Betreutes Wohnen Demenz

Auch mit Demenz selbstbestimmt leben

Nur 11 Prozent aller in Deutschland vorhandenen betreuten Wohnanlagen bieten auch betreutes Wohnen bei Demenz an. Das Wohnkonzept "Betreutes Wohnen" wird vor allem älteren Menschen empfohlen, die noch ein gewisses Maß an Selbstständigkeit besitzen. Sobald sie dauerhaft pflegebedürftig sind, ist der Umzug in ein Pflegeheim sinnvoller.

Was bedeutet betreutes Wohnen?

Wohnen im Alter

Bei diesem Konzept leben die Betroffenen zwar in ihren eigenen Wohnungen, können aber innerhalb der Wohnanlagemahlzeiten und verschiedene Angebote in Anspruch nehmen. Eine immer populärer werdende Form des betreuten Wohnens sind Hehrgenerationenhäuser oder Alterswohngemeinschaften. Sie sind auch für betreutes Wohnen mit Demenz sinnvolle Alternativen zum Altenheim.

Wie muss eine Wohnanlage für betreutes Wohnen aussehen?

Einrichtungen mit etwa 80-100 Wohnungen haben nach Expertenmeinung die ideale Größe für betreute Wohnformen bei demenz oder für Senioren allgemein. Wenn eine solche Anlage einziehen möchte, sollte zunächst eine Probezeit vereinbaren. In dieser Zeit kann man die Abläufe in der Anlage kennenlernen und stellt schnell fest, ob das Haus auch für betreutes Wohnen bei Demenz geeignet ist.

Wohngemeinschaften im Alter auch bei Demenz möglich

Hiermit ist nicht nur die räumliche Unterbringung von Demenz erkranken in einer Wohngemeinschaft gemeint. Einer Wohngemeinschaft verfolgte das Ziel, Menschen davor zu schützen, ohne es zu wollen einsam leben zu müssen. Auch wenn sich viele Punkte der individuellen Lebensweisen überschneiden, können alle Bewohner der Wohngemeinschaft ihr Leben viel individueller gestalten als in einem Pflegeheim. Die Gemeinsamkeit gibt Ihnen Energie und Motivation, ihren Alltag gemeinsam zu meistern und schafft auch Potenzial für mehr Aktivität.

So ist es in einer solchen Wohngemeinschaft wichtig, dass neben den privat genutzten Räumen auch genügend Platz ist in Gemeinschaftsräumen ist, sodass sich die Bewohner nicht eingeengt fühlen. Bei dieser Form der Lebensraumgestaltung unterscheidet man zwischen ambulant betreuten Wohngemeinschaften und stationären Wohngemeinschaften. Beide unterscheiden sich vor allem durch die Finanzierung und ihrer Organisationsform.

In der stationären Wohngemeinschaft, die auch betreutes Wohnen für Demenzkranke sein kann, gehen alle erbrachten Leistungen von einem Träger aus. In der ambulant betreuten Wohngemeinschaft werden die Bewohner von einem Pflegedienst versorgt, der nicht gleichzeitig der Vermieter sein darf. Dann nämlich wäre die ambulant betreute Wohngemeinschaft rechtlich gesehen eine Heimunterbringung. Es muss immer die Möglichkeit gegeben sein, an Gruppenaktivitäten teilzunehmen und man muss alle Bewohner über ihre Rechte offen aufklären. Weiterhin muss die Möglichkeit vorhanden sein, sich jederzeit für einen anderen Pflegedienst zu entscheiden.

Kosten für betreutes Wohnen: Ist diese Wohnform bezahlbar?

Viele Einrichtungen werden von Stiftungen finanziert, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind. Diese Einrichtung bieten humane Preise an. Um sich selber einen Überblick über die zu erwartenden Kosten zu machen, sollte man als Faustregel 5-15 Prozent für das barrierefreie Wohnen einschließlich Aufzug kalkulieren, für den Grundservice zwischen 70 und 130 Euro pro Monat veranschlagen. Im Bedarfsfall können auch Wohnberechtigungsschein oder Wohngeld beim Wohnungsamt beantragt werden. Anteilig übernimmt dabei die Pflegekasse oder das Sozialamt einige ambulante Pflegedienste.

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