Altenheim

Ein schöner Lebensabend im Altersheim

Für viele Menschen ist der Begriff Altenheim immer noch sehr negativ besetzt. Sie denken dabei an lieblose Verwahrung von alten und hilfsbedürftigen Menschen in schäbigen Institutionen, bei denen auf die Persönlichkeit und Würde der dort Untergebrachten wenig Rücksicht genommen wird. Doch zum Glück sieht die Realität heute ganz anders aus. Tatsächlich stellen die meisten Altersheime eine sehr gute Betreuung alter Menschen sicher und sorgen dafür, dass sich die Bewohner in ihrem letzten Lebensabschnitt rundherum wohlfühlen.

Wohn- und Lebensformen für Senioren

Wohnen im Alter

Der demographische Wandel bringt es mit sich, dass die angemessene Unterbringung und Pflege von Senioren in immer größerem Maße zu einer gesellschaftlichen Herausforderung wird. Die meisten Menschen möchten gerne zuhause wohnen, solange es irgend geht. Doch tatsächlich stellt sich dies im Nachhinein oft nicht als die beste Lösung heraus, auch wenn Senioren durch professionelle Pflegedienste versorgt werden können. Denn wer nicht mehr mobil ist und das Haus kaum noch oder überhaupt nicht mehr verlässt, vereinsamt schnell. Depressionen, Suizidgedanken und die Entwicklung einer Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit sind nicht selten die Folge. Nur wenn gewährleistet ist, dass sich Angehörige oder Freunde regelmäßig in ausreichendem Umfang um alte Menschen in ihrem Zuhause kümmern, ist diese Alternative empfehlenswert.

In den letzten Jahren haben Seniorenwohngemeinschaften stark an Popularität gewonnen. Mit Gleichgesinnten eine Wohnung zu teilen, erscheint tatsächlich zunächst als verlockende Idee. Doch dabei wird schnell vergessen, dass diese Wohnform nur für sehr offene und kommunikationsfreudige Senioren geeignet ist, die überdies noch eine Menge Organisationstalent besitzen müssen. Menschen, deren körperlichen oder geistigen Fähigkeiten bereits eingeschränkt sind, werden von dieser Lebensform meist überfordert. Sie benötigen auch in einer Seniorenwohngemeinschaft ambulante Pflege und darüber hinaus auch die aktive Unterstützung durch ihre Mitbewohner, die dazu aber oft gar nicht in der Lage sind.

Die Vorteile von Altenheimen

In Altersheimen werden Senioren rund um die Uhr fachkundig versorgt und betreut. Examiniertes Pflegepersonal kümmert sich um alte Menschen und unterliegt dabei strengen gesetzlichen Auflagen. Die meisten Altenheime werden von staatlichen Trägern, gemeinnützigen Organisationen, kirchlichen Trägern, Stiftungen und privaten Betrieben, entweder als Einzelheime oder als Ketten, geführt. Jedes Altersheim wird regelmäßig geprüft , wobei die Einhaltung der Vorschriften zur Pflege und deren Dokumentation genauso untersucht wird, wie der körperliche, seelische und geistige Zustand der Bewohner. Deswegen kann man bei einer Unterbringung im Altenheim sicher sein, dass allgemein anerkannte Standards in der Regel gewissenhaft eingehalten werden.

In einem Altenheim besteht anders als bei Seniorenwohngemeinschaften oder dem selbständigen Wohnen nicht die Gefahr, dass alte Menschen sich nicht mehr richtige pflegen oder ihr Zimmer oder ihre Wohnung verwahrlosen lassen, weil sie sich nicht mehr um ihre Angelegenheiten kümmern können. Hier übernimmt das Pflegepersonal nach einem Plan, der den Bedürfnissen alter Menschen gerecht wird, die Versorgung der Senioren. Je nach noch vorhandener Selbständigkeit und Pflegebedürftigkeit kann dies von der Hilfe beim Anziehen bis zur Pflege rund um die Uhr reichen. Dabei wird sehr sorgfältig darauf geachtet, dass jeder Bewohner seine Medikamente pünktlich nimmt und ausreichend trinkt. Selbstverständlich werden hier auch Mahlzeiten serviert, die für alte Menschen besonders bekömmlich sind.

In einem modernen Seniorenheim wird auch dafür gesorgt, dass die Bewohner mobilisiert und geistig gefördert werden. Darüber hinaus werden den Bewohnern zahlreiche Freizeitangebote gemacht. Seniorengerechte Beschäftigungstherapie mit gemeinsamem Basteln, Spielen und Singen in netter Runde macht den meisten Senioren sehr viel Freude. Genauso organisieren Altenheime besondere Veranstaltungen, wie kleine Konzerte und Theateraufführungen in Haus. Ausflüge und Ausfahrten werden oft auch mit der Unterstützung von freiwilligen Helfern in die nähere Umgebung unternommen, um für Abwechslung zu sorgen. In einem Altenheim muss niemand einsam sein, denn es wird viel Wert auf die Gemeinschaft gelegt, sei es beim Essen, sei es bei der Freizeitgestaltung.

So gelingt die Eingewöhnung im Altersheim

Viele Senioren und ihre Angehörigen machen den großen Fehler, sich nicht rechtzeitig mit der Frage zu beschäftigen, wie sie leben möchten, wenn sie alleine nicht mehr zu Recht kommen. Erst wenn es gar nicht mehr anders geht, zum Beispiel nach einem Unfall oder wegen einer schweren Erkrankung, wird überstürzt nach einem Platz in einem Seniorenheim gesucht. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit dann gering, eine Unterbringungsmöglichkeit in der Nähe der bisherigen Wohnung zu finden. Um diese Situation zu vermeiden, sollte man sich frühzeitig Altersheime in der Umgebung ansehen und ein geeignetes auswählen. Dort kann man sich auf die Warteliste setzen lassen und dann ohne Zeitdruck in das neue Zuhause übersiedeln.

Senioren, die bereits in ein Heim umziehen, bevor sie schwer pflegebedürftig sind, haben die Chance, sich dort gut einzuleben. Ihre Angehörigen sollten sie in jeder Hinsicht dabei unterstützen, indem sie ihnen Mut machen und selbst eine positive Einstellung zu dieser Wohnform zeigen. Sie können dort ihre Verwandten jederzeit besuchen und ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie nach wie vor eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen. Besonders wichtig ist es auch, dass alte Menschen ein paar vertraute Gegenstände, die ihnen besonders ans Herz gewachsen sind, mit in ihr Zimmer im Heim nehmen können.

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