Zuschuss Renovierung

Subvention für Renovierung

Bereits beim Kauf kann eine Komponente für die Renovierung in das Darlehen integriert werden. Profitieren Unternehmen in finanzieller Not von Restrukturierungsleistungen, ergeben sich immer folgende zentrale Fragen: Sind diese Dienstleistungen gewinnsteuerpflichtig? Wie wirken sich die Restrukturierungsleistungen auf die steuerliche Verlustverrechnung aus?

Wie in der Vergangenheit ist eine Steuerbefreiung für über diese Befreiung hinaus gehende Umstrukturierungsleistungen möglich (Art. 12 PC). Ein Verzicht auf Ansprüche von Schwestergesellschaften oder Tochterunternehmen kann aus geschäftlichen Gründen gerechtfertigt sein. Der Verzicht auf Ansprüche gegen verbundene (Schwester- oder Tochtergesellschaften) Unternehmen, die dem Vergleich mit Dritten nicht standhalten, ist für steuerliche Zwecke wie folgt qualifiziert (Dreieckstheorie): Die empfangende Firma ist eine nicht gewinnsteuerpflichtige Einlage.

Was sind die Steuerfolgen für die Konzernmutter?

Nach dem Brutto-Prinzip wird ein Sanierungszuschuss der Münchener-Rück-AG zugunsten einer leistungsgestörten Tochter grundsätzlich wie folgt vom Mutterunternehmen gehandhabt (wenn nicht im Handelsrecht, dann zumindest in der "Steuerbilanz") oder : Abschreibungen - Beteiligungen an Tochterunternehmen (in den meisten FÃ?llen ist diese Abschreibungen aus betriebswirtschaftlichen GrÃ?nden gerechtfertigt und daher gewinnsteuerpflichtig).

Wenn sich die reorganisierte Tochter in den Folgejahren erholt, kann das Finanzamt wieder auf die erfassten Abschreibungsbeträge zurückgreifen und diese wieder versteuern (auch ohne Rückbuchung der korrespondierenden Abschreibungen). Im Hinblick auf die vorgenannte steuerliche Abschreibungsmöglichkeit sind Verzichte auf Ansprüche der Münchener-Rück-AG, die aus geschäftlichen Gründen nicht gerechtfertigt sind, besonders gefährdet. Ein Wertberichtigungsbedarf einer wertgeminderten oder die Abwertung einer unwiederbringlichen Forderungen aufgrund eines Forderungsverzichtes führt in der Regel zu einer korrespondierenden Wertkorrektur bzw. Abwertung der Forderungen bei der Konzernmutter.

Aus buchhalterischer Sicht gibt es daher keinen direkten Verweis auf die jeweiligen Beteiligungspapiere. Daraus ergibt sich eine Wertberichtigung auf Beteiligungen, die nach 62 Abs. 4 HGB im Falle einer Wiedereinziehung der Beteiligung wieder steuerlich geltend gemacht werden kann. Sollte diese Wertberichtigung später durch den Verkauf einer Beteiligung realisiert werden, wäre diese wiedereingeführte Wertberichtigung vom Investitionsabzug ausgenommen.

Besonders verräterisch ist, dass diese "Abwertung" als solche in den Geschäftsbüchern nicht zu finden ist.

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