Wohnen im Hochhaus

Leben in einem Hochhaus

Viele übersetzte Beispielsätze mit "Apartment in a high-rise" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen. verspricht spannende Debatten zum Thema Wohnen in Hochhäusern. Die Bewohner mussten das Haus verlassen. Im Stadtteil Rieth erlebt ein modernes Konzept für altersgerechtes Wohnen seine Erfurter Premiere. Leben in Hochhäusern: eine empirisch-soziologische Studie in ausgewählten Hochhäusern der Städte München, Stuttgart, Hamburg und Wolfsburg.

Leben in einem Hochhaus - hoch statt weit

Negativ debattiert über das Hochhaus als Form des Wohnens - das ist speziell die deutsche, sagt die Architektur- und Städtesoziologin Christine Hannemann. Die Liane von Billerbeck: Heute wird in der 118 m hohen Stadt Berlin-West ein weiteres Hochhaus, das Upper West Hotel, eingeweiht und gehört damit zu den fünf größten Gebäuden der deutschen Hauptstadt Berlin, wo bekanntermaßen Hochhausbauten sehr selten sind.

Sollen wir also nicht lieber in der Größe als in der Weite und auf dem Lande errichten? Werden nur die Hochhaus-Slums wieder für die weniger Vermögenden geschaffen? Genau das will ich im Dialog mit Christine Hannemann wissen. Auf Wiedersehen! Von Billerbeck: Das Hochhaus als Lebensform - ist das eine Zersiedlung?

Hannemann: Ja. Von Billerbeck: Deutliche Ankündigung. Hannemann: Ja, der Wolkenkratzer als Lebensform - ich muss etwas dazu anmerken, denn wir sind in Deutschland: Dort leben die Reichsten, Trompetenturm und so weiter. Auf der ganzen Erde ist es weit verbreitet, dass reiche und wohlhabende Menschen in einem Hochhaus wohnen.

Von Billerbeck: Für wen können solche Appartements, solche Wolkenkratzer, wenn wir sie jetzt wieder errichten? Aber wir wollen auch über das Hochhausleben für Menschen wie dich und mich reden. Ist das möglich und wird es auch ein schöner Ort zum Leben sein?

Hannemann: Auf jeden fall ist es ein Problem der urbanen Verdichtung. Das ist immer auch die notwendige Bedingtheit, denn nicht alle Wolkenkratzer sind gleich. In München gibt es zum Beispiel auch die kleineren, nicht ganz so wolkenkratzerartigen Hochhäuser, die auch für Normalverdienerinnen und Normalverdiener konzipiert wurden, sowie ein Denkmalpflegeprogramm.

Ich glaube, es ist ein großes Manko, dass diese im Bau befindlichen Wolkenkratzer, Marco Polo Towers, es gibt andere in Deutschland, dass es sich um Luxuswohnungsprojekte handelt, die in der Stadt niemand benötigt und die rein immobilienwirtschaftlich sind. von Billerbeck: Warum also, warum kann man nicht nur Wolkenkratzer errichten - ich sage jetzt schlicht - in denen man auch Wolkenkratzer errichten kann, die sich Menschen mit ganz normalen Einkünften erlauben und die auch ein gutes Dasein haben?

Hannemann: Ja, warum ist das so? Von Billerbeck: Oh ja, das wäre um 8:13 Uhr nett. Hannemann: Natürlich geht es um solche Vorhaben, die etwas verdienen, die für die Privatwirtschaft einbringen. Weil der Lebensstil so verändert ist, dass das Wohnen für Menschen mit angemessenen wirtschaftlichen Bedingungen, jetzt auch für die Großstadt, wieder attraktiv ist.

Wir müssen lediglich eine Kulturentwicklung festhalten, die dazu geführt hat, dass solche Vorhaben nun auch zunehmend durchgesetzt werden. Von Billerbeck: Man bezieht also nicht mehr die Hütte auf dem Lande mit dem kleinen Garten drum herum, sondern man will ein anderes Kulturleben, mit Familien in der Umgebung, mit allen möglichen Wohnmöglichkeiten, und dafür benötigt man auch die passenden Unterkünfte.

Es stellt sich wieder die Frage: Warum nicht z.B. auf städtischen Grundstücken oder Genossenschaftshäusern aufbauen, die mehr erreichen und so zur Lösung unseres Wohnproblems beitragen? Hannemann: Das ist eine weitere Fragestellung, die ganz konkret aus der Tradition des Bauens in Deutschland erörtert wird.

In München wird auch darüber debattiert, ob der Ausblick auf die Berge während der Hochhaus-Diskussion behindert werden soll. Immer wieder wird darüber gesprochen, dass man nicht in einem Hochhaus wohnen kann. Denn im Unterschied zu Wohnhäusern, in denen der Zugang über die Treppe - und das wissen Sie, recht und link ist eine Türe, das heisst, dann Paare, wenn diese Wohnhäuser zu hoch sind, dann sind die Ansprechpartner im Wohnhaus sehr klein.

Doch im Hochhaus, wenn es nicht nur als seelenlose Funktionsfläche konzipiert ist, kann dies ein überaus attraktiver Spielplatz für die Kleinen sein. Hochhaus - auch für die Familie? von Billerbeck: Das bedeutet, dass wir in naher Zukunft wieder Hochhausbauten errichten werden und dass auch die Familie dort wohnen und ein sehr angenehmes Sozialleben führen kann.

Hannemann: Das ist anzunehmen, wenn die Bedingungen passen, wenn es erschwinglich ist, wenn die entsprechende architektonische und räumliche Gestaltung beachtet wird, wenn die Verkehrsverbindung aufgelöst wird. Problematisch bei Hochbauten ist vor allem die Basiszone, die Erdgeschossfläche. Wie allgemein das Leben im Wolkenkratzer als Ganzes oder so. von Billerbeck: Leben im Wolkenkratzer.

In Gesprächen mit Christine Hannemann, Soziologin für Architektur und Wohnen an der Universität Stuttgart. Hannemann: Ja, bitte, bitte!

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