Wohngemeinschaften im Alter

Wohngemeinschaft für Senioren

Ein Umziehen in Alters- oder Pflegeheime kommt für viele ältere Menschen nicht infrage. Für sie stellen Wohngemeinschaften im Alter eine attraktive Alternative dar.

Diese Form des Zusammenlebens gewinnt in jüngster Zeit eine wachsende Zahl an Anhängern, Hunderte solcher Wohngemeinschaften für Senioren wurden bereits gegründet.

Das Solidarkonzept: gemeinsam leben

Mit einer Wohngemeinschaft im Alter versetzen sich Senioren in die Lage, auch weiterhin im Rahmen des Möglichen eigenständig leben zu können. Sie können sich im Gegensatz zu einer Seniorenresidenz aussuchen, mit wem sie die kommenden Jahre verbringen möchten. Dieser Vorteil von Senioren Wohngemeinschaften kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, älteren Menschen fällt deswegen ein solcher Schritt deutlich leichter als der Einzug in ein Altersheim. Eine WG für Senioren stellt zugleich eine gute Mischung aus Privatheit und Miteinander dar. Im Gegensatz zu studentischen WGs zeichnen sich Alten Wohngemeinschaften in der Regel durch abgeschlossene Wohnungen für jeden einzelnen Bewohner aus, sodass jeder über Rückzugsräume verfügt. Das gemeinsame Leben findet in verschiedenen Aufenthaltsbereichen statt, die Art der Freizeitgestaltung bestimmen die Senioren selbst. In einer Wohngemeinschaft für ältere Menschen vereinsamt dadurch niemand, zudem passen alle Bewohner gegenseitig auf sich auf. Zusätzlich können fittere Senioren für Gebrechlichere verschiedene Tätigkeiten übernehmen.

Wohnen im Alter

Bei Pflegefällen stoßen die anderen Mitbewohner selbstverständlich an ihre Grenzen. Doch dies spricht nicht gegen eine WG für ältere Menschen. Mit ambulanten Pflegediensten kann bei einer Pflegeberatung nach individuellen Lösungen gesucht werden. Auch eine Tagespflege kommt bei schwereren Fällen in Betracht: Die jeweilige Person wird dann tagsüber außer Haus in einer professionellen Einrichtung betreut und abends wieder in die gewohnte Umgebung zurückgebracht. Eine weitere Möglichkeit stellt die 24-Stunden-Pflege dar, für die sich in Deutschland vor allem Arbeitskräfte aus Polen bewerben. Eine solche Pflegekraft zieht in eine Wohngemeinschaft für Senioren ein und kümmert sich um einen oder eventuell auch mehrere Bewohner. In vielen Fällen bewährt sich diese Art der Pflege, die zugleich bezahlbar ist. Zuvor sollten Interessierte aber genau die Rechtslage prüfen. Zum Teil werden solche Beschäftigte als freiberufliche Haushaltsdienstleisterinnen angestellt, was die Behörden aber häufig als Selbstständigkeit werten. Rechtlich unproblematischer ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder eine Entsendung durch einen ausländischen Dienstleister.

Diese Voraussetzungen muss eine Alters WG erfüllen

Wohngemeinschaften im Alter erfordern spezielle Immobilien. Neben abzuschließenden Wohneinheiten sollte es Raum für die Aufenthaltsbereiche geben. Bei einem Gebäude in Planung müssen die Investoren auf ein behindertengerechtes Bauen achten. Dazu gehört zum Beispiel ein Fahrstuhl, in den mindestens ein Rollstuhl sowie ein begleitender Altenbetreuer passt. Der Hauseingang muss ebenfalls barrierefrei sein. Die Wohnungen sollten mit einem Notrufsystem ausgestattet sein, sodass die Bewohner bei Stürzen oder anderen Problemen schnell Hilfe anfordern können. Wichtig ist auch ein behindertengerechtes Bad, welches großräumig konzipiert ist und ein leichtes Waschen ermöglicht. Auch die Lage einer Immobilie sollte in die Überlegungen einfließen. Bestenfalls liegen alternative Wohngemeinschaften nahe an Einkaufsgelegenheiten sowie an Haltestellen des ÖPNV.