Betreutes Wohnen

Selbständig und gut versorgt im Alter leben

Vielen älteren Menschen gefällt es am besten, wenn sie ihren eigenen Bereich haben und gleichzeitig die Möglichkeit, die Gemeinschaft mit anderen zu pflegen. Betreutes Wohnen eignet sich hervorragend, um diese beiden Grundbedürfnisse auf gelungene Weise zu erfüllen. Geeignete Wohnformen für Senioren Wenn die Angehörigen in der Nähe wohnen und sich bereit erklären, mehrmals pro Woche vorbei zu kommen, ist das Wohnen in der vertrauten Umgebung eine gute Idee. Heute kann der Pflegedienst engagiert werden, um bei den wichtigsten alltäglichen Verrichtungen zu helfen, falls man selbst dazu nicht mehr in der Lage sein sollte. Wer über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sollte bei Zeiten altersgerechte Umbauten der Wohnung durchführen lassen, wie zum Beispiel den Einbau eines Treppenlifts oder ein barrierefreies Badezimmer.

Zuhause Wohnen bedeutet allerdings nicht nur ein hohes Maß an Autonomie, sondern setzt die Fähigkeit voraus, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Wohnen im Alter

Ohne Zweifel wird in einem Altenheim professionelle und umfassende Seniorenpflege gewährleistet. Für behinderte Senioren, deren nahestehenden Verwandten entweder keine Zeit oder kein Interesse haben, sich intensiv um sie zu kümmern, stellt ein Altersheim oft die einzige Lösung dar. Dies gilt insbesondere auch für Demenzkranke, denn sie sind im fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung meist auf eine intensive Betreuung rund um die Uhr angewiesen. Ein gutes Seniorenheim bietet jedoch nicht nur zuverlässige Pflege, sondern versucht auch, allen Bewohnern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Tägliche gemeinsame Aktivitäten beugen der Vereinsamung vor und bedeuten auch für ältere Menschen mit schweren gesundheitlichen Einschränkungen ein wichtiges Stück Lebensqualität.

Auf der anderen Seite gewinnen sehr selbstbestimmte Lebensformen für Senioren immer mehr an Popularität. So sind Wohngemeinschaften für Senioren und Mehrgenerationenhäuser heute eine gute Alternative für viele ältere Menschen, die autonom, aber dennoch in enger Gemeinschaft mit anderen leben möchten. Eine Wohngemeinschaft für ältere Menschen wird meist von Personen gegründet, die sich vorher schon lange kennen und somit wissen, dass sie einen ähnlichen Lebensstil pflegen. Jeder Bewohner bezieht einen oder mehrere eigene Räume, während Küche, Bad und Wohnzimmer geteilt werden. Dies ist nicht immer ganz einfach, vor allem, wenn man bislang lediglich auf den Ehepartner Rücksicht nehmen musste. Aber viele Senioren fühlen sich in einer WG mit Gleichgesinnten so wohl, dass es sich auf alle Fälle lohnt, diese Herausforderung auch im fortgeschrittenen Alter an zu nehmen.

Die Vorteile von betreutem Wohnen im Alter

Betreutes Wohnen im Alter ist in sehr vielen Fällen der perfekte Kompromiss. Bei dieser Lebensform für Senioren siedelt man in eine altengerechte Wohnung um, bei der ein umfassender Service mit im Mietpreis inbegriffen ist oder je nach Bedarf gebucht werden kann. So leben alte Menschen weitgehend selbständig, werden aber bestens versorgt, wenn sie zu bestimmten Tätigkeiten nicht mehr in der Lage sind. Selbst wenn man diese Dienstleistungen noch gar nicht in Anspruch nehmen muss, fühlt man sich durch das Wissen erleichtert, dass im Notfall gut für einen gesorgt wird. Zum umfassenden Angebot in einer solchen Wohnanlage für Senioren gehören auch immer Gemeinschaftsräume und ein attraktives Freizeitangebot. Anders als in der eigenen Wohnung haben auf diese Weise Einsamkeit und Isolation gar keine Chance.

Apartments in Wohnanlagen für betreutes Wohnen sind zumeist etwas kleiner als die bisherige Wohnung. Dafür besitzen sie jedoch eine Ausstattung, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen genau zugeschnitten ist. So gibt es hier keine erhöhten Türschwellen, die ein Hindernis für den Gehwagen oder Rollstuhl darstellen könnten. WC, Dusche und Badewanne sind behindertengerecht, so dass sie auch benutzt werden können, wenn man unter verschiedenen körperlichen Beeinträchtigungen leidet. Sie sind zum Beispiel mit praktischen Haltegriffen versehen, an denen man sich festhalten kann. Die Küche besitzt eine mit dem Rollstuhl unterfahrbare Arbeitsfläche und Spüle, darüber hinaus ist sie besonders übersichtlich aufgebaut und leicht zu pflegen. In einem Raum der Wohnung kann bei Bedarf ein Pflegebett aufgestellt werden, so dass man auch in seinem Apartment bleiben kann, wenn man bettlägerig wird. Betreut zu wohnen stellt so auch eine geeignete Wohnform für pflegebedürftige Senioren dar.

Betreutes Wohnen sieht ein umfangreiches Service Angebot vor, dass je nach persönlichen Erfordernissen in Anspruch genommen werden kann. Wer gesund und fit ist, wohnt in einem solchen Apartment beinahe wie in seiner bisherigen Wohnung. Allerdings besitzt er meist ein Gerät mit Alarmpiper für den Notfall. Selbstverständlich kann man die schönen Freizeitangebote nutzen, die von der gemeinsamen Lesestunde bis zu attraktiven Ausflügen reichen. Wer professionelle Pflege benötigt, kann sich von einem Altenbetreuer unterstützen lassen. Er kommt ganz in Abhängigkeit von den zu verrichtenden Pflegeleistungen einmal oder auch mehrmals am Tag vorbei und hilft. Manche größeren Einrichtungen für betreutes Wohnen bieten den Bewohnern einen preiswerten Mittagstisch an, den sie zusammen mit den anderen Senioren einnehmen können. Wenn dies nicht der Fall ist, besteht die Möglichkeit, Essen auf Rädern zu bestellen, sollte man nicht mehr selber kochen können oder wollen.

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