatzbank saß. Ehemalige Schüler der Jugendmannschaft wie z. B. Ulrike Höneß und P aveloppo, deren große Zeit mit ihm begann: drei Meisterschaftstitel von 1972 bis 1974 und als krönender Abschluss der erste Sieg des Europacups der Nationalen Meister 1974, obwohl Lattek nie als der ausgeklügelte Tactician oder gar Revoluzzer des Fussballs angesehen wurde, sondern als jemand, der eine funktionierende Gruppe mit mehr Brüderlichkeit als väterlichen Autoritäten bilden konnte.

"Ich habe ihn nie als Lehrer gefühlt, mehr wie einen Freund." In Zeiten stillschweigender absoluter Herrscher wie z. B. Sebec, Haeppel, Weisweiler, Lattek brachten eine neue, gleichberechtigte Verständigung in der Beziehung zwischen Coach und Mannschaft. Nach seiner Freilassung 1975 bei dem großen bayerischen Konkurrenten der 70er Jahre, bei dem er 1979 zwei Mal die Meisterschaft und den Uefa-Cup holte, ging der nach fünf Jahren in MÃ?

1982 siegte er mit dem Fussball-Europacup des Vereins FC Barcelona. Als einziger Coach wird er neben dem Europacup von Gianni  Trapattoni alle drei Pokale gewinnen. Nachdem er sich mit dem kleinen Diego Maradona gestritten hatte, kam er 1983 zurück nach Deutschland.

Er war nie der beliebteste der Coaches, aber sein ganzes Leben lang kultivierte er eine eckige Besonderheit, mit der er sich auch in später weniger erfolgreiche Einsätze als Sportleiter beim I. FC Koeln oder als Coach von Schalkes 04 nicht beugen konnte. Seit seiner Freilassung auf Schalkes im Jahr 1993 gab er seinen Rücktritt aus dem Fussballgeschäft bekannt, trat aber regelmässig in einer Fussball-Talkshow auf, bevor er im Frühling 2000 zum letzten Mal für fünf Partien auf die Trainingsbank zuruckkehrte.

Mit zwei Schlägen markierte er im März 2013 das Champions-League-Finale seiner beiden ehemaligen Vereine FC Bayern und FC Dormund. "Ich bin ein bäuerlicher Sohn, der aus dem Nichts kam", sagte er fünf Jahre vor seinem Tode. "Ich schulde alles dem Fußball." Lattek, der an der Parkinson-Krankheit leidet, verbringt die letzen Jahre seines Lebens in einem Altenpflegeheim in Köln.

"Er war einer der fortschrittlichsten Coaches in Europa und prägte den Fussball wie kaum ein anderer nach ihm", zollte ihm Weltmeister Coach Jochen LÖW Tribut.

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